Vor Boxkampf: Mike Tyson nimmt Disstrack gegen Soulja Boy auf

Mike Tyson trainiert Chris Brown für den anstehenden Box-Kampf gegen Soulja Boy. Er nimmt seine Aufgabe deutlich ernster als gedacht, denn er arbeitet offenbar an einem Disstrack gegen Soulja Boy. Er heißt If You Show Up.

Ja, richtig gelesen: Mike Tyson greift zum Mic und disst Soulja Boy. Bisher gibt es davon nur einen Teaser, den du dir unten anhören kannst.

Die Vollversion soll auch noch mit Text-Passagen von Chris Brown daherkommen. Hier kannst du schon mal reinhören:

"IF YOU SHOW UP"... It's going down. I'm going to teach him how to knock your ass out @souljaboy. Song dropping soon on my YouTube with @chrisbrownofficial. Produced by @thedamonelliott. S/O @fredfrenchy.

See this Instagram video by @miketyson * 11k likes

Außerdem: Mike Tyson macht auch am Mikrofon und im Studio eine beeindruckende Figur.

Mike Tyson on Twitter

In studio. Dropping heat. Wait and see what this is about...

Was sagst du dazu? Freust du dich auf Mike Tysons Soulja Boy-Disstrack oder soll er es lieber nur beim Trainieren belassen?

Die Vorgeschichte zu dem geplanten Boxkampf findest du hier:

Mike Tyson trainiert Chris Brown für den Boxkampf gegen Soulja Boy

Soulja Boy und Chris Brown haben Beef und wollen sich jetzt sogar öffentlich prügeln, weil einer der beiden ein Instagram-Bild der Ex-Freundin des anderen mit Herz-Emojis kommentiert hat. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Jedenfalls wird Soulja Boy für den großen Boxkampf ofenbar von Floyd Mayweather trainiert.

Soulja Boys Beef-Chaos: Box-Kampf mit Chris Brown & Schlägerei in Compton?

Soulja Boy sorgt aktuell für sehr viel Wirbel. Da fällt es nicht leicht, den Durchblick zu behalten: Zwecks Beef mit Chris Brown war Soulja Boy extra nach Compton gereist, um ihn dort zu suchen. Was er selbstverständlich live ins Internet übertragen hat.

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Fler droppt Sklaven-Line gegen Jalil, aber will sie nicht rassistisch meinen

Fler droppt Sklaven-Line gegen Jalil, aber will sie nicht rassistisch meinen

Von HHRedaktion am 23.03.2020 - 12:02

Dass Fler auf seinem neuen Album "Atlantis" auch Lines gegen den ehemaligen Homie und Kollabopartner Jalil rappt, überrascht sicher die wenigsten Hörer. Die Art und Weise sorgt allerdings für mehr als ein fragendes Stirnrunzeln.

Fler nennt Jalil auf "Atlantis" einen Sklaven

Der zweite Part im Song "Mood" ist offenbar größtenteils an den Ex-Maskuliner addressiert. Fler stellt zunächst seinen jahrelangen Support und vermeintlichen musikalischen Einfluss in den Mittelpunkt:

"Du warst drei Jahre dabei, danach vorbei / Auf Wiedersehen und goodbye / Denkst du, jetzt kommt deine Prime? / Wie die Airline Setzt deine Ziele zu high / Wer gab dir Push wie der Whitey? / Holte dich damals zurück aus den 90s"

So weit, so gut. Bars über die persönlich Historie miteinander, etwas Selbstbeweihräucherung – Attitude wie in einem Battle eben. Danach geht es unter die Gürtellinie, indem Fler Jalil als Sklaven bezeichnet:

"Doch du warst zu Pinky, ich Brain / Im Apple Store warst du ein Slave / Bei mir dann Django Unchained"

Mit der Wortwahl kann er zwar auch ungerechte Bezahlungen bei Apple oder in unserer Gesellschaft generell meinen und in diesem Hinblick würde die Line auch funktionieren. Einen dunkelhäutigen Kollegen als Sklaven zu betiteln, deutet nichtsdestotrotz auf rassistische Denkmuster hin, die im Hinterkopf ablaufen. Gleichzeitig inszeniert Flizzy sich selbst implizit als den gönnerhaften Retter Dr. King Schultz (in "Django Unchained" gespielt von Christoph Waltz), der Django im Film aus einem Sklavenzug befreit und anschließend mit ihm zusammenarbeitet, während sich eine Freundschaft entwickelt. Der Vergleich ist bewusst provokant formuliert und die Reaktionen darauf können Fler nach 20 Jahren Deutschrap nicht überraschen.

Jalil reagiert überrascht

Jalil hat den Front in dieser Form wohl nicht kommen sehen. Laut seiner IG Story sind er und Fler sich vor der Albumabgabe bei einem persönlichen Treffen respektvoll begegnet. Erst kürzlich, nach Flizzys Entlassung aus der U-Haft, sollen sie noch telefoniert haben. Fler hätte noch genug Zeit gehabt, seine Worte zu überdenken, so Jalil, der außerdem daran erinnert, dass er sich bei den Rassismusvorwürfen Anfang 2019 schützend vor seinen damaligen Homie stellte.

Jalils Einordnung der Sklaven-Line auf dem neuen Album: "Hättest gleich N**ga sagen können. Wäre der gleiche Effekt gewesen."

Flers Erklärungsversuche auf Instagram

Auf Instagram geht es dann auch weiter: Dort bezeichnet Fler diejenigen, die ihm letztes Jahr Rassismus vorgeworfen haben, als Idioten. Er meint, Jalils Einsatz damals wäre nur dagewesen, um "wieder den souveränen Mann zu spielen". In seinen Augen hätte "jeder loyale Typ" nichts gesagt, anstatt einen Freund in Schutz zu nehmen.

Hinzu kommt seine Anschuldigung, Jalil hätte Rocker geschickt, die ihm aufgelauert hätten. Zur "Slave"-Zeile liefert er nur eine sehr dürftige Erklärung, mit der er zumindest andeuten will, dass die Wortwahl nichts mit der Hautfarbe zu tun hätte: "Du bist für mich genau so ein 'Slave' wie Bushido einer ist!"

Danach schließt er mit dem Scheinargument, er könnte gar kein Rassist sein, weil er Jalil mehr geholfen hätte als es jemals jemand anders tun würde. Einmal ganz deutlich: Wir halten Fler nicht per se für einen Rassisten. Aber drei Jahre Zusammenarbeit mit Jalil funktionieren nicht als lebenslange Freikarte für Lines, die zumindest einen rassistischen Hintergrund haben – und das ist bei Zeilen, die die Black History bewusst als Angriffspunkt nutzen, eben der Fall.

Einen kleinen Throwback in den Januar 2019, als Fler von der schwarzen Community scharf kritisiert wurde und Jalil ebenfalls seine Meinung teilte, findet ihr hier:

Nach Rassismusvorwürfen gegen Fler: Neue Statements von Jalil, Telson & Sylabil Spill

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