Trump-Supporter? Ice Cube verteidigt seine politische Arbeit

Ende 2018 forderte Ice Cube mit einem Track "Arrest The President". Er meinte damit Donald Trump. Am vergangenen Dienstag meldete sich plötzlich die republikanische Wahlkampfmanagerin Katrina Pierson auf Twitter und bedankte sich bei dem Rap-Veteran für "seine Bereitschaft sich zu engagieren und mit der Administration von Donald Trump zusammenzuarbeiten, um den Platinum Plan zu entwickeln". Hier passt offensichtlich etwas nicht zusammen. Die Community reagiert auf diese Ungereimtheit mit ungläubiger Empörung. Ice Cube ist um Klarstellung bemüht.

Ice Cube & Donald Trump: Twitter zeigt sich entsetzt

Die Menschen im Twitter-Kosmos waren gelinde gesagt vor den Kopf gestoßen, als sich diese Verbindung von Ice Cube zu Donald Trump aufzutun schien. Der Rapper, der als Mitglied von N.W.A "F*ck Tha Police" rappte, soll gemeinsame Sache mit einem Präsidenten machen, der einen Black-Lives-Matter-Schriftzug als ein "Symbol des Hasses" begreift? Das klingt erst einmal unvereinbar und löst vor allem Verwirrung aus. Viele User*innen betrachten so einen Move als unauflösbaren Widerspruch. So schwirren zurzeit jede Menge Ice Cube-Memes durchs Netz, die versuchen, das scheinbar Unerklärliche zusammenzufassen.

Dass es sich die aufgewühlte Twitter-Gemeinde ein bisschen zu einfach machen würde, erklärt der vermeintliche Trump-Supporter schließlich ebenfalls auf Social Media.

Trump-Supporter? Ice Cube bezieht Stellung

Zunächst: Was soll dieser Platinum Plan eigentlich sein? Dabei handelt es sich um ein Strategie-Papier der Republikaner, das auch Schwarze Amerikaner für Donald Trump begeistern soll. Laut CNN werden darin folgende Punkte angeführt:

"Die Vorschläge beinhalten die Verfolgung des Ku Klux Klan und der Antifa als terroristische Organisationen, den 19. Juni [Befreiung der afroamerikanischen Bevölkerung aus der Sklaverei; Anm. d. Red.] zu einem bundesweiten Feiertag zu machen und die Bemühungen, den wirtschaftlichen Wohlstand der Schwarzen zu stärken."

Ice Cube bestreitet nicht, sich mit den Republikanern ausgetauscht zu haben. Er verkündet auf Twitter, dass er sowohl mit dem Team von Trump als auch mit den Demokraten den Dialog gesucht habe. Dabei ging es vorrangig um den "Contract With Black America" (CWBA), den er vor wenigen Monaten veröffentlicht hatte. Der Vertrag soll dazu dienen, gesellschaftliche Ungleichheit in jeglicher Form zu überwinden.

Die demokratische Seite wollte laut Ice Cube nach der Wahl mit ihm darüber sprechen. Die Republikaner hätten direkt Anpassungen an eigene Pläne vorgenommen. Als der CWBA ausgearbeitet worden sei, habe man bereits einkalkuliert, sich mit beiden politischen Lagern auszutauschen. Dies sei Teil des Prozesses.

Konkret nimmt Ice Cube noch auf einen Artikel der Washington Post Bezug, der ebenfalls auf das scheinbar paradoxe Verhalten des Rappers hinweist. Der 51-Jährige entgegnet, dass er weiterhin jeden beraten werde, der die Macht besitzt, Schwarzen Amerikanern zu helfen.

Auch distanziert er sich davon, Donald Trump zu unterstützen. Die N.W.A-Legende beschreibt das gesamte politische System als Problem. Alle würden "lügen und betrügen." Die Schwarze Community könne es sich schlichtweg nicht leisten, keine Verhandlungen mit denjenigen zu führen, die an der Macht seien.

Für Ice Cube hätte es absehbar sein können, dass die Leute ihm skeptisch gegenüberstehen, sobald herauskommt, dass er sich den Republikanern um Präsidentschaftskandidat Donald Trump nicht verschließt. Der letzte Sh*tstorm ist schließlich keine Ewigkeit her. So war Ice Cube neben seinem Engagement für Black Lives Matter eine Weile damit beschäftigt, Verschwörungserzählungen in die Welt hinaus zu tweeten – inklusive antisemitischer Memes. Der aktuelle Wirbel um seine Person zieht bereits erste Konsequenzen nach sich. Ein Interview auf CNN wurde wohl kurzfristig abgesagt.

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Demokraten werben mit Battlerap-Video für Wahl von Joe Biden

Demokraten werben mit Battlerap-Video für Wahl von Joe Biden

Von Michael Rubach am 15.10.2020 - 20:34

Das Team von US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden und der möglichen Vizepräsidentin Kamala Harris setzt in den letzten Wochen des Wahlkampfes offenkundig auf Battlerap. In Kooperation mit der Ultimate Rap League rufen die Demokraten in einem knapp vierminütigen Clip zur Wahl auf.

Charlie Clips & DNA battlen für Joe Biden

Auf einem Basketballplatz begegnen sich die beiden MCs Charlie Clips und DNA. Ersterer übernimmt den Part eines Schwarzen US-Bürgers, der nicht so recht daran glauben will, dass sich mit der Wahl irgendetwas ändert. DNA versucht ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Nach einem Location-Wechsel gelingt ihm das auch.

Gegenüber dem XXL Magazin hat DNA ausgeplaudert, warum er sich überhaupt in eine solche Kampagne einspannen ließ.

"Für mich war es nicht nur eine positive, sondern auch eine wirkungsvolle Sache, mein Talent und meine Worte für einen größeren Zweck einzusetzen, nämlich alle zum Wählen zu bewegen. [...] Besonders in diesen Zeiten mit dem Präsidenten, den wir gerade haben ... und allem, was im Jahr 2020 passiert."

("For me, I felt like it would be not only a positive thing, but also an impactful thing to use my talent and my words for a great cause, which is having everybody vote [...] Especially in these times with the president that we have right now...and everything that's happening in 2020.")

Ein Vertreter von Joe Bidens Kommunikations-Team erklärt die unkonventionelle Wahlwerbung folgendermaßen:

"Unsere Zusammenarbeit mit der Ultimate Rap League ist ein Beispiel dafür, wie unsere Kampagne innovative Ansätze verfolgt, um die verschiedenen Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten einzubeziehen. Diese Künstler sind Influencer in ihren jeweiligen Communitys, und wir freuen uns, ihre Kunst zu präsentieren und gleichzeitig eine Schlüsselbotschaft an die Wähler zu bringen, wie eine Biden-Harris-Regierung Black America voranbringen würde. "

("Our collaboration with the Ultimate Rap League is an example of how our campaign is taking innovative approaches to engage the diverse communities across the United States. These artists are influencers within their respective communities, and we’re thrilled to showcase their artistry while delivering a key message to voters about how a Biden-Harris administration would advance Black America.")

Für den 3. November ist die Wahl zum neuen US-Präsidenten angesetzt. Neben Joe Bidens Hauptkonkurrenten Donald Trump hat es auch Kanye West auf den Posten im Weißen Haus abgesehen. Zuletzt freute er sich überschwänglich über falsche Umfragewerte.

Kanye West feiert falsche Umfrageergebnisse mit neuem Song

Kanye West ist back at it und hat die Hoffnung auf einen politischen Gewinn wohl noch nicht aufgegeben. Der 43-Jährige hat nach erfreulichen Umfrageergebnissen aus Kentucky ein Snippet von einem Song namens "Nah Nah Nah" releast. Laut der Statistik stünde er nämlich mit fünf Prozent mehr Stimmen noch vor Joe Biden.


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