Rechtsstreit um "In Da Club"-Remix: Rick Ross kostet Sieg über 50 Cent aus

Rick Ross hat gut lachen: Er ging kürzlich als Sieger aus einem Prozess gegen 50 Cent hervor. Dieser hatte ihn schon vor Jahren vor Gericht gezerrt, um gegen einen Remix seines Hits "In Da Club" vorzugehen, welchen Rozay 2015 auf seinem Projekt "Renzel Remixes" platzierte. Hier musste Fifty nun eine Niederlage einstecken, die Rick Ross so richtig zu genießen scheint.

Rick Ross gewinnt (erneut) gegen 50 Cent vor Gericht

Misserfolge decken sich wohl kaum mit 50 Cents Selbstwahrnehmung. Auf Instagram streut Rick Ross daher kräftig Salz in die Wunde. In einem kurzen Clip hält er einen Artikel zu seinem juristischen Sieg in die Kamera und erklärt, dass er bereits das dritte Mal triumphiert hätte. Anschließend zeigt uns Rozay sein Siegerlächeln und eine schwarze Flasche Luc Belaire. Auch kann er sich hier und da einen Lacher nicht verkneifen. Dazu schreibt er passenderweise:

"Wer zuletzt lacht, lacht am Besten"

Schließlich taggt Rick Ross seinen ewigen Gegenspieler noch und fragt in die Runde, welche Flasche er gleich köpfen soll. Troll-Meister Fifty, der selbst im Spirituosen-Geschäft (#bransoncognac) tätig ist, dürfte sich kaum an dieser Abstimmung beteiligt haben.

50 Cent hatte Rick Ross unter anderem wegen Urheberrechtverletzung und der Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte verklagt. 2 Millionen Dollar schwebten 50 Cent laut Billboard Magazin als Schadensersatzsumme vor. Allerdings hält 50 Cent offenbar keinerlei Rechte an "In Da Club". Er selbst ist also nicht in der Position, erfolgreich gegen Rick Ross klagen zu können. Zu diesem Ergebnis kam bereits 2018 ein Gericht.

Dabei sei es unerheblich, dass Rick Ross sich keine Genehmigung für einen Remix des Tracks eingeholt habe. Ebenso falle nicht ins Gewicht, dass 50 Cents Name nirgends auftaucht. Lediglich Shady Records beziehungsweise Aftermath Entertainment könnten demnach eine Schadensersatzklage mit Aussicht auf Erfolg anstreben – nicht jedoch 50 Cent.

Rick Ross und 50 Cent verbindet seit Ewigkeiten ein Beef, der immer mal wieder hochkocht. Der Leak eines Sextapes mit der Ex von Rick Ross vor mehr als zehn Jahren ist hier nur die Spitze des Eisbergs. Vor Kurzem nutzte 50 Cent die Bühne bei Lil Waynes Young Money Radio, um Rick Ross einen mitzugeben.

50 Cent mit Rundumschlag: Diss gegen Meek Mill, Rick Ross & Roc Nation CEO

50 Cent wird einfach nicht müde, seine Rolle als Provokateur zu spielen. In einer weiteren Episode des Young Money Radio mit Lil Wayne ist es Fifty nun gelungen, mit ein paar knappen Ausführungen gleichzeitig gegen Meek Mill, Rick Ross und die First Lady von Roc Nation auszuteilen.

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6ix9ine gegen alle: Cardi B wird zum neuesten Ziel

6ix9ine gegen alle: Cardi B wird zum neuesten Ziel

Von Renée Diehl am 25.02.2021 - 15:10

Durch Disses und andere Aktionen zu regelmäßiger Viralität zu gelangen, ist für 6ix9ine bekanntlich kein Problem. Während sein Fokus dabei in den letzten Monaten noch auf Lil Durk lag und er dann mit Meek Mill Beef anzettelte – beides übrigens noch im Gange – hat er nun offenbar keine Geringere als Cardi B zum Ziel seiner Sticheleien erklärt.

6ix9ine disst Cardi per Instagram Poll

6ix9ine wendet sich auf Instagram per Poll mit den Antwortmöglichkeiten „Ja/Nein“ an seine Fans und fragt provokativ:

„Wenn ich mit Frauen ins Hotel gehen und sie dann unter Drogen setzen und ausrauben würde, würde ich dann gecancelt werden?“ 

“If I took women to hotels, drugged them, and then robbed them, would I be canceled?”

6ix9ine Instagram Story
Foto:

https://www.instagram.com/stories/6ix9ine/2516430263168476732/
6ix9ine Instagram Story
6ix9ine Instagram Story

Obwohl er in seinem Post von gestern keine Namen nennt, wissen Rap-Fans natürlich sofort, auf wen er damit anspielt. Ob es hierfür einen aktuellen Auslöser gab, bleibt unklar – liegen die Aussagen der Rapperin doch bereits zwei Jahre zurück. Er bezieht sich nämlich auf einen Instagram Livestream von Cardi B aus dem März 2019, in dem sie öffentlich zugab, Kunden unter Drogen gesetzt und ausgeraubt zu haben. Diese hatten versucht, die damalige Stripperin für Sex zu bezahlen. Die Aussage der Rapperin war bereits damals kontrovers diskutiert worden – kein Wunder also, dass das Thema auch jetzt noch zieht und 6ix9ine wieder die entsprechende Publicity beschert

Reaktion von Cardi bleibt bisher aus

Cardi B selbst hat sich noch nicht zu 6ix9ines öffentlicher Stichelei gegen sie geäußert. Das muss sie vielleicht auch nicht, weil sie bereits damals in einem Twitter Statement erklärte: 

„Ich habe die Dinge, die ich in diesem Live [Video] gesagt habe niemals glorifiziert, ich spreche sie nicht mal in meiner Musik an, weil ich nicht stolz darauf bin und mich dazu verpflichtet fühle, sie nicht zu glorifizieren.“ 

"I never glorified the things I brought up in that live [video], I never even put those things in my music because I'm not proud of it and feel a responsibility not to glorify it.“

Dennoch bleibt es spannend zu sehen, ob Cardi das Ganze einfach auf sich sitzen lassen wird oder nicht – schließlich ist auch sie für ihre öffentlichen Reaktionen auf Anspielungen zu ihrer Person bekannt. 


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