bigFM-EXCLUSIVE: BEATS & BARS MIT ANIMUS "MALCOLM X TEIL 2"

Schon Anfang des Jahres entdeckte Animus Exclusives in Radio-Shows als geeignete Plattform, um sich Steine vom Herzen zu rappen. Ob bei Jam FM oder bigFM – für das Azad-Signing stand dabei im Fokus, bedeutsame Probleme in der Gesellschaft und der Rapszene anzusprechen und zu kritisieren. Jetzt war er wieder bei bigFM zu Gast für den zweiten Teil seines Exclusives "Malcolm X" und bediente sich am Beat von Xzibits "Paparazzi" von 1996.

"Von mir aus schmeißt mich in den Knast / ich sitz' lieber für die Wahrheit in einer Zelle als für 'ne Lüge in 'nem Palast"

Neben Statements gegen Rechts verpackt der Heidelberger in knapp dreieinhalb Minuten auch einen hörenswerten Storyteller über Jesus, der in die Gegenwart eintaucht und überall angefeindet wird. Auch sonst spielt Religion hier eine zentrale Rolle. Der Text soll klar den eigenen Anspruch untermauern, ein "Poet" unter den Rappern von heute zu sein.

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Die neuen Bars sind auch eine Reaktion auf das Ermittlungsverfahren, das zurzeit gegen Animus laufen soll. Laut eigener Aussage wurde er wegen einer Zeile aus dem ersten bigFM-Exclusive von einem Polizisten angezeigt. Im schlimmsten Fall könnten ihm bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe drohen, so Animus.

12.11.2018 - 11:07

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Bushido & Mois schließen Frieden: Beef ja, aber nicht mit dem Keller

Bushido & Mois schließen Frieden: Beef ja, aber nicht mit dem Keller

Von HHRedaktion am 27.05.2020 - 13:18

Der lange eher subtil brodelnde Konflikt zwischen Mois und Bushido, der vor etwas weniger als zwei Wochen auf einmal sehr explizit wurde (hier nachlesen), ist offenbar erstmal ad acta gelegt worden. Beide Seiten haben nach einem wohl klärenden Telefonat versöhnliche Töne in ihren Insta Stories geteilt.

Frieden zwischen Mois & Bushido

In ihren Statements halten sich beide kurz und vage, aber stellen klar, dass "unnötige[r] Streit" aus der Welt geschafft wurde. Sie wünschen sich gegenseitig viel Erfolg. Bei Mois sieht das wie folgt aus und Bushidos Post findet ihr darunter:

"Habe gerade mit @moiskid telefoniert. Immer schön, wenn man sich ausspricht und merkt, dass man auf Augenhöhe unnötigen Streit aus der Welt schaffen kann. Viel Erfolg und bleib gesund." – Bushido

Ein Eingeständnis, dass er und Mois "auf Augenhöhe" agieren, hätte man vor einiger Zeit wohl kaum von Bushido erwarten können. Auch von Mois Seite erscheint die Versöhnung erstmal überraschend, aber es wird für beide Parteien der smartere Weg sein.

Mois spart sich seine Energie für wichtigere Projekte als Bushidos Albumpromo auf. Und Bushido dürfte kein Interesse daran haben, dass ein 1,6 Millionen Abos starker Keller an seinem Elfenbeinturm rüttelt.

Bushido kündigt "Sonny Black II" an

Abgesehen von seinem Entertainment-Faktor bis zum einem gewissen Level bedeutet Beef nämlich primär zwei Dinge: Stress und Aufmerksamkeit. Keiner weiß das so gut wie Bushido, dem Mois in seinem emotionalen Rant attestierte, er brauche für jede Promophase einen Beef.

Aufmerksamkeit hat Mois wie derzeit kaum eine andere Person in der deutschsprachigen Raplandschaft. Und Bushido hat mit minimalem Aufwand einen kleinen Knall provoziert, kurz bevor seine Promophase richtig losgeht. Denn natürlich erscheint ein neues Album: "Sonny Black II" soll am 11. September droppen und Mois wird nicht derjenige sein, über den der Berliner Taktiker seine Boxen an den Mann bringt.

Stattdessen legt Animus, der die Promo für die LP teilt und demnach daran beteiligt sein dürfte, wohl grade einige Lines gegen Fler und insbesondere Capital Bra zurecht. Der ehemalige EGJ-Artist hat nach der gemeinsamen Zeit genug Material gegen seinen kurzzeitigen Labelboss geliefert, das unbeantwortet im Raum steht.

Außerdem dürfte es der zähen Base, die sich 2020 immer noch auf Bushido-Alben freut, entgegenkommen, wenn der Berliner jemanden ins Visier nimmt, dessen Musik sie ohnehin niemals fühlen werden.


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