Nach viralem Facebook-Video: PA Sports rechnet mit Extremisten ab (Interview) #waslos

Markus Lanz, Promi Big Brother, RTL, SAT.1... Nach seinem Interview bei TV Strassensound klingelt PA Sports' Telefon rund um die Uhr, wie er uns verrät. Nach eigener Aussage möchte aktuell jeder den muslimischen Rapper, der in einer Wutrede fanatische Islamisten angegriffen hat, in seine TV Show locken. 

Ausschlaggebend für das mediale Interesse war ein kleines Video, das aus dem Interview geschnitten wurde. RapUpdate hat es auf Facebook hochgeladen. Innerhalb von drei Tagen wurde der Clip über 3 Millionen Mal angeschaut, knapp 40.000-mal geteilt und der Post hat mehr als 70.000 Likes gesammelt.

Höchste Zeit, dass wir uns mit PA darüber unterhalten – gerade auch, weil für uns seine Aussagen völlig normal sind. Wer unsere Interviews mit ihm gesehen hat, der weiß, dass er durchaus auch schon härtere, genauso zutreffende Sachen gesagt hat. Rooz spricht mit ihm jetzt über Religion, Nationalstolz und vieles mehr.

An dieser Stelle seien dir die sinngemäßen Worte vom deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer ans Herz gelegt. Fürs Verständnis haben wir dir sein Zitat ins Neuhochdeutsche übertragen:

Nationalstolz verrät denjenigen, der keine persönlichen Eigenschaften hat, auf die er stolz sein könnte. Er greift zu dem, was er mit vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, der wird die Fehler der eigenen Nation erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, worauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, das ihm übrig bleibt – auf die Nation stolz zu sein, der er angehört. Dieser Dummkopf holt sich daraus sein Selbstbewusstsein und ist auch bereit, alle Fehler und jeden Blödsinn dieser Nation mit Händen und Füßen zu verteidigen.

PAs neues Album Zurück zum Glück erscheint übrigens nächsten Freitag. Gönn dir das Release auf iTunes oder Amazon:

26.05.2016 - 20:04

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Kommentare

" An plumpen Fabeln und abgeschmackten Märchen läßt er sich bisweilen genügen: wenn nur früh genug eingeprägt , sind sie ihm hinlängliche Auslegungen seines Daseins und Stützen seiner Moralität. Man betrachte z.B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Übersetzungen verloren gehen, aber ich habe keinen einzigen wertvollen Gedanken darin entdecken können. " -Arthur Schopenhauer, aus dem Kapitel: Über das metaphysische Bedürfniß des Menschen, Seite 697. Aus seinem Hauptwerk: Die Welt als Wille und Vorstellung.

Vielen Dank!
Das ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, dass die "großen Denker" auch nicht vorbehaltlos und unkritisch zitiert werden sollten.
Aber das macht das Zitat von Erich ja nicht gleich komplett unbrauchbar. Andere Abschnitte, Positionen oder Argumentationen des Werkes kann man sich ja evtl. durchaus zu Eigen machen. Kant beispielsweise kann als Mitbegründer des "modernen Rassismus" gesehen werden und schreibt in den entsprechenden Passagen auch dermaßen unwissenschaftlich, dass es zum Himmel schreit. Dennoch hat er an anderen Stellen "einige kluge Sachen" geschrieben. ;-)
peace out

Wieviele seiner Schwestern, Cousinen und Tanten sind eigentlich mit einem Deutschen Mann verheiratet?

Ps: kann Rooz, der Da Germ nicht kennt, sich bitte noch mal ernsthaft als Journalisten bezeichnen?

Rooz bro du brauchst mehr schlaf sonst is bald waslos mit rooz über rooz! ;)

Wow, Erich zitiert Schopenhauer. Bin beeindruckt...

KC hat gerade Durchfall. Rooz ist schon auf dem Weg für eine Extraausgabe "was los"...

Die meisten AfD-Wähler dürften übrigens Rooz "Bildungsstand" um ein Vielfaches übertreffen...

Und wie man bei den Mohammed-Karrikaturen direkt wieder merkt, dass PA eigentlich nur ein Dummkopf ist der pseudo-eloquent daher labert.

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Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Von Michael Rubach am 31.07.2020 - 13:47

Die Neuauflage des wohl umstrittensten Battle der jüngeren Deutschrapgeschichte ist gestern über die Bühne gegangen. Für jeweils 10.000 Euro Antrittsgage haben sich Meidi und Ssynic ein Re-Match geliefert. Farid Bang hatte die Aktion eingefädelt und das Battle zur Attraktion eines mehrstündigen Events im Düsseldorfer ISS Dome gemacht.

Meidi & Ssynic mit unterschiedlichen Herangehensweisen

Nach vier Stunden Live-Event stand das Battle auf dem Programm. Ohne üppige Vorrede kamen die Jungs zur Sache. Meidi ging in jeder seiner Runden aggressiv zu Werke. Mit scheinbar ordentlich Wut im Bauch startete er ins Battle und ließ ohne Rücksicht auf Verluste jede Menge asoziale Punchlines folgen. Das Ende von Meidis Parts mündete stets in Beleidigungen gegen Ssynic und seine Mutter – mitten in so eine Schimpftirade schlitterte schließlich irgendwann ein "Time".

Ssynic konzentrierte sich darauf, Revue passieren zu lassen, was seit dem Alpha Royale alles geschehen ist. Dabei setzt er den Fokus auf Realtalk und breitete Anekdoten aus, die sich nach dem Match im April 2019 ereignet haben sollen. Auch verweist er auf seine eigenen Erfolge als Künstler. Schließlich sei er es, der seinen Traum leben könne. Hin und wieder redete Meidi in seinen Vortrag hinein.

Farid Bang genießt die Show

Farid Bang schaute sich das Spektakel sichtlich amüsiert aus sicherer Entfernung an. Später sollte er davon sprechen, dass das Battle ein "magischer Moment" gewesen sei. Nach drei Runden lagen die Karten auf dem Tisch und mit ein bisschen Verzögerung erfolgte auch der Handshake zwischen den Kontrahenten. Es ist ja schließlich nur Battlerap. Nun lag es bei den Zuschauer*innen, einen Sieger zu küren.

Im Gegensatz zum Alpha Royale verzichtete die Neuauflage auf eine prominente Jury. Farid Bang hielt sich ebenso vollkommen raus. Per Telefon-Abstimmung galt es, über Sieger und Verlierer zu entscheiden. Meidi konnte es lange gar nicht glauben, dass keine zusätzlichen Experten herangezogen wurden. Rooz, der durch den gesamten Stream führte, verkündete schließlich ein paar Stunden später das amtliche Endergebnis. Meidi schaffte es, das Publikum auf seine Seite zu ziehen und setzte sich durch.

Damit bestätigte sich, was Ssynic bereits kurz vor der Bekanntgabe geahnt hatte. Er glaubte, dass sein Kontrahent aus Hannover an diesem Tag triumphieren würde.

"Ich würde auch sagen, er war auf jeden Fall vorne. Er hat solide durchgespittet, mehr Punchlines gehabt, sich weniger rausbringen lassen. Reicht."

Ohne die Atmosphäre, die durch das Vorhandensein einer Crowd entsteht, machte das Battle an manchen Stellen einen befremdlichen Eindruck. In einer leeren Location mag einfach nicht so recht Battle-Stimmung aufkommen – trotz einer erkennbaren Grundaggressivität von Meidi und Ssynic. Die Vibes im Nachhinein waren dafür umso versöhnlicher. Meidi bot Ssynic mehrmals den Dialog an, um diese umfangreiche Episode deutscher Battlerap-Geschichte noch einmal aufzuarbeiten.

Wir haben euch den Stream der kompletten Show hier eingebunden. Nach circa vier Stunden beginnt das Battle:


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