Unerlaubter Waffenbesitz: Kevin Gates muss für 30 Monate ins Gefängnis

Kevin Gates war eigentlich drauf und dran, wieder als freier Mann zu leben. Aber am selben Tag, als seine Gefängnisstrafe für das Treten einer Frau zu Ende ging, wurde er auf ein Neues verhaftet. Jetzt steht anscheinend fest, dass der Rapper wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu 30 Monaten Haft verurteilt wurde.

Wie TMZ berichtet, soll sich Kevin Gates zu den Vorwürfen schuldig bekannt haben. Die Klage wurde wohl bereits 2013 eingereicht, aber der Rapper sei nicht vor Gericht erschienen.

Kevin Gates Sentenced to 30 Months for Gun Charge

Kevin Gates Gets 30 Months for Gun Charge Rapper Kevin Gates finally knows his fate in his gun case -- he's going to prison for 30 months. The Cook County Sheriff's Office in Illinois says Kevin appeared in court Wednesday and pled guilty to his original charge of felony gun possession.

Kevin Gates zu sechs Monaten Haft verurteilt

Kevin Gates muss eine Haftstrafe von sechs Monaten antreten. Im August 2015 hatte Gates bei einem Auftritt in einem Nachtclub einem weiblichen Fan in die Brust getreten. Bei dem Opfer handelt es sich um die erst 19-jährige Miranda Dixon.Ausschlaggebend für die Schuldigsprechung soll ein Handyvideo gewesen sein, das genau zeigen soll, wie Gates das Mädchen angriff.

Kevin Gates im Interview: Die bisher größte Herausforderung für Aria! - US+A

Über negative Dinge, wie beispielsweise die tragische Schießerei in seiner Heimatstadt Baton Rouge, wollte Kevin Gates nicht sprechen. Seine Musik habe therapeutische Wirkung, da würde er alles sagen, was er möchte und über seinen Struggle berichten. Im interview? Da wird nur über Positives gesprochen.

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"Alpha Mentoring": Kollegah scheitert im Rechtsstreit gegen Berichterstattung

"Alpha Mentoring": Kollegah scheitert im Rechtsstreit gegen Berichterstattung

Von Michael Rubach am 18.12.2019 - 15:26

Kollegah hat vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen. Das berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Es ging dabei um falsche Sachaussagen, die im Deutschrap-Podcast "Schacht & Wasabi" getroffen worden sein sollen. Kollegah hatte Klage gegen den Bayerischen Rundfunk (BR) eingereicht und eine Gegendarstellung angestrebt. Konkret zielte die Klage auf die Auseinandersetzung der Podcast-Moderatoren mit der viel beachteten Vice-Reportage zum "Alpha Mentoring"-Programm ab.

Berichterstattung über "Alpha Mentoring"-Recherche ist zulässig

Wir erinnern uns: Journalisten der Vice nahmen undercover an Kollegahs Coaching zur Selbstoptimierung teil. Sie lieferten so Einblicke in ein System, das sie als eine Art "Guru-Bewegung" bezeichneten. Auch ist dort von "Irreführung" und ausgeübtem "Druck" die Rede. Des Weiteren befeuere das Programm allerlei Verschwörungstheorien. Auf die Recherche reagierte Kollegah damals in einem Video und kritisierte unter anderem den Mangel an "objektiver Berichterstattung".

Kollegah reagiert auf Vorwürfe gegen "Alpha Mentoring"-Programm

Kollegah steht momentan so oft in der Kritik, dass er in seiner Instagram-Bio nicht nur "Rappen und Sport" als seine Hobbys angibt, sondern dort auch das Bekämpfen von Shitstorms auftaucht. Aktuell wird diesbezüglich wohl am meisten über eine Undercover-Recherche von Vice-Journalisten gesprochen, in der das "Alpha Mentoring"-Programm des Rappers kritisiert wird.

Kollegah entschied sich offenbar dazu, gegen die Aufarbeitung des Themas bei "Schacht & Wasabi" vorzugehen. Im Deutschrap-Podcast wurde die angeführte Story kurz nach der Veröffentlichung besprochen. Die Moderatoren verwiesen auch darauf, dass sich die Journalisten der Vice über Wochen in Kollegahs Motivations-Programm "eingeschleust" hätten. Kollegahs Anwalt führte daraufhin aus, dass diese Aussage nicht zutreffend sei. Es hätte sich stattdessen lediglich um acht Tage gehandelt. Nur ein Bruchteil des "Alpha Mentoring"-Programms wäre für das Recherche-Team erfahrbar gewesen.

In erster Instanz vor dem Münchner Landgericht wurde der Argumentation von Kollegahs Anwalt noch Recht gegeben. Diese Entscheidung wurde nun gekippt. Laut dem Oberlandesgericht München würde eine Gegendarstellung durch den BR unangebrachterweise den Schluss zulassen, dass die ursprünglich von der Vice formulierten Anschuldigungen, innerhalb des Podcasts erhoben worden seien. Der betreffende Abschnitt muss folglich nicht korrigiert werden.

Jule Wasabi: "Battle gegen Kollegah gewonnen"

Jule Wasabi zeigt sich auf Instagram hoch erfreut darüber, wieder "ruhig schlafen" zu können. Ein "paar unentspannte Monate" seien nun vorüber.

"Hatte paar unentspannte Monate wegen Kollegah dem Boss, der sich dazu entschieden hat rechtlich gegen mich und den Bayerischen Rundfunk vorzugehen. Der Rechtsstreit ging durch mehrere Instanzen und seit gestern kann ich wieder ziemlich ruhig schlafen. Diese Userin hat am 17. Dezember 2019 ein Battle gegen Kollegah gewonnen."

Ein Sprecher des BR erklärte nach dem Urteil, dass der Prozess auch für seine journalistische Symbolwirkung geführt worden sei.

"Wir sehen uns auch als Stellvertreter für die vielen kleinen Redaktionen im Land, die sich einen solchen Rechtsstreit nicht leisten können. Da stehen wir als öffentlich-rechtliche Anstalt auch in der Verantwortung."


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