Rechte Security & Orga-Probleme: Splash! Festival veröffentlicht Statement

 

Das Splash! Festival reagiert mit einem öffentlichen Statement auf die Kritik, die dieses Jahr auf das Deutschrap-Klassentreffen bei Gräfenhainichen folgt. Die zwei Kernpunkte, auf die die Veranstalter in der Stellungnahme eingehen, sind die teils rechtsradikalen, sexistischen und kriminellen Security-Mitarbeiter sowie die Probleme beim Einlass. Man zeigt sich mit Hinblick auf die Vorfälle einsichtig und konstruktiv.

Rechte & sexistische Securities beim Splash! Festival

Dass einige Besucher sich aufgrund der Security vielmehr unwohl als sicher gefühlt haben, sieht das Splash! ein. In den Kommentaren auf Instagram und Facebook berichten die Fans von unterschiedlichen Vorfällen. Die Veranstalter kündigen an, dafür zu sorgen, dass in Zukunft weder Homophobie noch Rassismus, Transphobie, Sexismus oder kriminelle Energie einen Platz auf dem Festival haben sollen.

Man sei "bestürzt" und stehe sowohl mit den betroffenen Gästen sowie den zuständigen Dienstleistern in Kontakt. Wer sich konkret am konstruktiven Feedback beteiligen will, findet unter [email protected] Gehör.

"In erster Linie ist es natürlich die Verantwortung der einzelnen Dienstleister, ihre Mitarbeiter zu überprüfen, wir wollen das aber nicht beschönigen – auf unserem Festival waren Mitarbeiter mit entsprechender Gesinnung und das darf nie wieder passieren! Dafür werden wir sorgen!"

Frust durch neues Einlass-System

Auch bei den Problemen, die es durch die Einführung eines neuen Systems beim Einlass gegeben hat, zeigen die Veranstalter sich lösungsorientiert. 

"Wir haben das System dieses Jahr geändert, damit Besucher nur einmal anstehen müssen, statt wie die Jahre zuvor gleich doppelt. Leider hat das nicht wie erhofft funktioniert, dafür war der Ansturm zu groß. [...] Wir haben es versucht und verkackt, bitte entschuldigt die entstandenen Wartezeiten."

Im nächsten Jahr soll sich diese Situation nicht wiederholen und so arbeitet man bereits mit "oberster Priorität" an dieser Problematik sowie der Auswahl des Security-Personals. Insgesamt macht das Team einen sehr engagierten und offenen Eindruck beim Krisenmanagement.

Nicht nur negatives Feedback

Bei einem Event dieser Größenordnung wäre es fast schon ein Wunder, alles problemlos über die Bühne zu bringen. In den sozialen Medien gibt es Kritik meist schnell und laut – auch bei anderen Festivals. Dass es dieses Jahr Vorwürfe in einem Ausmaß gibt, das die Veranstalter zu einem Statement zwingt, ist aber auffällig.

Dennoch: Viele Tausend Besucher haben fröhlich gefeiert, neue Menschen kennengelernt und die Musik genossen. Auch manch ein Kritiker im Netz lobt das Festival trotz schlechter Erfahrungen in gewissen Teilbereichen der Orga. Sollte sich das Splash! im Sinne des aktuell vorbildlichen Handlings des negativen Feedbacks Änderungen für 2020 vornehmen und erfolgreich umsetzen, dann haben wir sicher noch viele Jahre Freude an diesem festen Bestandteil der Rapwelt.

Hier könnte ihr das komplette Statement lesen:

Statement

Freunde, es ist Statement-Zeit! Das splash! 2019 war wieder ein Festival voller mitreißender Konzerte, ausgelassener Partys und schöner Erinnerungen für uns alle - trotzdem ist leider nicht alles so gelaufen, wie wir es uns gewünscht hätten. Wie immer gab es viel überwältigend positives Feedback, was uns sehr freut.

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