"Habe direkt geweint": Wie Busta Rhymes dem Tod entkommen ist

Busta Rhymes konnte sich nach langer Pause mit seinem neuen Album in den Top 10 der amerikanischen Albumcharts platzieren. Dass er diesen Erfolg nach circa 30 Karrierejahren miterleben kann, liegt wohl auch an seinem Sohn und einem eher zufälligen Befund beim Arzt. Die New Yorker Legende erzählt in einem neuen Interview mit CNN-Moderator Van Jones, wie sein Lebensstil ihn beinahe umgebracht hätte.

Busta Rhymes' Sohn erkennt den Ernst der Lage

Zum Release seines neuen Albums hat Busta Rhymes extrem abgespeckt. Die absolvierte Busta-Transformation ist auf Instagram bestens dokumentiert. Als die Aufnahmen zu "Extinction Level Event 2: The Wrath Of God" im Januar 2019 abgeschlossen waren, sah er noch vollkommen anders aus. Busta Rhymes wog nach eigenen Angaben damals um die 155 Kilogramm. Er habe gerne getrunken, gerne geraucht und sei gerne feiern gewesen.

Sein ältester Sohn habe das alles beobachtet und sich immer größere Sorgen um den Gesundheitszustand seines Vaters gemacht. Jedoch wandte er sich damit zunächst nicht direkt an seinen Dad, sondern an einen Security-Mitarbeiter. Dieser habe schließlich Busta Rhymes über die Ängste des Sohnes informiert. Das haben den Rapper "umgehauen". Ein weiterer einschneidender Moment führte zum Wendepunkt im Leben des New Yorkers.

Busta Rhymes muss sich Notoperation unterziehen

Dass die Sorgen um Busta Rhymes berechtigt waren, brachte kurze Zeit später ein Arztbesuch zu Tage. Der 48-Jährige verlor nach einer Partynacht seine Stimme und suchte einen Arzt auf. Bei einer Untersuchung kam demnach heraus, dass die Atemwege von Busta Rhymes voller Geschwülste waren.

Der Doktor habe ihm daraufhin mitgeteilt, dass er so die Praxis eigentlich nicht verlassen könne. 90 Prozent der Atemwege seien durch die Wucherungen blockiert gewesen. "Wenn du unter einer Klimaanlage schläfst, du dir eine Erkältung einfängst und die letzten 10 Prozent blockiert werden, wirst du heute Nacht sterben", habe der Arzt gesagt. Busta Rhymes Reaktion fiel entsprechend emotional aus:

"Ich habe direkt angefangen zu weinen. Ich konnte nicht glauben, dass mein Zustand so schlecht war. Ich konnte nicht glauben, dass ich dem Tod so nahe war."

Nach dieser Erkenntnis begab sich Busta Rhymes ins Krankenhaus, wo er laut seinen Ausführungen notoperiert werden musste. Er habe sich schon vorgestellt, wie Menschen "R.I.P. Busta Rhymes" auf Instagram posten. Jetzt sei er aber durch seinen Sohn und diese "Nahtoderfahrung" wieder auf Kurs. Er habe mit niemandem außer seiner Familie bisher über diese schwere Zeit gesprochen.

Hier kannst du das komplette Interview von Van Jones mit Busta Rhymes sehen. Nach ungefähr 50 Minuten geht es verstärkt um die gesundheitlichen Probleme.

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"Das ist auch eine Anti-Haltung": Marteria verteidigt New-Wave-Hiphop

"Das ist auch eine Anti-Haltung": Marteria verteidigt New-Wave-Hiphop

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 15:46

Marteria hat am Freitag sein neues Soloalbum "5. Dimension" veröffentlicht. Im exklusiven HYPED Videointerview auf Apple Music mit Aria spricht der Rostocker über den Entstehungsprozess seines neuen Werkes, das Leben im Corona-Lockdown und erklärt, warum niemand Hiphop als Jugendkultur etwas vorschreiben kann.

Marteria verteidigt New-Wave-Hiphop

Während des Interviews spricht Marteria (jetzt auf Apple Music streamen) darüber, dass er es für extrem wichtig hält, sich immer weiterzuentwickeln. Er könne aus diesem Grund auch die Leute nicht verstehen, die New-Wave-Hiphop verurteilen würden. Niemand hätte das Recht, einer Jugendkultur vorzuschreiben, was sie zu klingen habe.

Wohl mit Blick auf Lil Pumps kontroversen Breakout-Hit "Gucci Gang" führt Marteria aus, dass auch ein Song, bei dem der Künstler 70 Mal "Gucci" sagt, politisch sein kann und Kunst ist. Immerhin würden damit auch Emotionen transportiert und hervorgerufen.

"Das ist auch eine Anti-Haltung. Das ist wie eine Graffiti-Terrorline die Straße lang. Das ist natürlich absoluter Wahnsinn und alle sind angepisst, dass so eine schwarze Line die ganze Straße lang geht. Aber es ist trotzdem Kunst. [...] Es ist immer Betrachtungsweise, wie man etwas sieht. Manchmal lohnt es sich, ein bisschen noch mal drüber nachzudenken."

Er selber komme vor allem durch seinen mittlerweile 14 Jahre alten Sohn mit neuer Musik in Verbindung. Er freue sich immer, wenn dieser ihm Sachen zeigen würde, die er aktuell feiert, so wie OMG oder Yin Kalle. Diese Einflüsse hälfen ihm auch bei der Entstehung von Marteria- und Marismoto-Songs.

Das ganze Videointerview mit Marteria könnt ihr euch hier anschauen:

Marteria droppt neues Album "5. Dimension"

Nach gut drei Jahren ohne Veröffentlichung erschien am Freitag endlich Marterias neues Album "5. Dimension". Thematisch geht es dabei viel um das vermeintlich selbstzerstörerische Feierngehen und Partynächte, deren Ausgang noch unklar ist.

Auch darauf versucht Marten einen neuen Blickwinkel zu eröffnen: Ob es nicht eigentlich viel selbstzerstörerischer sei, jeden Tag um Punkt 18:00 Uhr am Küchentisch mit der Käsestulle zu sitzen und das Leben zu verpassen.

Das neue Album entstand unter anderem auch während der Zeit im Corona-Lockdown, die Marteria zu Teilen gezwungenermaßen auf Barbeidos verbrachte.

Hört hier in das Album rein:


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