Bausa über sein letztes Album: "Mehr Rap, mehr Beats"

Bausa hat vor wenigen Monaten mit Andeutungen um sein mögliches Karrierenende überrascht. Im Interview mit Aria bei Apple Music hat Baui ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht. Seine Ankündigung sei auf Projekte unter den Namen Bausa bezogen. Er geht also ähnlich an die Sache heran wie RAF Camora, der sich mit seinem Karriereende dem Anschein nach von seiner Künstlerpersönlichkeit entkoppelt hat.

Bausa will die "Wertigkeit von Musik" verdeutlichen

Mit seiner angeblich letzten Platte möchte Bausa den Fokus seiner Fans neu ausrichten. In einer Welt, die jeden Freitag von neuen Tracks regelrecht überschwemmt wird, wolle der Bietigheim-Bissinger seiner Hörerschaft für den Wert von Kunst sensibilisieren.

Welche musikalische Ausrichtung ihm dabei hauptsächlich vorschwebt, mag viele überraschen. Gesang und Experimente stellen sich offenbar erst einmal hinten an. Bausa beabsichtigt demnach, ein straightes Rapalbum zu veröffentlichen. Der Stil, der jahrelang in Deutschrap funktioniert habe, sei "totgetrampelt".

"Ich habe wieder mehr Bock zu rappen, also klassisch zu rappen. Bei 'Fieber' habe ich sehr viel herumprobiert, sehr viel experimentiert und jetzt bei der neuen Platte habe ich irgendwie den Impuls gehabt, wieder mehr zurück zu den Wurzeln zu gehen. Wieder mehr Rap, mehr Beats, die nicht in irgendeinen 80s-Vibe verfallen, [...] sondern knallen."

Was ein Release Date seiner neuen Platte angeht, lässt sich Bausa nichts Konkretes entlocken. Eine erste Single könnte jedoch sehr zeitnah erscheinen.

"Ich glaube, nächsten Monat könnte man sich schon mal einstellen, dass da irgendetwas gedroppt wird."

Das ganze Interview kannst du hier sehen:

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Horrorcamp: Bausa entschuldigt sich öffentlich für sein Verhalten

Horrorcamp: Bausa entschuldigt sich öffentlich für sein Verhalten

Von Michael Rubach am 07.11.2020 - 13:10

Bausas Auftritt im Horrorcamp ist selbst eine Woche nach dem Stream noch Gesprächsthema. Der Rapstar hatte bei dem Twitch-Event von Knossi, Sido und Co. offensichtlich reichlich vorgeglüht. In diesem Modus ließ Bausa unter anderem eine homofeindliche Anmerkung gegenüber dem YouTuber unsympathischTV (Sascha) fallen und zeigte sich auch darüber hinaus nicht gerade von seiner einfühlsamen Seite.

Bausa: "Ich schätze und respektiere jeden Menschen"

Offenbar war Bausa nach seinem Auftritt relativ schnell bewusst, dass er sich daneben benommen hatte. Wie unsympathischTV bereits vor ein paar Tagen während eines Streams offenbarte, habe sich Bausa kurz nach dem Camp telefonisch bei ihm und Knossi entschuldigt. Auch soll Bausa zum Ausdruck gebracht haben, dass er sich für sein Verhalten schäme. Nun legt der Bietigheim-Bissinger in seiner Insta-Story mit einem öffentlichen Statement nach. Bausa will aus den Vorfällen offenbar Konsequenzen ziehen und gelobt Besserung.

"Hallo Leute. Es ist schon ein paar Tage her jetzt. Ich möchte aber trotzdem noch ein paar Sachen sagen, die mir auf den Herzen liegen bezüglich des Horrorcamps letzten Samstag. Ich hatte schon die Möglichkeit, mich bei Sascha zu entschuldigen telefonisch – auch bei Knossi. Ich möchte mich jetzt aber auch nochmal bei allen anderen Teilnehmern und vor allem bei allen Zuschauern entschuldigen. Genauso wie bei allen Leuten, die ich mit meinen Aussagen verletzt habe. Außerdem möchte ich dieses Statement nutzen, um über Anschuldigungen mir gegenüber zu sprechen, die mir schon sehr lange zu schaffen machen. Ich bin absolut kein homophober Mensch. Ich schätze und respektiere jeden Menschen gleichermaßen. Mir ist aber natürlich bewusst, dass es in meinem Sprachgebrauch Wörter gibt, die gestrichen werden müssen. Das ist das Mindeste, was ich tun kann. Was ich tun muss."

Auf Knossi könnte wegen Bausa Twitch-Bann zukommen

Das Horrorcamp sorgte letzte Woche für einen deutschen Twitch-Rekord. Bausa wollte oder konnte sich nicht so recht auf das Gruselevent einlassen. Vor allem drei Sequenzen sind den Zuschauer*innen negativ aufgefallen.

Als es darum ging, ein gemeinsames Foto in einem Bett zu machen, wurden sich die Teilnehmer nicht einig. Auf einen Vorschlag von unsympathischTV reagierte Bausa schließlich mit einer homofeindlichen Äußerung: "Boah Sascha, du bist so eine Schw*chtel, alter."

Auch als der Creator CreepyPastaPunch hinzugeschaltet wurde, um eine Gruselgeschichte zu erzählen, hatte Bausa etwas einzuwenden. Er befand: "Ey, für einen Hauptschüler ist das nicht schlecht." Und noch eine Aktion wird Bausa vorgeworfen. Eine Ansprache des YouTubers Sturmwaffel unterbrach er mit dem Zwischenruf "gay".

Bausas Umgang mit seinen Mitmenschen stieß bei der Twitch-Community auf herbe Kritik. Die Richtlinien der Streaming-Plattform sind dabei relativ klar: Jegliche Diskriminierung von Randgruppen oder Minderheiten wird nicht toleriert. Daher könnten die Äußerungen von Bausa für Veranstalter Knossi noch Folgen haben. In ähnlichen Fällen sprach Twitch in der Vergangenheit bereits einen Bann aus.


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