Busta Rhymes nimmt mit emotionalen Worten Abschied von MF DOOM

Auch Busta Rhymes kann nach dem kürzlich vermeldeten Tod von MF DOOM nur schwer zur Normalität übergehen. Der legendäre Rapper und Producer verstarb bereits am 31. Oktober 2020. Seine Frau teilte die traurige Nachricht kurz vor dem Jahreswechsel mit der Öffentlichkeit.

Busta Rhymes kannte den mystischen Künstler seit mehr als 30 Jahren. Der New Yorker Rapper versucht nun auf Instagram die richtigen Worte zu finden, um sich von seinem Freund und Kollegen angemessen zu verabschieden.

Busta Rhymes: Was MF DOOM allen anderen voraushatte

In seinem rührenden Beitrag unterstreicht Busta Rhymes mit reichlich Emojis und Ausrufezeichen, wie sehr er unter dem Verlust von MF DOOM leidet. Er hätte dem maskierten Ausnahmerapper offenbar auch zugetraut, dass die Todesmeldung Teil einer weiteren Inszenierung ist. Leider ist die schmerzhafte Wahrheit eine andere.

Busta Rhymes geht in seinem Posting bis ins Jahr 1991 zurück. Damals rappten er und MF DOOM zusammen auf dem "Nitty Fritty RMX". 2016 begegneten sich beide MCs auf einem Instrumental von J Dilla. Der Track "In The Streets", der darüber hinaus noch BJ The Chicago Kid als Feature auffährt, ist auf dem Tape "The Return Of The Dragon" zu finden. Auszüge aus den Tracks teilt Busta Rhymes ebenfalls auf seiner Insta-Page. Dazu hebt er hervor, dass MF DOOM etwas Einzigartiges gelungen sei – und zwar Freiheit zu erlangen. Damit spielt Busta Rhymes womöglich auf all die Alter Egos an, unter denen sich Doom künstlerisch entfaltete.

"Ruhe in Frieden auf eine Art und Weise, die Worte nicht beschreiben können, MF DOOM. Es hat mich Tage gekostet, soweit klarzukommen, um darüber zu schreiben, und ich kann es immer noch nicht glauben oder mich daran gewöhnen. Durch den Verlust dieses gottgleichen MCs und dieses unglaublichen menschlichen Wesens bin ich komplett durch den Wind!! Über 30 Jahre Freundschaft und Bruderschaft, Allmächtiger!! Ich wollte glauben, dass dies ein weiterer kunstvoll ausgearbeiteter Plan des großen Zauberers MF DOOM selbst war, aber dieses Mal habe ich die Bestätigung erhalten, dass dies nicht der Fall war.

Bevor unsere Aufnahmen herauskamen, versuchten wir gemeinsam herauszufinden, wie man sich durch dieses Game navigiert und nahmen 1991 den 'Nitty Fritty Rmx" auf, um 2016 schließlich 'In The Streets' auf einem offiziellen J Dilla Beat zu recorden und bis heute Brüder zu bleiben, trotz deines Übergangs am 31. Oktober 2020 können Worte nicht beschreiben, wie sehr ich dich liebe und dich wertschätze, King!! Ich bin von diesen Neuigkeiten schwer getroffen!!! Dieser Mann hat etwas für unsere Kultur bedeutet, was kein anderer MC hat, weil er etwas hinbekommen hat, was keiner von uns vor ihm geschafft hat – und das war komplett frei zu sein!!!

Wir alle müssen so viel von diesem großen Geist lernen!! Noch einmal: Ruhe in Frieden, King!!! Ich werde alle Geschichten erzählen, wenn es an der Zeit ist, mein Statement für deine Doku zu machen, Allmächtiger! Ich liebe dich und grüße dich, Mr. Dumile aka Zev Love aka Metalface aka der ultimative Superschurke aka MF DOOM!!!! Ich ringe immer noch nach Worten!!! Danke, dass du mich nie Busta Rhymes, sondern immer Tahiem genannt hast. Friede sei mit Gott!! Immer wieder und wieder und wieder Allmächtiger, ruhe in Frieden. Danke noch einmal Dante Ross, dass du uns alle zu einer Familie zusammengeführt hast."

Es ist das zweite Mal innerhalb kürzester Zeit, dass Busta Rhymes für alle sichtbar über den Tod nachdenkt. Er selbst hat im Rahmen der Veröffentlichung seines letzten Albums "Extinction Level Event 2: The Wrath Of God" erzählt, dass ihm sein Lifestyle beinahe das Leben gekostet hätte. Über die Todesumstände von MF DOOM ist weiterhin nichts nach außen gedrungen. Er wurde nur 49 Jahre alt.

Beattüftler Flying Lotus gab indes bekannt, dass er mit MF DOOM zuletzt an einer EP gearbeitet habe.

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Akon: "Reiche Menschen haben es schwerer als arme"

Akon: "Reiche Menschen haben es schwerer als arme"

Von Leon Schäfers am 09.09.2021 - 12:55

Eines haben 50 Cent und Akon gemeinsam: Beide Musiker haben sich zu dem plötzlichen Tod von "The Wire"-Schauspieler Michael K. Williams geäußert. Und beide haben sich dabei einen Shitstorm eingefahren. Während Fifty den Tod als Promo für seine eigene Serie genutzt hatte, hat sich Akon im Zuge dessen zu einem etwas fragwürdigen Statement verleiten lassen.

Akon im TMZ-Interview über Probleme reicher Menschen

In einem kurzen Interview, das gestern auf dem YouTube-Kanal des Boulevardmagazins TMZ erschienen ist, wird Akon (jetzt auf Apple Music streamen) zu Michael K. Williams befragt. Der zum Zeitpunkt seines Todes gerade einmal 54-Jährige ist aktuellen Erkenntnissen zufolge an einer Heroin-Überdosis gestorben.

Akon erklärt zunächst, dass der Schauspieler ein guter Freund von ihm gewesen sei. Williams hätte, wie auch viele andere Prominente, privat mit vielen Problemen und Beschwerden zu kämpfen gehabt. Was seinen Tod für den Sänger umso tragischer mache, ist die Tatsache, dass sich die beiden seit Beginn der Corona-Pandemie nicht gesehen hätten. Er kommt zu dem Schluss, dass man jederzeit nach seinen Freunde sehen sollte, da die meisten Leute ihre geheimen Beschwerden hätten. Dabei wären es laut Akon vor allem die Reichen und Berühmten, die die meisten solcher Probleme hätten:

"Wir setzen eine Fassade des Erfolgs auf, aber dahinter pasiert so vieles. Berühmte und reiche Menschen kämpfen mit mehr Problemen als arme Menschen. Kennst du den Spruch 'Mehr Geld, mehr Probleme'? Das ist wirklich so. Das ist wirklich so, also müssen wir uns gegenseitig kontrollieren, um sicherzugehen, dass alle gesund sind."

("We put on this facade of success but yet behind the face there's so much happening. The famous and the rich go through more issues than the poor. You know when they say 'more money, more problems'? That's a real thing. It's a real thing, so we gotta check up on each other and make sure everybody's sound.")

Das vollständige Interview kannst du dir hier anschauen:

Zum Ende des Interviews spricht Akon außerdem eine Empfehlung an Leute aus, die mit einer Drogensucht zu kämpfen haben. Demnach sollen sie am Besten einen anderen Weg finden, um ihre Probleme zu bewältigen. Er selbst würde sich den Herausforderungen, die ihm sein Leben stellt, jederzeit stellen, da sie einen sonst verfolgen würden.

Die Twitter-Reaktionen zu Akons Statement

Die Twitter-Gemeinde zeigt sich alles andere als begeistert von Akons Ansichten. Zwar wirkt auch sein Ratschlag für den Weg aus der Drogensucht ziemlich unbeholfen, es ist aber vor allem seine Aussage über die Probleme reicher Menschen, die auf Unverständnis stößt. Hier ein paar beispielhafte Tweets:

Das letzte öffentlichkeitswirksame Statement von Akon wurde deutlich positiver aufgenommen. Dort äußerte er sich zur Arbeitsweise von Eminem:

Rap als 9-to-5-Job: Akon über Eminems Studioroutine

Eminem ist offenkundig ein Fan klarer Abläufe: Wie es bei der Arbeit mit Slim Shady so zugeht, plauderte Akon (jetzt auf Apple Music streamen) einst in einem Interview aus. Seine Einblicke in zurückliegende Studiosessions mit Em erfreuen sich aktuell auf TikTok wieder größter Beliebtheit.


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