Drake, Kanye West, Future: Wie viel Geld die Superstars 2016 mit Musik verdient haben

2017 ist zwar schon zur Hälfte vorbei, trotzdem werfen wir jetzt nochmal einen Blick zurück aufs vergangene Jahr. Denn Billboard hat eine Liste der bestverdienenden Musiker 2016 veröffentlicht und aufgeschlüsselt, wer womit die meiste Kohle gescheffelt hat. Dabei geht es allerdings nur um die Einnahmen, die mit der Musik gemacht wurden. Sonstige Geschäfte lässt die Liste außen vor. Fakt ist: Einige Hiphop-Künstler sind ganz vorne am Start.

An Beyoncé kam letztes Jahr niemand vorbei. Queen B konnte im Jahr 2016 über 62 Millionen US-Dollar einnehmen und steht damit an der Spitze. 54,7 Millionen US-Dollar sprangen dabei alleine durch ihre Konzerte heraus. Für die Formation World Tour gingen im letzten Jahr immerhin 1,2 Millionen Tickets über die Ladentheke. 

Nach Guns N' Roses und Bruce Springsteen taucht auf Platz #4 Drake auf, der sich vor allem durch unglaubliche Streaming-Zahlen von den anderen Künstlern abhebt. Von den 37,3 Millionen US-Dollar, die er im letzten Jahr mit seiner Musik erwirtschaftete, hat er über 18 Millionen US-Dollar durch Streaming eingenommen. Knapp 14 Millionen US-Dollar hat der Kanadier außerdem durch seine Tour mit Future einspielen können.

Adele, Coldplay, Justin Bieber. Unter den Top 10 findet man natürlich die weltweit gefragten Pop-Stars wieder. Aber auch Kanye West mischt mit und landet auf Platz #9 mit 26,1 Millionen US-Dollar. Damit ist er nach Drake der zweiterfolgreichste Rapper des letzten Jahres, was er ebenfalls vor allem seinen Streaming-Zahlen sowie dem Live-Geschäft zu verdanken hat.

Ein gutes Stück dahinter, auf Platz #17, landet übrigens Future, der sich immerhin über Einnahmen von 17 Millionen US-Dollar freuen konnte. In der Übersicht kannst du sehen, womit die erfolgreichsten Rapper am meisten verdient haben:

Drake – $37,3 Mio

Sales: $5,2 Mio, Streaming: $18,1 Mio, Tour: $13,6 Mio, Publishing: $420.300

Kanye West – $26,1 Mio

Sales: $926.000, Streaming: $7,6 Mio, Tour: $15,4 Mio, Publishing: $2,2 Mio

Future – $17 Mio

Sales: $1,1 Mio, Streaming: $1,1 Mio, Tour: $13,9 Mio, Publishing: $828.900

Bekanntlich machen viele Hiphop-Künstler nicht nur mit Musik eine Menge Kohle. Wer in den letzten zwölf Monaten auch mit Nebengeschäften am meisten verdienen konnte, erfährst du hier:

Forbes-Liste: Welche 8 Hiphop-Celebrities weltweit am meisten Geld machen

Puffy, Diddy, P. Poppa, Poppa Diddy Pop - wie auch immer er sich gerade nennt: Er ist steinreich. Zumindest führt Sean Combs aka Puff Daddy aka P. Diddy auch dieses Jahr wieder die Forbes-Liste der am besten verdienenden Celebrities der Welt an.

Die komplette Liste kannst du dir übrigens bei Billboard ansehen:

Billboard's Top 50 Money Makers of 2016

Bow down to the Queen.

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Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Von Till Hesterbrink am 17.11.2020 - 12:34

Barack Obama gab vor Kurzem dem Magazin The Atlantic ein Interview anlässlich seines anstehenden Buches. In dem Gespräch mit Journalist Jeffrey Goldberg erklärte der ehemalige US-Präsident, dass seiner Auffassung nach Hiphop mitverantwortlich für den Aufstieg Donald Trumps gewesen sei. Grund dafür wäre der häufig mitschwingende Materialismus.

Barack Obama: "Wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld"

Goldberg fragt Obama im Laufe des Interviews, was dieser glaube, warum Donald Trump so erfolgreich werden konnte. Obama vergleicht Trump daraufhin mit Richie Rich, dem Millionärserben des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1994, der seit Wort nie hielt und keinerlei Interesse daran zeigte, Verantwortung zu übernehmen. Obama meint, es hätte eine Entwicklung des klassischen Bildes des Mannes, von jemandem, der die schwachen beschützt, zu jemandem, der einfach zeigt was er hat und kann gegeben. Diese Entwicklung würde er dem Fernsehen zuschreiben.

"Dann siehst du Lifestyles Of The Rich And Famous, was dir vermittelt, entweder du hast es oder du bist ein Loser. Und Donald Trump verkörpert diese kulturelle Bewegung, die nun tief in der amerikanischen Kultur verankert ist."

("Then you start seeing Lifestyles of the Rich and Famous, that sense that either you’ve got it or you’re a loser. And Donald Trump epitomizes that cultural movement that is deeply ingrained now in American culture.")

Aber nicht nur beim Fernsehen sieht Obama eine Teilschuld für den Aufstieg Trumps. Auch Hiphop und Rapmusik sollen seiner Meinung nach einen großen Teil dazu beigetragen haben. Er sei nicht über den Anstieg von Populismus überrascht gewesen, fände es jedoch interessant, wer geholfen habe, diesen zu verbreiten.

Unter anderem Lil Pump, 50 Cent, Ice Cube und Lil Wayne hatten für die vergangene Kampagne Trumps ihre Hilfe oder Unterstützung angeboten. Obama müsse sich nach eigenen Angaben häufig selbst daran erinnern, wofür Hiphop in den meisten Fällen stehen würde. Der Hang zum Materialismus und das protzende Auftreten vieler Rapper hätten einen klaren Einfluss auf die Gesellschaft. Hiphop würde häufig die gleichen Werte wie Donald Trump vertreten.

"Leute schreiben darüber, dass Trump [in der Präsidentschaftswahl 2020] mehr Unterstützung von Schwarzen Männern gewinnen konnte und über den ein oder anderen Rapper, der ihn unterstützte. Ich muss mich selbst daran erinnern, dass wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld. Viele Rap-Videos propagieren dieselben Werte wie Donald Trump darüber, was es heißt, berühmt zu sein. Alles ist aus Gold. Das festigt sich und sickert in die Kultur durch."

("People are writing about the fact that Trump increased his support among Black men [in the 2020 presidential election], and the occasional rapper who supported Trump. I have to remind myself that if you listen to rap music, it’s all about the bling, the women, the money. A lot of rap videos are using the same measures of what it means to be successful as Donald Trump is. Everything is gold-plated. That insinuates itself and seeps into the culture.")

Barack Obama & Hiphop

Eigentlich hat der ehemalige US-Präsident eine große Liebe für Hiphop und machte diese auch immer wieder öffentlich bekannt. So erklärte er erst letztes Jahr unter anderem "The London" von Young Thug, J. Cole und Travis Scott sowie "Suge" von DaBaby zu seinen Lieblingssongs 2019.

Zu seinem neuen Buch "The Promised Land" veröffentlichte Obama eine zugehörige Playlist. Auch in dieser sind Hiphop-Stars wie Jay-Z, Eminem oder Beyoncé zu finden.

Es scheint also eher so, als würde sich Obamas Kritik an Hiphop vor allem an die neue Generation an Rappern richten. Dieser wird schließlich häufig vorgeworfen, den ursprünglichen Zweck der "Message" von Hiphop nicht mehr zu erfüllen.


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