50 Cent & mehr reagieren auf Lil Waynes Support für Donald Trump

Der US-Wahlkampf geht in die heiße Phase und Donald Trump kann offenbar auf die Unterstützung von Lil Wayne setzen. Der US-Rapper schreibt auf Twitter von einem "großartigen Treffen", das er mit dem amtierenden Präsidenten hatte. Ein Foto zeigt ihn zudem bestens gelaunt neben dem 74-Jährigen. In der Rap-Community und darüber hinaus trifft dieses Statement auf wenig Gegenliebe.

Lil Wayne supportet Trump & glaubt nicht an Rassismus

In der Vergangenheit ließ Lil Wayne im Rahmen eines Interviews schon einmal verlauten: "So etwas wie Rassismus gibt es nicht." Zu der Black Lives Matter-Bewegung fühlte Wayne schon vor Jahren augenscheinlich keinerlei Connection.

Vielleicht erklärt diese Haltung, dass Weezy sich nun offen als Supporter der Politik von Donald Trump zeigt. Dabei verweist Lil Wayne auf Reformen und den Platinum Plan. Dieser verspricht der Schwarzen Community beispielsweise Jobs sowie einen besseren Zugang zu Bildung. Donald Trump habe Lil Wayne versichert, dass er die richtigen Schritte einleiten werde.

Der Platinum Plan war zuletzt bereits Ausgangspunkt einer Kontroverse um Ice Cube. Die N.W.A-Legende hatte eingeräumt, sich dabei mit den Republikanern ausgetauscht zu haben. Gleichzeitig distanzierte er sich jedoch davon, Donald Trump zu supporten. Er wolle vielmehr das Beste für die Schwarze Community erreichen.

Auch 50 Cent erklärte sich kurzzeitig zum Unterstützer von Trump. Die Wahl von Joe Biden würde ihn durch drohende Steuererhöhungen zu "20 Cent" schrumpfen lassen, wie er hinterherschob. Nachdem eine Ex-Freundin auf ihn einwirkte, entschied er sich wenige Tage später dann doch zu einem "F*ck Donald Trump". 50 Cent ist nun einer der Ersten, der Lil Waynes offenen Trump-Support kommentiert.

50 Cent lässt sich von Comedian zu "F*ck Donald Trump" animieren

In Bezug auf die bevorstehende US-Wahl zeigt sich 50 Cent ziemlich unentschlossen. Seine politischen Ratschläge an die Fanbase unterliegen heftigen Schwankungen. Nachdem der New Yorker seinen über 26 Millionen Follower*innen auf Instagram kürzlich nahelegte, für Donald Trump zu stimmen, scheint er nun wieder zurückzurudern. Ein Angebot einer Komikerin hat Fifty dazu veranlasst, eine 360-Grad-Wende hinzulegen.

50 Cent, Questlove, Royce Da 5'9'' reagieren auf Lil Waynes Foto

50 Cent entfährt beim Anblick seines Kollegen neben dem Präsidenten ein "Oh No." Dazu ergänzt er, dass er persönlich nie so ein Foto gemacht hätte.

Eminem-Homie Royce Da 5'9'' reagiert mit ein wenig mehr Schärfe. Er könne nicht glauben, dass dieser Mann auf dem Bild das "ikonische Genie" sei, dass er so schätze. Zur Untermalung zitiert er noch eine legendäre Weezy-Line aus dem Track "6 Foot 7 Foot." Seine Ungläubigkeit über die Echtheit des Fotos unterstreicht Royce Da 5'9'' mit einem Fashion-Hinweis: "Wayne hätte nie ein Shirt im Weißen Haus getragen."

Questlove von The Roots fragt sich einfach, womit er diesen Anblick verdient habe.

Weitere Stimmen auf Twitter zeigen sich gar nicht so überrascht von Weezys Schulterschluss mit Donald Trump. Am 3. November findet die US-Wahl statt.

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Sturm auf US-Kapitol: Die Rap-Welt reagiert auf Ausschreitungen in Washington

Sturm auf US-Kapitol: Die Rap-Welt reagiert auf Ausschreitungen in Washington

Von Michael Rubach am 07.01.2021 - 13:09

Anhänger*innen von Donald Trump haben den Sitz des US-Kongresses in Washington gestürmt. Berichten zufolge sind bei den chaotischen Szenen rund ums Kapitol vier Menschen ums Leben gekommen. Tagesschau.de schreibt von mindestens 50 Festnahmen, die es gegeben habe. Zahlreiche Reaktionen auf dieses beispiellose Ereignis in der amerikanischen Geschichte kommen auch aus der Rapszene.

Chaos in Washington: Wie kam es zu den Ausschreitungen?

Eine aufgebrachte Menschenmenge hatte sich den Weg ins Kapitol gebahnt, um gegen die Bestätigung des Wahlergebnisses der US-Präsidentschaftswahl zu protestieren. Diese hatte vergangenes Jahr der demokratische Kandidat Joe Biden für sich entschieden. Zahlreiche Politiker*innen (unter anderem die kommende Vize-Präsidentin Kamala Harris) mussten nach dem Eindringen der Trump-Fans offenbar in Sicherheit gebracht werden. Um die chaotische Lage wieder unter Kontrolle zu bringen, rückte schließlich die Nationalgarde an.

Vor den Ausschreitungen wiederholte Donald Trump bei einer Rede altbekannte Vorwürfe. Durch Wahlbetrug sei seine zweite Amtszeit verhindert worden. Stichhaltige Beweise konnte er abermals nicht vorbringen. Dafür rief er dazu auf, vor das Kapitol zu ziehen und gegen den "Diebstahl" der Wahl "friedlich und patriotisch" zu protestieren. Dieser Aufforderung folgten seine Getreuen nur bedingt. Tausende Trump-Anhänger*innen durchbrachen Polizeiabsperrungen und besetzten mehrere Stunden das Gebäude. Angela Merkel sprach in einem Statement von "verstörenden Bildern".

Wie der Spiegel unter Berufung auf den zuständigen Polizei-Chef schildert, sind in der Umgebung des Kapitols zwei Rohrbomben gefunden worden. Auch habe man in einem parkenden Auto ein Gewehr und Molotowcocktails entdeckt.

Cardi B, 50 Cent & mehr äußern sich zu den eskalierten Protesten

Cardi B bringt in gleich mehreren Tweets ihre Fassungslosigkeit zum Ausdruck. Sie fragt sich einerseits, wo die Nationalgarde bleiben würde, um den Parlamentssitz zu schützen. Andererseits erinnert sie daran, wie Donald Trump mit den Protestierenden umgesprungen ist, die im Rahmen von Black Lives Matter unterwegs waren. Der 45. US-Präsident scheute sich beispielsweise nicht davor, sie als "Vebrecher*innen" darzustellen. In einem entfernten Tweet nannte er die nun randalierenden Personen hingegen "großartige Patrioten".

50 Cent, der vor der US-Wahl kurzzeitig im Team Trump zu spielen schien, hat ebenfalls eine Unverhältnismäßigkeit ausgemacht. Fiddy teilt zur Verdeutlichung unter anderem ein Foto, das die Schutzmaßnahmen des Kapitols während der Black Lives Matter-Proteste abbilden soll. DJ Scratch zieht ähnliche Vergleiche. Meek Mill spricht von "zwei Amerikas", die er anhand der aktuellen Bilder ausmache.

Wale sieht in den Szenen aus dem Parlamentsgebäude eine weitere Bestätigung dafür, dass die Hautfarbe einen Unterschied macht.

Ja Rule und Lil Nas X haben für die absurden Geschehnisse Jokes übrig. Sie stellen in Aussicht, die Dinge vor Ort selbst in die Hand zu nehmen. ScHoolboy Q würde sich bei Bedarf wohl ebenfalls dazu begeben. Freddie Gibbs ist offenbar fasziniert, insofern die Polizei eingreift.

Eminem-Homie Royce Da 5'9'' ordnet die Szenen als "Zombieapokalypse" ein. 2 Chainz stellt ein großes "WIE?" in den Raum und postet Aufnahmen der Trump-Supporter*innen aus dem Kapitol.

Ahzumjot erkennt wie seine US-Kolleg*innen gewisse Unterschiede beim Umgang mit Protestierenden.

Fatoni hat sich ein besonderes Exemplar der Trump-Getreuen vorgenommen und baut ein klassisches Meme.

DJ Boulevard Bou formuliert eine Frage, die sich gegenwärtig einige stellen dürften:


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