6ix9ine Comeback mit Instagram-Weltrekord & YouTube-Hit

6ix9ine – kaum ein anderer Rapper polarisiert im Moment so stark wie der 24-jährige New Yorker. Sei es in der Szene, unter Fans, im kriminellen Milieu oder, seit gestern, mit der Single "Gooba".

Der Rapper hat am Freitagabend nämlich sein Comeback gefeiert und steht mit hoher Wahrscheinlichkeit kurz davor, den YouTube-Rekord für das meistgeklickteste Rap-Video in 24 Stunden zu knacken und damit Eminem abzulösen.

6ix9ine feiert Comeback im Hausarrest

Dabei sollte 6ix9ine ursprünglich noch im Gefängnis sitzen – seine Haftstrafe ist (nach Kürzungen) bis August dieses Jahres angesetzt worden.

Anfang letzten Monats hatte dieser aber quasi Glück im Unglück: Der Künstler hat angeblich Asthma und ist damit Covid-19-Risikopatient. Ein ausreichender Grund dafür, dass er seine Haftstrafe im Hausarrest vollziehen darf.

Seinen Hausarrest nutzt er vollstens aus: Egal ob mit Snitch-Witzen, Shopping oder, wie man seit Kurzem vermuten konnte, mit Musikvideos. Sein Anwaltsteam hat vor einigen Wochen beim Richter um Dreherlaubnis für Musikvideos gebeten – mit vollem Erfolg.

Das Video zu seiner neuesten Single "Gooba" ist mithilfe seiner Freundin und ein paar Backup-Tänzerinnen bei ihm Zuhause entstanden und erfüllt alle Erwartungen: provokant, bunt und typisch 6ix9ine.

6ix9ine - Gooba [Video]

Rekordverdächtig: 6ix9ines Klicks machen Eminem Konkurrenz

Aktuell hat das Video zu "Gooba" über 32 Millionen Aufrufe, nachdem es um 21 Uhr gestern Abend hochgeladen wurde. Damit landet es nicht nur in den Top 20 der meistgeklicktesten YouTube Uploads innerhalb von 24 Stunden, sondern macht auch dem "Rap God" Konkurrenz.

Bis jetzt hat sich nämlich Eminems "Killshot" mit 38,1 Millionen auf Platz 1 in der Rapkategorie gehalten. Das dürfte 6ix9ine mit aller Wahrscheinlichkeit bis heute Abend 21 Uhr geknackt haben: Die Klickzahlen steigen minütlich in großen Tausenderschritten. 

Mit Snitch-Realtalk: Instagram-Rekord gebrochen

Einen Rekord kann 6ix9ine schon jetzt für sich beanspruchen: Zu seinem gestrigen IG-Live haben bis zu zwei Millionen Zuschauer eingeschaltet und dem Rapper den bis dato meistgeklicktesten Instagram-Livestream beschert. Thema des Streams? Die Snitch-Vorwürfe, sein Hausarrest und Entschuldigungen.

Nachdem Rapper-Kollege Meek Mill sich kurz zuvor an Twitter gewandt hatte, um zu erklären, dass sich eine Snitch sich den Tod von Nipsey Hussle zuzuschreiben hätte und 6ix9ine sich daher besser bei den Opfern seiner Snitch-Aktion entschuldigen solle, konnte sich 6ix9ine eine provokante Antwort nicht verkneifen:

"Wisst ihr, warum die Leute so sauer sind? Weil sie dachten, es sei vorbei für mich. Sie hatten mich schon abgeschrieben. Oh, du hast [gesnitcht], es ist vorbei für dich. Ihr könntet das niemals. Ihr könntet niemals mit der Regierung kooperieren und zurückkommen. Ihr könntet das niemals. Ich bin mit meinen 24 Jahren eine lebende Legende."

("You know why people so mad?". Cause they thought it was over for me. They counted me out. Oh, yo, you ratted...it's over for you. Y'all could never. Y'all could never cooperate with the government and come back. Y'all could never do that. I'm a living legend at the age of 24 years old.")

Tatsächlich hat sich das Geburtstagskind (6ix9ine ist gestern 24 geworden) aber bei seinen Fans, seiner Familie und seinen Freunden entschuldigt. Er hat außerdem zugegeben, eine Snitch zu sein – aber auch erklärt, dass für ihn in der Situation keine andere Möglichkeit bestanden hätte. Er würde niemandem loyal sein, die Leute seien ihm gegenüber immerhin ebenfalls nicht loyal.

Nach diesem denkwürdigen Comeback kann man festhalten: 6ix9ine bleibt der gleiche. Provokant, laut, bunt und erfolgreich wie vor seiner Haftstrafe meldet er sich in der Musikwelt und den Schlagzeilen zurück. Er spielt mit den Medien und der US-Rapkonkurrenz, als wäre er nie weg gewesen. Und das ist sicher gerade erst der Anfang des nächsten Kapitels.

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Einbrecher soll Eminems Ermordung geplant haben

Einbrecher soll Eminems Ermordung geplant haben

Von Alina Amin am 10.09.2020 - 14:30

Eminem wurde am 5. April dieses Jahres von einem Fremden geweckt. Der Mann, den Slim Shady zunächst als seinen Neffen einordnete, heißt Matthew David Hughes und steht nun vor Gericht – eigentlich wegen Einbruch und Sachbeschädigung an Eminems Wohneigentum. Wie Detroit Free Press berichtet, hat sich im Verlauf des Prozesses nun ergeben, dass Hughes einen konkreten Plan hatte. Wie ein Polizeibeamter erklärt, war er mit einer Mission eingebrochen: Den Rapper zu töten. 

Der Einbrecher Matthew David Hughes wollte Eminem töten

Eminem selbst war gestern zum jüngsten Prozesstag nicht anwesend und sein Anwalt wurde per Video zugeschaltet. Der Polizist Adam Hackstock berichtet als Zeuge von dem Vorfall. Er hatte im Anschluss an die Festnahme von Hughes über eine Stunde mit Eminem über das Geschehen gesprochen. In diesem Gespräch berichtete ihm der Rapper unter Anderem, wie Hughes ihm erzählte, dass er gekommen sei, um ihn zu töten: 

"Als Mr. Mathers ihn fragte, wieso er gekommen sei, entgegnete ihm Mr. Hughes, dass er da sei, um ihn zu töten."

('When Mr. Mathers asked him why he was there, he was told by Mr. Hughes that he was there to kill him')

Eminem lenkte seinen Einbrecher ab, bis die Polizei kam

Bei dem Versuch, den Einbrecher abzulenken, bis die Polizei eintreffen konnte, habe der Rapper daraufhin dem ungebetenen Gast eine Tour durch sein Anwesen gegeben. Eminem zeigte ihm das TV-Zimmer, einen Spielraum und führte ihn über seinen Basketballplatz zu einem der Ausgänge des Hauses. Dort übermannte ihn einer der Security-Männer.

Hughes war unbewaffnet und soll sich der Sicherheitskamera-Aufnahmen zufolge einige Zeit lang auf dem Gelände des Anwesens befunden haben. Er schlug mit einem Ziegelstein eins der Fenster ein und kletterte durch dieses in das Haus. Als die Polizei eintraf, versuchte er - beim Kampf mit dem Security-Mann - zu erklären, dass er ein Freund aus der Nachbarschaft sei.

Seit dem Vorfall ist Hughes in Gewahrsam. Der nächste Prozesstag ist für den 28. September angesetzt. Der zuständige Staatsanwalt hat dem Gericht erklärt, dass Hughes obdachlos sei. Sein Pflichtverteidiger ist der Meinung, es handele sich um eine Form der psychischen Störung und forderte zunächst ein Gutachten diesbezüglich. Der Angeklagte Hughes lehnte eine etwaige Untersuchung ab.


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