Young Thug behauptet, er hat mehr Stadion-Hits als Jay-Z – und muss sich direkt entschuldigen

Young Thug war kürzlich im "Million Dollaz Worth Of Game"-Podacast von Gillie Da King zu Gast und sprach dort über seinen Musikkatalog. In der Hitze des Gesprächs ließ sich Thugger zu der Aussage hinreißen, bei einem Stadion-Auftritt würden Leute mehr seiner Tracks kennen als bei Jay-Zs Auftritten. Schon im Gespräch merkte Young Thug, dass er sich womöglich zu weit aus dem Fenster gelehnt habe und ruderte zurück. Später folgte noch eine offizielle Entschuldigung.

"Jay-Z hat keine 30 Stadion-Hits": Young Thug über Jay-Z

Im Verlauf des Gesprächs wird das Thema Hits angesprochen. Songs, die jeder Fan bei einem Live-Auftritt mitsingen könnte. Thugger behauptet, dass, wenn man nicht auf Streaming-Zahlen, sondern auf Hymnen schauen würde, kaum jemand so viele Hits habe wie er. Er hätte 30-40 solcher Songs, die jeder Konzertbesucher kennen würde. Nicht mal Jay-Z hätte seiner Meinung nach 30 solcher Hits.

"Wir reden nicht über Streams oder Verkäufe. Wir reden über Hymnen, über Songs, die jeder kennt. Wenn ich auftrete, habe ich 30-40 Songs, die das ganze Stadion kennt. [...] Jay-Z hat nicht dreißig solcher Hits."

("We ain't talking about streams, sales, none of that. We talking about anthems, we talking about songs they know. When i perform, i got 30-40 songs, that the whole stadium gon' know. [...] Jay-Z aint got 30 songs like that.")

Auf den Hinweis des Hosts hin, dass Jay-Z auf jeden Fall eine Menge Hits habe, revidiert Thug seine Aussage umgehend. Jay-Z habe wahrscheinlich sogar 50 solcher Hits im Repertoire. Er habe lediglich verdeutlichen wollen, dass selbst an der Spitze des Raps kaum jemand an ihn herankommen würde.

Doch auch der Rückwärtsgang konnte Thug nicht vor dem Memestorm retten, den seine Aussage auslöste.

Das Internet nimmt Young Thug auseinander

Young Thugs Aussage wurde so oft kommentiert, dass das Thema kurzzeitig auf Twitter in den Trends landete. Selbst Thug-Fans mussten eingestehen, dass der Rapper mit seiner Behauptung übers Ziel hinausgeschossen war.

Auch Freddie Gibbs meldete sich zu Wort und sprach das aus, was wohl viele dachten, als sie den Ausschnitt zum ersten Mal sahen.

Thugger nutzte dann seine Insta-Story, um sich noch mal richtig zu entschuldigen. Er postete einen kurzen Text, in welchem er erklärte, er wolle keinen Streit mit Hova, wegen "Internet-Sh*t". Er habe einfach ein wenig zu schnell geredet und dabei sei ihm dieser Satz rausgerutscht.

"Kein Streit mit Jay-Z wegen diesem Internet-Sh*t. Ich habe zu schnell geredet, aber ihr wisst ja, was ich meine."

("Don't have Jay-Z on me cause of this internet sh*t, i was talking to fast but y'all know what i meant.")

"Jay-Z will nicht mehr rappen": Young Thug denkt Jay-Z ist zu alt für Rap

Es ist nicht das erste Mal, dass Young Thug wilde Aussagen über die Legende äußert. In einer kürzlich erschienenen GQ-Story über Young Thug spricht der Rapper sein potenzielles Karriereende an. Er wolle auf jeden Fall nicht für immer rappen. Niemand wolle das, glaube er. Aus diesem Grund denke er auch, Jay-Z hätte aktuell keine Lust mehr zu rappen.

"Ich will nicht 50 Jahre alt sein und noch rappen. Ich bin mir sicher, niemand will das. Ich bin mir sicher, Jay-Z will nicht mehr rappen."

("I don’t want to be 50 years old and rapping, man. I’m pretty sure nobody wants to do that. I’m pretty sure Jay Z don’t wanna rap right now.")

Besonders interessant an der ganzen Sache: Als French Montana dieses Jahr behauptete, er hätte mehr Hits als Kendrick Lamar, reagierte Young Thug so entrüstet, dass es zu einem offenen Streit der beiden kam.

Mehr Hits als Kendrick Lamar? Young Thug wütet gegen French Montana

French Montana und Young Thug tragen aktuell einen intensiven Social-Media-Beef aus - ein Beef, der vor Beleidigungen jeglicher Art anscheinend nicht zurückscheut. Grund dafür ist French Montanas enorme Selbstsicherheit. Am vergangenen Dienstagabend hat der New-Yorker-Rapper seine Twitter Community nämlich mit dem Statement unterhalten, dass er mehr Hits hätte als Kendrick Lamar.

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Summer Cem will aus Mönchengladbach das "neue Atlanta" machen

Summer Cem will aus Mönchengladbach das "neue Atlanta" machen

Von Till Hesterbrink am 16.10.2021 - 13:52

Gestern veröffentlichte Summer Cem gemeinsam mit den Mitgliedern seines neugegründeten Labels Scorpion Gang den Sampler "Scorpion To Society". Im Apple Music-Interview mit Aria erzählt Summer, dass die gesamte Scorpion Gang mittlerweile gemeinsam in Mönchengladbach wohnt. Dort kommen nämlich so gut wie alle Künstler her. Summers Ziel ist es, aus Gladbach irgendwann eine Rap-Hochburg zu machen – so wie Atlanta.

Summer Cem & Scorpion Gang kreieren den Gladbacher-Sound

Wer sich auch nur ansatzweise mit Summers Diskografie auskennt, weiß, dass er aus Rheydt kommt, ein Stadteil in Mönchengladbach. Bis heute ist er trotz des Erfolges nie aus seiner Heimatstadt weggezogen, wie er im Interview berichtet.

Und das hat sich ausgezahlt: Viele seiner Label-Signings stammen nämlich ebenfalls aus der Stadt am Niederrhein. Mit Kozikoza, Geenaro, Ghana Beats sowie Summers Freund und DJ Vogue kommen vier der Künstler ursprünglich von dort und die beiden Rapper Billa Joe und Melez sind inzwischen zugezogen. Durch die örtliche Nähe sei man gerade während der Corona-Zeit noch mal deutlich enger zusammengewachsen. Oft gehe man einfach so mal gemeinsam auf die abendliche Hood-Runde. Summer Cem (jetzt auf Apple Music streamen) gebe das viel und es würde ihn "jung halten".

In Gladbacher habe sich einfach eine Hiphop-Kultur gebildet, die Summer noch weiter fördern will. Er erzählt, wie im eigenen Studio in der Altstadt manchmal über 20 Kids abhängen und Musik machen wollen. Dabei kämen die Leute auch aus einem großen Einzugsgebiet aus benachbarten Orten angereist. Ihm sei klar, dass ein neues Los Angeles möglicherweise zu hoch gegriffen wäre, aber er hoffe vielleicht aus seiner Stadt das "neue Atlanta" zu machen.

"Jetzt zum Beispiel sind wir mit Borussia Mönchengladbach am Reden, ob die sagen 'Kommt zu uns ins Stadion'. Das ist schon ein bisschen so ein lokales Ding geworden. [...] Ich kann aus Gladbach kein Los Angeles machen, aber vielleicht mache ich ein neues Atlanta draus."

Er wisse, dass sich das vielleicht verrückt anhöre, aber er wolle einen für die Stadt typischen Sound etablieren. Großes können schließlich nur entstehen, wenn man in solchen Dimensionen denke.

In den USA ist Atlanta einer der absoluten Hauptstädte, was Hiphop angeht. Mit den Migos, Ludacris, Lil Nas X, 21 Savage, Future und Gucci Mane sind nur eine kleine Handvoll an Hochkarätern aus der Millionenstadt in Georgia genannt.

Hier könnt ihr euch den Labelsampler von Gladbachs Finest anhören:


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