Eko Fresh: So lief das Ghostwriting für Bushido
Collage aus Bushido & Eko Fresh

 

Eko Fresh hat gemeinsam mit seiner Frau Sarah Bora den Podcast "Fresh Family" gestartet und lässt dort seinen bisherigen Weg Revue passieren. In einer der ersten Folge geht es dabei um seine Zusammenarbeit mit Bushido und wie Eko die Zeit rund um "Von der Skyline zum Bordstein zurück" wahrgenommen hat.

"Ein Stück Hiphop-Geschichte": Eko Fresh über Zeit mit Bushido

Eko erzählt, wie er zu "Staatsfeind Nr. 1"-Zeiten angefangen habe, mit Bushido zusammenzuarbeiten. Der Titel wäre seine Idee gewesen, nachdem Bushido ein paar Tage im Gefängnis verbrachte. Zwar seien die Arbeiten an dem Album zu diesem Zeitpunkt bereits relativ weit vorangeschritten gewesen und Eko hätte nur noch bei den Singles geholfen. Trotzdem habe Bushido da schon gemerkt, dass Eko eine Vision für Projekte habe und ihn daher auch für das kommende Album rangeholt: "Von der Skyline zum Bordstein zurück".

Ebenfalls ein Name, der aus Ekos Feder stammen soll und bis heute ein Album, auf das er sehr stolz sei. Das liege vor allem auch daran, wie viel von ihm in das Projekt eingeflossen sei. Eko erinnert sich, dass er mit seinem Kollegen Yunus, den meisten wohl besser bekannt unter seinem Produzenten-Alias Kingsize, in der Suite eines Kölner Nobelhotels das Album quasi im Alleingang fertiggemacht habe. Bushido sei lediglich zwischendurch zum Einrappen gekommen. Das habe Eko die Möglichkeit gegeben, viele seiner persönlichen Vorlieben einfließen zu lassen, wie seine Liebe für Filme der 90er-Jahre.

Bei ca. 29:00 geht es um die Zeit mit Bushido:

Bevor Eko angefangen habe, Bushidos Texte zu schreiben, seien diese aus Sicht des Kölners noch "ein bisschen eckig" gewesen. Er wisse zwar nicht, ob Bushido die Sachen zuvor wirklich alleine getextet hat, dennoch räumt Eko mit dem Mythos auf, dass Bushido keine gerade Zeile zu Papier bringen könne:

"Der kann schon schreiben. Ich weiß nicht, ob der das alleine geschrieben hat. Aber, der kann schon schreiben."

Eko Fresh hat keinen Streit mit Bushido

Eko Fresh macht dabei auch klar, dass das Ganze kein Diss sein soll. Zum einen wäre das Album ohne Bushidos Image gar nicht möglich gewesen. Zum anderen ist seitdem so viel Zeit vergangen, dass man diese Storys mittlerweile gut öffentlich machen könne, so Eko. Es gehe ihm dabei vor allem darum, "ein Stück Hiphop-Geschichte in [s]einem Podcast" festzuhalten.

Im späteren Verlauf des Gesprächs hält Eko seinem ehemaligen Partner auch noch dessen "noble" Seiten zugute und erinnert sich, wie Bushido ihn vor Fans in Schutz genommen habe, die seine Art nicht so gefühlt hätten.

Der Podcast "Fresh Family" erscheint bislang einmal pro Woche am Dienstag und entsteht in Kooperation mit der ARD und WDR Cosmo. Die Folgen gibt es werbefrei über die ARD-Mediathek.

Kürzlich gab es erst dicke Props an Freezy von Shindy:

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