Was letzte Woche lief: 8 Songs, die du gehört haben solltest

 

Deutschrap x Dancehall: Goldene Zeiten

Deutschrap-Fans genießen derzeit die wohl vielfältigste Szene aller Zeiten. Nicht zuletzt dank RAF und Bonez steckt auch hierzulande die Kombination aus tanzbaren karibischen Rhythmen und Hiphop mitten in einer kleinen Renaissance.

Am Wochenende versorgten Gzuz, Maxwell und der Unkl ihre Hörer etwas überraschend mit dem Freetrack 100k. Dieses Mal sorgt Jambeatz für die musikalische Untermalung und versprüht trotz einer ähnlichen Marschrichtung etwas mehr 187-Flavor als es bei den meisten Instrumentals auf Palmen aus Plastik der Fall war.

Von Zuna gab es am Freitag ebenfalls eine Nummer, die unverkennbare Einflüsse aus Mittelamerika mitbringt. Dafür haben bei Wieso? die Jugglerz aus Stuttgart gesorgt, die bereits mit Szenegrößen wie Beenie Man, Major Lazer, Vybz Kartel, Collie Buddz und vielen mehr zusammengearbeitet haben.

In letzter Zeit schielt das Produzenten-Team/Soundsystem auch vermehrt auf deutschen Rap. In einem Jamaika-Urlaub mit Kaas von den Orsons entstand sogar eine gemeinsame EP.

Wieso? kommt mit dem Potenzial, sowohl ein Ohrwurm als auch ein Hit für die Clubs zu werden. Tanzbar und einprägsam. Zunas Album Mele7 erscheint am 3. März.

All about the vibe

Die Army Of Brothers hat gestern zum Wochenabschluss astreinen Laidback-Vibe wie straight aus den 90ern geliefert. Gemeinsam mit Said in der ebenso simplen wie großartigen Hook lassen die Jungs Köpfe wackeln wie Wu-Tang (oder nervöse Kiffer).

Dazu ein absoluter Traum-Beat von JackMoe. Viel mehr gibt's hier auch nicht zu sagen. Is' halt einfach dope.

Für einen ganz anderen Vibe sorgt RIN, der seinen Fans mit dem ersten Video seit Monaten reelle Hoffnungen auf ein neues Release 2017 macht. Beat-Wahl (Lex Lugner, oh Junge!) mindestens genauso on fleek wie das Adlib Game.

Blackout fühlt sich nicht nur wegen des Fashion Talks ein bisschen wie Dontlike 2 an. Aber no front. Mehr so: neuer Hit und perfektes Material für den nächsten Turnup, wenn man das immer noch so nennt.

Ich bleibe dabei: 2017 wird ein gutes Jahr für RIN.

1x Frankreich, 1x USA

Ohne Rap, dafür mit Scratches, musikalischer Vielfalt und einer ganzen Wagenladung Dopeness: Das französische DJ/Produzenten-Trio Chinese Man hat seine Fans am Freitag mit einem nahezu hypnotischen Video zu Escape weiter auf das neue Album Shikantaza vorbereitet.

Die Platte erscheint am Freitag und darauf wird auch gerappt. Unter anderem sind Dillon Cooper, R.A. The Rugged Man und dessen Schützling A-F-R-O mit von der Partie (Tracklist und mehr Kostproben).

Missy ist (wieder) zurück! Das sollte man gehört und gesehen haben, auch wenn man nicht unbedingt Fan ist. Das Video kommt standesgemäß stylisch und tanzlastig – da steckt jede Menge Arbeit drin.

Nachdem der letzte Song WTF (2015) praktisch ein klassischer Missy Elliott-Tune war, ist die Queen jetzt auch in der Rap-Gegenwart angekommen. Ob man die Rap-Ikone jetzt häufiger mit abgehacktem Flow auf rollenden Bässen hören wird, zeigt sich bestimmt bald.

Jung & hungrig

Schwarz-weißes Video, ein PzY-Beat, dem die Straße aus jeder Pore trieft, und Zeilen wie:

"Verbring' Tage zwischen Druffis / doch ich bleibe in der Hood wie Alben von MC Bogy"

KEZ macht dem Titel In der Hood, der bislang letzten Videoauskopplung aus seinem frischen Debütalbum Keznation (seit Freitag online), gemeinsam mit seinem größten Fan und Supporter Manuellsen alle Ehre. An der Stelle: NICE, wenn ich das so sagen darf. #manuvoice

Der Hamburger Disarstar hat KEZ zwar schon ein Album voraus, aber ist deshalb nicht weniger hungrig. Dass er Rap liebt, lebt und damit Menschen erreichen will, ist kaum zu überhören.

Mit Death Metal kündigte er letzte Woche sein neues Album Minus X Minus=Plus an. Ein harter Representer zum Einstieg in die Promophase, aber da kommen bis zum 31. März sicher noch ganz andere Nummern auf uns zu.

Die Verbindung zwischen Song und Video will sich mir bislang noch nicht ganz erschließen. Schreib den Interpretation gerne in die Kommentare!

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