Die Hiphop-Szene betrauert den Tod von MF DOOM

MF DOOM galt als Pionier des Untergrunds. Als Antiheld des Raps schrieb er komplizierte Reime und orchestrierte eine mysteriöse Persönlichkeit, die die immer größer werdende Hiphop-Industrie aus der Seitenlinie aus betrachtete. Nun wurde bekannt, dass der Künstler, der den bürgerlichen Namen Daniel Dumile trug, am 31. Oktober 2020 von uns ging.

Mit gerade mal 49 Jahren verstarb der Rapper, Avantgardist und die Legende MF DOOM. Was bleibt, ist die Mystik um den Rapper hinter der Maske und das Werk, was er für seine Generation und die Generationen nach ihm schuf. 

Die US-Hiphop-Szene reagiert auf den Tod von MF DOOM

Daniel Dumiles Karriere begann mit den verschiedensten Künstlernamen und Gesichtsbedeckungen bis er zu MF DOOM wurde. Als selbstbezeichneter "Supervillain" (Superschurke) erwuchs er zum Antagonisten des typischen Gangsterrappers. So rappt er auf "Figaro", aus Madvillainy, seinem Kollaboalbum mit Madlib:

"The best MC with no chain ya ever heard"

('Der beste MC mit keiner Kette, den du jemals gehört hast')

Spricht man vom Lieblingsrapper seiner Lieblingsrapper, steht MF DOOM ganz oben in der Liste. Nachdem seine Frau Jasmine das Ableben des Rappers auf Instagram publik machte, äußerten sich zahlreiche US-Rapper aus dem Untergrund und Mainstream zu einem der größten Künstler unserer Zeit.

('RIP an einen weiteren Giganten, der Lieblings MC deiner Lieblings MCs.. MF DOOM! Zerreißende Nachrichten...')

('Gute Reise, Schurke')

('Lang lebe MF DOOM')


('Ruhe in Frieden, an einen wahren Pionier. Ich hasse es, das zu hören. RIP MF DOOM. Ich bin verletzt.')


OG Keemo & Funkvater Frank über MF DOOM

Auch in der deutschen Szene hat MF DOOM als einer der Hiphop-Väter große Spuren hinterlassen. 2018 sprachen OG Keemo und Funkvater Frank mit uns unter anderem darüber, wie sie sich von MF DOOM haben inspirieren lassen. Trotz unterschiedlicher Geschmäcker konnten sich die beiden immer auf eine Kombi einigen: Madvillain, das Rapper-Produzenten-Duo aus MF DOOM und Madlib, das für den Hiphop-Meilenstein "Madvillainy" verantwortlich war.

Auf Instagram erklärte Funkvater Frank, dass er Hiphop ohne MF DOOM sowie dessen Umfeld nie so geliebt und gelebt hätte.

Rest in peace, MF DOOM.

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Vater von Nicki Minaj stirbt nach Autounfall
Tod

Vater von Nicki Minaj stirbt nach Autounfall

Von Michael Rubach am 15.02.2021 - 10:48

Der Vater von Nicki Minaj ist an den Folgen eines Autounfalls gestorben. Schon am vergangenen Freitag wurde der 64-jährige Robert Maraj als Fußgänger von einem Wagen erfasst. Er erlag später seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.

Vater von Nicki Minaj kommt ums Leben

Robert Maraj soll in Mineola (New York) von einem Auto angefahren worden sein. Der Fahrer oder die Fahrerin des Wagens habe nicht angehalten, sondern sich vom Unfallort entfernt. Der Vater von Nicki Minaj sei daraufhin in ein Krankenhaus gekommen. Dort wurde am Samstag sein Tod festgestellt. Die Polizei sucht aktuell nach Personen, die den Vorfall beobachtet haben.

Gegenüber TMZ hat das Team von Nicki Minaj den Tod bestätigt. Weitere Angaben erfolgten nicht. Die US-Rapperin hat sich noch nicht persönlich zu dem Todesfall geäußert.

Nicki Minaj & ihr Vater hatten ein schwieriges Verhältnis

Wie genau es gegenwärtig um die Beziehung zwischen Nicki Minaj und ihrem Vater stand, ist unklar. Das Verhältnis galt als kompliziert. 2018 schilderte die US-Künstlerin erneut Vorfälle von häuslicher Gewalt. Sie habe im Kindesalter miterlebt, wie ihre Mutter unter den Wutausbrüchen von Robert Maraj gelitten habe.

In einem Interview 2012 bei ABC's Nightline beschrieb die US-Rapperin ihren Vater als "Drogenabhängigen und Alkoholiker". Auch habe sie als Kind den Wunsch verspürt, ihre Mutter mit allen Mitteln vor ihm zu beschützen: "Ich wollte meinen Vater töten. Ich wünschte immer, er wäre tot". Gleichzeitig erklärte die US-Künstlerin jedoch, dass sie ihrem Vater verzeihen konnte. Gemeinsame Fotos aus den vergangenen Jahren deuten ebenfalls daraufhin.


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