Capo über Nimos Kritik an "Capimo" & sein neues Soloalbum

Für seine erste Folge von "HYPED Radio", der ersten deutschen Radioshow auf Apple Music, hat Aria unter anderem Capo ins Interview geholt um über "Das Weiße Album" seines Bruders Haftbefehl zu sprechen. Anschließend gab Capo noch einige interessante Antworten zu Fragen über seine eigene Musik.

Capo denkt anders über "Capimo" als Nimo

Capos letztes Projekt war ein Kollaboalbum mit Nimo, das zwar mehrere erfolgreiche Singles hervorbrachte und über 170 Millionen Streams sammeln konnte, allerdings einen faden Nachgeschmack hinterließ. Schon während der Promophase zeichnete sich Unzufriedenheit bei Capo ab. Ende letzten Jahres bezeichnete Nimo bei Aria im Interview die Platte sogar als "Schrott", betonte allerdings, dass er dabei ausschließlich über seinen eigenen Teil urteile. Er sei nicht stolz auf "Capimo".

Der neue Nimo: Wie der 385i-Rapper mit seiner Vergangenheit aufräumt

Jugendgefängnis, die ersten Schritte im Rapbusiness mit seinem Debüt "Habeebeee", Drogenkonsum, falsche Freunde, falsche (musikalische) Entscheidungen. Nimo scheint diese Erlebnisse mittlerweile allesamt verarbeitet zu haben.

Heute reagiert Capo auf diese Aussagen:

"Du hast ja mit Nimo im Interview darüber geredet, aber ich feiere das Album. Wobei auch Nimo, wie er schon sagte, bei gewissen Songs selber nicht so im Reinen war, aber ich dann auch wiederum, es war ein Kollabo, weißt du? Jeder bringt seinen Sound mit da rein. Und wie man hört, die Sounds, die ihm vielleicht nicht so gefallen haben, daran orientiert sich mittlerweile schon wieder jeder."

Wo Capo definitiv Recht hat: Es liegt in der Natur der Sache, dass sich zwei Künstler bei einem Kollaboalbum auf eine Entscheidung einigen müssen. Nicht immer sind beide zufrieden. Positiv hervorzuheben ist, dass beide Künstler ihrem Unmut im Nachhinein respektvoll und reflektiert Luft machen. Nimo bedankte sich damals bei seinen Kritikern. Durch die Reaktionen habe er angefangen, an sich zu arbeiten:

"Das ist kein Disrespekt an Capo. [...] 'Capimo' war eine sehr lehrreiche und gute Erfahrung für mich."

Nimo & Capo - LEYLA (prod. von PzY) [Official 4K Video]

„CAPIMO" streamen: https://umg.lnk.to/capimo #Capimo folgen: http://instagram.com/capimo Nimo streamen: https://385i.lnk.to/nimo Nimo folgen: https://...

Auch Capo reagiert cool auf die Aussagen, ist im Gegensatz zu Nimo allerdings weiterhin zufrieden mit der Platte:

"Wenn es seine Meinung ist, respektiere ich das. Alles cool. Aber meiner Meinung nach stimmt das Album nach wie vor, es hat geile Höhen, es hat Tiefen. [...] Es ist für mich jetzt ein Kapitel, das ist abgeschlossen. Für mich geht es weiter."

Capo: Neues Album in Arbeit

Weiter soll es schon diesen Sommer gehen. Sein letztes Soloalbum "Alles Auf Rot" wird im Juli ganze drei Jahre alt. Aktuell befinde sich Capo mit "sieben, acht Produzenten" im Studio, habe fünf Monate an seinem neuen Sound gearbeitet und werde diesen Sommer "definitiv kontinuierlich raushauen".

Bis sein eigenes Album das Licht der Welt erblickt, wolle er erstmal eine Reihe an Features machen: "Darauf hätte ich jetzt mal Bock!" Das erste dieser Features ereignete sich gemeinsam mit Rick Ross auf Farid Bangs "Scarface" und erblickte vor wenigen Wochen das Licht der Welt.

Das gesamte Interview mit Capo findest du auf Apple Music oder hier auf Arias Instagram TV:

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Kontra K über seine russischen Wurzeln und seine Familie

Kontra K über seine russischen Wurzeln und seine Familie

Von Alina Amin am 21.05.2021 - 16:30

Kontra K (jetzt auf Apple Music streamen) war bei Arias HYPED Radio zu Gast und hat über seine russischen Wurzeln, sein kommendes Album und über Familie gesprochen. Etwas, was anders sein wird auf seinem nächsten Album "A.d.L.i.d.S.z.": Der Großteil des kreativen Inputs kommt von ihm alleine. Direkt zu Beginn des Gesprächs erklärt er Aria, dass er mehr Verantwortung für seine Werke übernehmen will.

Kontra K über den Namen seines neuen Albums & seine russische Herkunft

Kontra K erklärt, dass sein Fokus nun auf sich selbst, seiner Familie und seinen Freunden läge. Deshalb wolle er auch aus dem "Licht in den Schatten zurück". Auch sprechen sie beide über seine Struggles, die er unter anderem in der Musik verarbeitet. Er erklärt, dass er Verantwortung für seine Kinder und die Menschen übernehmen müsste, die ihm lieb seien. Außerdem habe er längst nicht jede negative Erfahrung aus seiner Vergangenheit verarbeitet.

Im Verlauf des Gesprächs spricht Aria Kontra K auf seine Beziehung zu Glauben und Spiritualität an. Der Rapper erklärt, dass er sich von den zahlreichen Religionen und Glaubensrichtungen in seinem Umfelds inspirieren lasse und auf diese Art und Weise auch spirituell sei. Seine krassesten Erlebnisse habe er auf den internationalen Drehs seiner Videos gehabt:

Auf Erfahrungen, die auch mal an die Grenzen des körperlich möglichen gehen, habe er einfach Bock. Er bezeichnet sich selbst als Adrenalin-Junkie.

Sodann sprechen sie über seine russischen Wurzeln. Kontra K stellt das Schubladendenken infrage, das einige Leute haben, wenn es um Nationalitäten und Herkünfte geht. Sein Vater sei aus der Ukraine – das mache ihn aber nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen. Er bezeichnet sich selbst als unpolitischen Menschen. Trotzdem äußert er sich zu der aktuellen politischen Spaltung in der Gesellschaft. Er wünsche sich, dass die Menschen nicht mehr in Extremen denken würden. Er halte sich da raus.

Kontra K spricht über seine Familie und seine Kinder

Außerdem gibt der Rapper besondere Einblicke in sein Privatleben. So erzählt er, dass er bald schon Vater eines dritten Kindes werde und sein ältestes Kind schon 7 Jahre alt sei. Er freue sich, nach der Pandemie schon bald wieder richtig Vater sein zu können. Sodann widmet er sich dem Themen Emotionalität und Schwäche in der Musik. Kontra K erläutert, dass jeder stark sein könne. Wahr Stärke sei es aber, Schwäche zu zeigen. Er wolle lieber ehrlich sein, als so zu tun, als habe er keine schwierigen Momente.

"Stark ist der, der zu seinen Schwächen steht." 

Schaut euch hier das komplette Interview an:


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