Dior & Nike präsentieren gemeinsamen Air Jordan

Haute Couture trifft erneut auf Sportartikel-Riesen: Nach der Adidas-Prada-Kollabo ist aktuell die Zusammenarbeit des französischen Luxuslabels Dior und Nikes Marke Air Jordan in aller Munde. Bei einer Fashion-Show in Miami präsentierte Dior-Chefdesigner Kim Jones das Projekt. Erste offizielle Bilder zeigen, was die Sneakerfans erwartet.

Air Jordan 1 High OG – Luxus in Dior-Grau

Der Sneaker hört auf den klangvollen Namen "Air Jordan 1 High OG Dior". Air Jordan beschenkt sich mit der Kollabo quasi selbst. Schließlich feiert die Brand ihr 35-jähriges Jubiläum. Der Designchef von Nike lässt sich in einer Pressemitteilung folgendermaßen zitieren:

"Unsere Zusammenarbeit mit Dior wird einen neuen Blick auf den Stil von Basketball anbieten und High-End-Streetwear mit Luxusfashion verbinden."

Das Ergebnis dieses Ansatzes kommt mit einer Mischung aus weißem und grauem Leder. Der kühle Ton ist das Markenzeichen von Dior. Der ikonische Swoosh sticht mit einem typischen Dior-Muster heraus ("Dior Oblique"-Jacquard). Der Sneaker liefert zudem weitere Referenzen auf dieses Muster, die weniger klar sichtbar sind. Hingegen gut erkennbar ist der Schriftzug "Air Dior" über dem prägnanten Flügel-Logo.


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Dior x Air Jordan: Travis Scott hat die Sneaker schon

Der limitierte Schuh wird im April 2020 in ausgewählten Dior-Filialen zu finden sein. Über den Preis ist noch nichts bekannt. Da die Jordans jedoch in Italien hergestellt werden und die gleichen Materialien zugrunde liegen, die Dior sonst für Accessoires und Taschen verwendet, dürfte es sich kaum um ein Schnäppchen handeln.

In der Pressemitteilung heißt es zudem, dass der Air Jordan 1 High OG Teil einer "kommenden Jordan Brand x Dior Kollektion" ist. Die nun offengelegte Silhouette scheint demnach nur den Anfang zu bilden.

Der "Highest In The Room" hat natürlich schon ein Modell, das vermutlich aufs Haus ging. An den Füßen von Travis Scott sieht der Sneaker so aus:



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"Satans-Schuh" von Lil Nas X: Nike ruft alle Exemplare zurück

"Satans-Schuh" von Lil Nas X: Nike ruft alle Exemplare zurück

Von Alina Amin am 10.04.2021 - 17:21

Vor knapp zwei Wochen releaste Lil Nas X gemeinsam mit der Streetwear-Marke MSCHF den "Satans-Schuh". Dabei löste der Sneaker mit Menschenblut nicht nur bei der breiten Internet-Community eine Debatte aus – auch Nike schien nicht begeistert zu sein von der Kollaboration. Erst distanzierten sie sich vom kontroversen Release, dann flatterte die Klage ins Hause Lil Nas X x MSCHF.

Grund: Der Schuh führe zu erheblichen Verwechselungen und Vermischungen im Markt, die an dem Image von Nike nagen würden. Deshalb gehe der Sportartikelhersteller wegen Markenrechtsverletzung gegen die Kollabo vor.

Nach Nike Klage: Die Satans-Schuhe müssen zurückgegeben werden

Der Rechtsstreit ergab sich letzten Endes als gar nicht mal so dramatisch wie manch einer erwarten würde. Das Kollektiv MSCHF, das Nike gegenüberstand, einigte sich nämlich mit dem Weltkonzern auf einen Deal: Die Käufer der 665 Schuhe sollen diese zurückgeben und würden den Kaufpreis erstattet bekommen. Der 666-ste Sneaker sei noch im Besitz von MSCHF und sollte eigentlich von Lil Nas X verlost werden. Diese Aktion wird selbstverständlich nicht mehr stattfinden.

Gleiches gilt übrigens auch für die Jesus-Schuhe, die 2019 rauskamen. Für beide habe man sich keine Erlaubnis seitens Nike eingeholt. Ziel sei es, die unchristlichen Sneaker aus dem Verkehr zu ziehen. Der Anwalt der Streetwear Marke MSCHF erklärte laut The Verge in einem Statement, dass das Kollektiv "zufrieden" sei mit diesem Ergebnis. Es habe nämlich den Zweck der ganzen Aktion schon erreicht: Ein künstlerischer Kommentar über "die Absurdität der von einigen Marken praktizierten Kollaborationskultur und die Bösartigkeit der Intoleranz".

Zur Rückgabe können die Käufer übrigens nicht gezwungen werden. Fraglich ist also, wie viele der Schuhe tatsächlich an das Kollektiv zurückgehen und inwieweit diese exklusiven Modelle in ihrem Wert steigen – und dann illegal weiterverkauft werden.

Nike vs. Lil Nas X: Das Ausnutzen eines Machtmonopols?

Kurz nach dem Release der Schuhe, die passend zu Lil Nas Xs' ebenfalls kontroversen Video zu "Montero (Call Me By Your Name)" erschienen, wollten Internetuser nicht nur den Rapper, sondern direkt auch Nike boykottieren. Dass der Konzern nichts mit dem Schuh zu tun hatte, war vielen dabei egal. Es handelt sich bei dem Sneaker nämlich um ein Custom-Modell des Nike Air Max 97. Das heißt, nur Lil Nas X und die Streetwear Mark MSCHF sind für das veränderte Design des Sneaker-Klassikers verantwortlich.

Wegen der lauten Kritik ging Nike ohne zu zögern rechtlich gegen MSCHF vor. Lil Nas X erklärte, dass er den Rechtsstreit als Angriff auf die Meinungsfreiheit verstehe.

Bis vor Kurzem mussten sich unabhängige Designer keine Erlaubnis fürs Customizing einholen. Durch das Verfahren zwischen Nike und MSCHF könnte sich das nun ändern. Kritiker befürchten, dass dieses zukünftig als Präzedenzfall gelten könne und großen Marken die Macht gebe, gegen kleinere Designer vorzugehen, die ihre Werke neu interpretieren.


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