US-Rapper kurz nach Gefängnisaufenthalt erschossen
Screenshot aus dem Musikvideo zu "Big Haiti Shottas" von Baby Cino

 

Timothy Starks, der als Rapper unter dem Namen Baby Cino bereits einige Songs veröffentlicht hat, wurde am vergangenen Mittwoch in Miami erschossen. Das geht aus einem Bericht von Miami Herald hervor. Der aufstrebende Musiker wurde nur 20 Jahre alt.

Baby Cino verlässt Gefängnis und wird erschossen

Am Mittwochnachmittag ist der Rapper aus einem Gefängnis in Miami entlassen worden. Wegen Waffenbesitz wurde er dort über Nacht festgehalten. Dem Bericht zufolge sei er von einem Freund, ebenfalls 20 Jahre alt, mit dem Auto abgeholt worden. Als sie wenige Minuten später auf den Palmetto Expressway fuhren, wurden sie aus einem anderen Auto angeschossen – am hellichten Tag. Bei den mindestens 40 Schüssen kam der Rapper ums Leben. Der Fahrer liegt derzeit im Krankenhaus, befindet sich aber in stabilem Zustand.

Die Ermittlungen dauern an. Die Schießerei sei vermutlich auf Gangaktivitäten zurückzuführen und könne in Verbindung mit anderen öffentlichen Verbrechen in Miami stehen, so die Quellen aus der Strafverfolgung. Der Bericht von Miami Herald bezieht sich auf eine unbenannte Quelle, die Baby Cino einer Gang namens "Boss Life" zuordnet.

Erst zu Beginn des Jahres hatte der Rapper seine bis heute größte Single "Big Haiti Shottas" releast. Mit dem Musikvideo konnte er mittlerweile über 85.000 Aufrufe erzielen.

Goonew überlebt Angriff nicht

An diesem Wochenende ist mit Goonew ein weiterer Rapper in jungem Alter erschossen worden. Der Rapper aus Maryland wurde 24 Jahre alt. Die Informationen kamen erstmals von der Polizeibehörde des Prince George County via Twitter.

Gegenüber der Washington Post hat Goonews Manager bestätigt, dass es sich bei dem Opfer des Angriffs tatsächlich um den Rapper handelt. Der junge Musiker aus der DMV-Szene (DC, Maryland, Virginia) zeichnete sich durch seinen eher unterschwelligen "lowkey" Flow aus.

Auf Twitter sprechen Kollegen aus der Rapszene bereits ihr Beileid aus.

Die frequentierten Vorfälle entlarven erneut, dass Waffengewalt in den USA noch immer ein massives Problem darstellt. Bei einem weiteren, traurigen Fall in dieser Woche wurde die Mutter von Young Thugs Kind erschossen.

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