"Hazar": Mero übernimmt Hauptrolle in neuer Serie

Mero geht unter die Schauspieler. Der Überflieger der letzten Monate hat auf Instagram bekanntgegeben, dass er die Hauptrolle in einer neuen Serie mit dem Titel "Hazar" spielen werde.

Meros Seriendebüt: Darum soll es bei "Hazar" gehen

Viel ist noch nicht über die Handlung der Serie bekannt. Als sicher gilt, dass das Boxen von zentraler Bedeutung ist. Sowohl die Instagram-Seite von "Hazar" als auch Mero selbst beschreiben das Projekt als "Boxer-Serie".

Dabei gehe es um den "Aufstieg eines Flüchtlings" zum Champion. In die Rolle dieses Flüchtlings sehen wir wohl Mero. Bisher ist der 18-Jährige auf der Ebene des Sports vor allem durch seine Skills beim Fußball aufgefallen. Schließlich war der Rüsselsheimer in der Jugend des ehemaligen Bundesliga-Clubs SV Darmstadt 98 aktiv. Offenbar schlummert in dem Jungen aber auch ein Boxtalent.

"Hazar": Xatar als Produzent bestätigt

Mero hat sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen in der deutschen Rapszene gemacht. An seiner Seite war dabei stets Xatar zu sehen, der als eine Art Mentor und Manager für den jungen Erfolgsgaranten tätig ist. Auch bei "Hazar" nimmt Xatar eine wichtige Position ein. Er stellt sich auf Instagram selbst als Produzent der Serie vor und bestätigt noch einmal, dass sein Schützling Mero die Hauptrolle übernimmt:

"Ich freue mich, als Produzent, bekanntgeben zu dürfen, dass wir mit der Arbeit zu der Serie 'Hazar' begonnen haben. Eine Serie über einen Flüchtling der sich zum Champion Titel durchboxen will. Die Hauptrolle spielt niemand geringeres als mein Bruder" [sic]

Wann die Serie erscheint, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Da die Produktion gerade erst angelaufen ist, dürfte es noch ein wenig dauern, bis wir Meros Qualitäten als Boxer und Schauspieler unter die Lupe nehmen können.

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Gekaufte Klicks & Streams: Doku auf den Spuren von angeblicher Chart-Manipulation

Gekaufte Klicks & Streams: Doku auf den Spuren von angeblicher Chart-Manipulation

Von Michael Rubach am 24.05.2019 - 11:23

Nachdem die Diskussion um "Klickkäufer" sowie Fake-Views und extreme Streaming-Zahlen in letzter Zeit ein bisschen abgeflacht ist, sorgt eine Doku des Y-Kollektivs nun für neuen Schwung in der Debatte. Der Reporter Ilhan Coskun geht in seinem Film der Frage nach, ob und wie sich heutzutage die Charts manipulieren lassen.

Kai der "Social-Media-Experte"

Der knapp halbstündige Beitrag zeigt Ilhan Coskun mehrfach neben einem gewissen Kai. Dieser ist komplett vermummt und stellt sich als jemand vor, der "aus dir einen Star machen" kann. Er gibt vor, für die Top-Künstler Deutschraps die Streaming- und Klickzahlen manipuliert zu haben. Teilweise wüssten die Künstler nichts von diesem Vorgehen. Doch sagt er ebenso: "Wenn sie es nicht wissen, ihre Manager wissen es."

Konkrete Namen nennt Kai nicht. Die Vorwürfe bleiben generell einfach im Raum stehen. Kai erzählt zudem, dass durch derartige Klickkäufe Geldwäsche betrieben werden würde. Belege dafür liefert er nicht. Auch seine Motivation sich überhaupt vor einer Kamera zu äußern, mutet ein wenig kurios an. Er begründet sein Handeln mit ausbleibender Bezahlung und damit, dass seine Freundin angebaggert worden sei.

Wie soll so eine Manipulation funktionieren?

Kai erstellt laut eigener Aussage mehrere Playlisten mit tausenden von Followern. Dafür besorgt er sich Anmeldedaten von Spotify-Usern. Wie er genau an diese Daten herankommt, bleibt ein "Betriebsgeheimnis". Songs, die er manipulieren will, lässt er in diesen Listen in Dauerschleife rotieren. Um nicht aufzufallen, fülle er diese Playlists mit anderen Künstlern auf, die zwangsläufig von diesem Prozedere profitieren würden.

Ilhan Coskun fragt im Zuge seiner Recherche auch bei der GfK an, die für die Ermittlung der Charts verantwortlich ist. Das Marktforschungsinstitut räumt ein, dass es schon Anhaltspunkte für so eine Manipulation gegeben hat - jedoch keine eindeutige Beweislage. Nur in Einzelfällen seien Künstler und auffällige Titel aus den Charts entfernt worden.

"Es gab in der Vergangenheit bereits Hinweise auf solch eine Art von Manipulation, die aber nicht hinreichend belegt werden konnten."

Die Doku lenkt den Fokus öfter auf Klick-Phänomene wie Mero und Sero El Mero. Gerade bei diesen Künstlern seien die Klick- und Streamingzahlen auffällig. Da Kai jedoch seine Auftraggeber nicht öffentlich nennen mag und keine Beweise liefert, ist diese Einschätzung nicht mehr als eine bloße Behauptung. Auch scheint die Szenekenntnis bei Kai eher gering. Er prognostiziert zum Beispiel, dass Sero El Mero mit "Ohne Sinn" massive Aufrufzahlen generieren werde und verkauft diese Information wie einen Insidertipp. Dabei ist Sero El Mero schon weit vor diesem Track ein absolutes Hype-Thema. Zu guter Letzt soll dem Reporter ein bekannter Rapper bestätigt haben, dass derartige Manipulationen übliche Praxis seien. Im Film auftauchen, möchte der Künstler nicht.

Error281 als (gescheiterter) Selbstversuch

Ilhan Coskun stellt sich quasi selbst als Versuchsobjekt für Chartmanipulation zur Verfügung. Er verpasst sich den Künstlernamen Error281 und produziert mit ein paar Bekannten den Track "8K" samt Video. Der Reporter will testen, ob man mit der Hilfe von Kai in die Charts gelangen kann.

Doch die Manipulation bei YouTube funktioniert zunächst nicht und auch die Auflösung, ob er es tatsächlich in die Charts geschafft hat, bleibt Error281 den Zuschauern schuldig. Wir haben nachgeschaut: Er ist nicht gechartet. Den gesamten Beitrag "Der Rap Hack: Kauf Dich in die Charts! Wie Klickzahlen manipuliert werden" kannst du hier sehen:


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