VMAs 2019: Missy Elliott erhält den Michael Jackson Video Vanguard Award

Bereits seit Jahren ist die Vergabe der MTV Video Music Awards von Hiphop geprägt. Am 26. August startet die Preisverleihung in die nächste Runde und MTV kündigte jetzt in einem Video an, dass Missy Elliott als erste Rapperin den Video Vanguard Award entgegennehmen wird.

2019 Video Music Awards | MTV

Taylor Swift, Shawn Mendes, Lizzo & many more hit up the stage at the VMAs this year. #VMA #MTV Subscribe to MTV: http://goo.gl/NThuhC Voting for the 2019 MTV Video Music Awards is now open! Comedian Sebastian Maniscalco will host the event live from the Prudential Center in Newark, NJ, on August 26.

Missy Elliott beeindruckt mit ihrem Lebenswerk

Nachdem Missy Elliott 2018 bereits als erste Rapperin in die Songwriter Hall of Fame aufgenommen wurde sowie die Ehrendoktorwürde des Berklee College of Music führen darf, erhält sie nun den Michael Jackson Vanguard Award. Der Preis würdigt das Lebenswerk der Künstlerin. Bruce Gillmer, der maßgeblich an der Produktion der Show beteiligt ist, sagte zu der Award-Vergabe an die Rapperin:

"Missy´s Einfluss auf die Musiklandschaft ist nicht mehr wegzudenken. Ihre kreative Vision bezüglich Produktion, Performance und Songwriting ist unübertroffen."

Rap war bisher in der Liste der Preisträger*innen kaum vertreten

Missy Elliott ist nicht nur die erste weibliche Rapkünstlerin, die den Preis entgegennehmen darf. Auch geschlechterübergreifend durften sich vor ihr mit LL Cool J (1997), den Beasty Boys (1998) und Kanye West (2015) erst drei Rapacts über den Award freuen. Letztes Jahr nahm Jennifer Lopez den Preis mit nach Hause.

Die Fans freuen sich vermutlich noch mehr über die Ankündigung, dass die Rapperin seit 2003 auch das erste Mal wieder auf der Bühne der VMAs performen wird. In Deutschland wird die Show ab zwei Uhr live aus New Jersey übertragen. Mit den meisten Nominierungen gehen dabei Ariana Grande sowie Taylor Swift ins Rennen.

Streit um die Benennung des Awards nach Michael Jackson

Dieses Jahr gab es auch Diskussionen über die Benennung des Preises. Der Video Vanguard Award wird seit 1984 an Künstler*innen vergeben. Seit 1991 ist er nach Michael Jackson benannt, um ihm eine besondere Ehre zu erweisen. Mit der Veröffentlichung der Dokumentation "Leaving Neverland", in der Michael Jackson der Vorwurf des s*xuellen Missbrauchs gegenüber Kindern gemacht wird, kamen auch Diskussionen auf, ob der Award weiter nach dem King of Pop benannt werden sollte.

MTV hat sich gegen eine offizielle Umbenennung des Awards entschieden. Dennoch wird häufig wie in dem Trailer der Name des bekannten Sängers einfach weggelassen.

Wir berichteten im März, dass Drake nach der Veröffentlichung der Dokumentation konsequenter war und sein Feature mit Michael Jackson von seiner Tracklist strich.

Drake streicht Michael Jackson-Song aus seiner Tour-Setlist

Drake will offenbar nichts mehr mit Michael Jackson zu tun haben. Anscheinend hat Drizzy seine Setlist zur Europa-Tour angepasst: Er verzichtet darauf, "Don't Matter to Me" zu spielen. Wie TMZ berichtet, hat er den Song mit Michael Jackson-Lyrics womöglich wegen der Doku "Leaving Neverland" aus seiner Tracklist gestrichen.

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George Floyd stirbt durch Polizeigewalt: Reaktionen von 50 Cent, Cardi B, Manuellsen & mehr

George Floyd stirbt durch Polizeigewalt: Reaktionen von 50 Cent, Cardi B, Manuellsen & mehr

Von Michael Rubach am 28.05.2020 - 11:59

Ein Video erschüttert die Welt: Der Afroamerikaner George Floyd wird von einem weißen Polizisten regelrecht hingerichtet. Wenn irgendjemand noch ein Zeitdokument gebraucht hat, um zu checken, wie verwurzelt Rassismus 2020 in unserer Gesellschaft ist – hier ist es. Der Fall macht fassungslos. US-Stars schwanken in den sozialen Medien zwischen Trauer und Wut. Wut gegenüber einem System, das dem Leben eines Mannes mit dunkler Hautfarbe scheinbar keinen Wert beimisst.

Tod durch Polizeigewalt: George Floyd flehte um sein Leben

Es geschieht in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am helllichten Tag: Ein Cop drückt sein Knie fast zehn Minuten auf den Halsbereich von George Floyd. Die quälenden Rufe des Festgenommenen ignoriert der Beamte mit einer kaum zu ertragenden Ruhe. "Ich kann nicht atmen", bringt der am Boden liegende Mann hervor. Was ebenfalls zu vernehmen ist: "Tötet mich nicht."

Doch George Floyd stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Es ist ein Tod, der an so einem universellen Wert wie Menschlichkeit zweifeln lässt. Die vier beteiligten Polizisten wurden nach der Tat entlassen. Der Bürgermeister von Minneapolis erklärt in einem Statement etwas, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

"Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein."

Laut SZ habe in der polizeilichen Darstellung der Ereignisse nichts auf die Brutalität des Einsatzes hingedeutet. Die Festnahme soll im Rahmen eines Betrugsfalls erfolgt sein. Letztendlich sind es die millionenfach geteilten Handyaufnahmen, welche den grausamen Tod von George Floyd enttarnen. US-Präsident Donald Trump hat sich bereits eingeschaltet und will sich dafür einsetzen, dass der Gerechtigkeit schnellstmöglich "Genüge getan" werde. Auch das FBI ist für die Ermittlungen hinzugezogen worden.

Snoop Dogg, 50 Cent, Cardi B, LeBron James fordern Gerechtigkeit

Prominente aus der Sport-, Musik- oder Filmbranche zeigen sich in den sozialen Netzwerken erzürnt, bestürzt und ringen mit ihren Emotionen. Sie agieren als reichweitenstarker Arm derer, die sich bei Demonstrationen auf den Straßen Amerikas mit gutem Grund fragen, ob das Leben aller Amerikaner tatsächlich den gleichen Wert besitzt. LeBron James, Snoop Dogg, Cardi B, Meek Mill, Diddy, 50 Cent, Ice-T und viele mehr fordern nun Gerechtigkeit.



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no justice just us

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IT’S NOT US! #GeorgeFloyd

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COMMON on Twitter

BlackLivesMatter: George Floyd. https://t.co/lDfE2L3aC1

Chance The Rapper on Twitter

5PM in honor of #GeorgeFloyd

ICE T on Twitter

They Killed another Brother.. On Video. https://t.co/RnuUqfU5o8

Missy Elliott on Twitter

GeorgeFloyd No family should have to go through this pain of seeing their loved one beg for their lifeIt not right no matter how you look at it

George Floyd hat eine Rap-Vergangenheit

Der verstorbene George Floyd war selbst ein Teil der US-Rapszene. Der 46-Jährige hat seine musikalischen Spuren in Houston hinterlassen. Wie die Zeitung Houston Chronicle schreibt, arbeitete er dort in den Neunzigern mit dem legendären DJ Screw zusammen. Unter dem Künstlernamen Big Floyd sei George Floyd unter anderem auf Mixtapes zu hören.

Tod von George Floyd: Manuellsen, Sugar MMFK & Jerome Boateng äußern sich

Auch in Deutschland sorgt die Tat für Entsetzen. In vielen Insta-Storys gehen Artists auf die Geschehnisse in den Staaten ein. Dass Rassismus nicht an den Grenzen Amerikas aufhört, muss man schließlich nicht gesondert erklären. Manuellsen macht der Tod schlichtweg sprachlos. Sugar MMFK sucht den Dialog mit seiner Community. Credibil lässt seinen Fans die Wahl, ob sie sich die Szene wirklich anschauen wollen. Aus Ahzumjot spricht die bloße Wut. Mit Jerome Boateng ergreift auch ein deutscher Spitzensportler das Wort und betet für die Angehörigen von George Floyd.



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#NOCOMMENT

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alan degeneres on Twitter

ändert die news: es kam kein schwarzer mann nach brutalem polizeieinsatz ums leben. ein schwarzer mann wurde grundlos auf offener straße vor unzähligen zeugen von 4 polizisten ermordet #Minneapolis #GeorgeFloyd #icantbreathe

alan degeneres on Twitter

und jetzt fragt mich bitte nochmal, warum mich mittlerweile der kleinste anflug von rassismus aggressiv macht

Jerome Boateng on Twitter

His name was George Floyd. Say his name. Pray for his family. I Can't believe it happened again, even in broad daylight and while being recorded. #BlackLivesMatter #JusticeForGeorgeFloyd

Ebenso ist das Thema Polizeigewalt in letzter Zeit vermehrt in Deutschland angekommen. Dardan und PA Sports haben hier kürzlich deutlich auf Fälle von Machtmissbrauch aufmerksam gemacht.

PA Sports, Dardan & viele andere prangern Polizeigewalt an

Aktuell machen wieder einmal Fälle von Polizeigewalt die Runde. Besonders zwei Fälle werden gerade angeprangert und auch von Rappern verbreitet. Unter anderem machen sich Dardan und PA Sports gegen den Machtmissbrauch der Staatsdiener stark. Der Aufruf zum Teilen findet großes Gehör. Vielleicht ändert sich ja dieses Mal endlich etwas.


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