Petition für Bassboxxx-Allee in Berlin gestartet

Frauenarzt, Manny Marc, MC Bogy, DJ Reckless, Orgi, Mach One, Basstard und viele mehr wären heute wohl nicht dort, wo sie sind, wenn es Bassboxxx nie gegeben hätte. Hinter dem Label – ach was, der Bewegung – verbirgt sich eine über 20 Jahre alte Geschichte. Die wird den Beteiligten zufolge allerdings nicht genug gewürdigt. Was sich ändern soll: Eine neu gestartete Petition fordert jetzt, dass die Berliner Mariannenstraße in "Bassboxxx Allee" umbenannt wird.

Bassboxxx, das wohl einflussreichste Untergrundlabel der deutschen Musikszene

Die Geschichte des Labels, das nie so richtig offziell ein Label war, ist chaotisch – so wie ein Großteil der Gründungsmitglieder und Beteiligten. Fest steht: Die Rapper, Writer und Produzenten haben in frühen Jahren Pionierarbeit geleistet.

Da wurden Kassetten aus dem Kofferraum verkauft und mit dem Megafon Promo auf der Straße gemacht. Es muss kreatives Chaos geherrscht haben: Zeitweise sollen zwanzig Leute gleichzeitig in Mach Ones kleiner Wohnung gechillt und nebenbei an Musik gearbeitet haben.

Mittlerweile haben sich die Wege vieler Beteiligter getrennt. Manche sind nicht gut aufeinander zu sprechen, viele ziehen ihr ganz eigenes Ding durch. Mehr Würdigung auch außerhalb der Szene dürften sich aber wohl alle wünschen, die in den wilden Neunzigern Berlins am Start waren.

20 Jahre Bassboxxx: "Ein falsches Wort, schon gab es eine Hausdurchsuchung" // Feature

Vor zwanzig Jahren verändert sich Rap in Berlin für immer...

Bassboxxx Allee: Petition fordert neuen Namen für Mariannenstraße in Berlin

Bassboxxx-Fan Denis und Bassboxxx-Member Basstard rühren jetzt die Werbetrommel für eine ganz besondere Petition: Ganz nach US-amerikanischem Vorbild soll im Idealfall eine Straße nach der Bassboxxx benannt werden. Im Text zu Petition heißt es:

"Der Großteil der damaligen Bassboxxx-Künstler ist auch heute noch tief in der Musikszene verankert und hat noch immensen Einfluss in der deutschen Musikwirtschaft."

"Wir starten deshalb diese Petition, um die Mariannenstraße in Berlin Kreuzberg zur 'Bassboxxx Allee' umbennenen zu lassen."

"In der Mariannenstraße befand sich das sogenannte 'Letzte Loch', das erste Bassboxxx-Studio und Hauptquartier in MachOnes damaliger WG-Wohnung. Ehre, wem Ehre gebührt."

Hier kannst du die Petition unterzeichnen:

Petition unterschreiben

Die Bassboxxx Allee

Die Vorstellung, irgendwann in Berlin möglicherweise durch die Bassboxxx-Allee spazieren zu können, finden wir super. Beim Wu-Tang Clan hat das ja schließlich auch geklappt – egal, wie lang es gedauert hat:

Nuthing ta F' Wit: In New York wurde offiziell der Wu-Tang Clan District eröffnet! #wutang

13.5k Likes, 248 Comments - HIPHOP.DE (@hiphopde) on Instagram: "Nuthing ta F' Wit: In New York wurde offiziell der Wu-Tang Clan District eröffnet! #wutang"

MC Bogy & Prinz Pi beseitigen ihre Differenzen

Die Misstöne zwischen MC Bogy und Prinz Pi sind bereinigt. Nachdem der Atzenkeeper sich in den letzten Wochen von Prinz Pi im Buch "Könnt ihr uns hören?" falsch dargestellt fühlte, haben die beiden Urgesteine der Berliner Rapszene ihre Differenzen aus dem Weg geräumt.

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MC Bogy & Prinz Pi beseitigen ihre Differenzen

MC Bogy & Prinz Pi beseitigen ihre Differenzen

Von Robin Schmidt am 12.05.2019 - 14:54

Die Misstöne zwischen MC Bogy und Prinz Pi sind bereinigt. Nachdem der Atzenkeeper sich in den letzten Wochen von Prinz Pi im Buch "Könnt ihr uns hören?" falsch dargestellt fühlte, haben die beiden Urgesteine der Berliner Rapszene ihre Differenzen aus dem Weg geräumt. 

Ein gemeinsam entstandenes Foto, das die beiden auf ihren Instagram-Profilen gepostet haben, besiegelt den Schulterschluss. Prinz Pi hat das Bild mit einem "Peace in the Middle East" versehen. Bogy lässt unter seinem Foto wissen, dass es "Nur Liebe in Westberlin...." gibt. 

Anlass für die Spannungen zwischen MC Bogy und Prinz Pi waren Aussagen von letzterem, die laut Bogy so nicht stimmten. Im Buch "Könnt ihr uns hören?" von den Journalisten Jan Wehn und Davide Bortot erzählt Pi scheinbar von früheren Gang-Fights in Berlin: 

"Ich erinnere mich an zwei Schlachten in Berlin-Mitte, bei denen wir uns richtig krass mit denen geprügelt haben. Ich weiß noch, wie ich Pflastersteine auf Bogy geschmissen und er irgendetwas auf mich geschossen hat." 

Für Bogy war diese Anekdote haltlos, woraufhin er Prinz Pi als "Prinz P*ssy" bezeichnete und ihn der Lüge bezichtigte. 

Ebenfalls auf dem Foto befindet sich Basstard. Dieser hatte sogar im Anschluss an die Vorwürfe von MC Bogy in Richtung Prinz Pi mit "Keine Liebe" eine Art Abrechnung an Pi veröffentlicht. Darin machte Basstard seiner menschlischen Enttäuschung gegenüber Prinz Pi Luft. Der Track wurde inzwischen gelöscht, worauf Basstard in seinem Statement zu der ganzen Angelegenheit in humorvoller Art und Weise eingeht:

"So einfach geht das! Wir sind nun mal ein paar schicke Accessoires und Friedrich hat uns zum essen eingeladen und uns danach mit seinem Ferrari in unsere Sozialwohnungen zurück gebracht. Beeilt euch mit dem download, der Song geht gleich off!"[sic!] 

Eine Reise durch Berlin mit Prinz Pi hat zuletzt auch Toxik unternommen. In unserem neuen Format "Zeitreise" kannst du dir das Ergebnis anschauen: 

Aus der Bonzengegend in den Bunker - Prinz Pi Zeitreise powered by KIA ProCeed

Für unser neues Format hat Toxik Prinz Pi in Berlin besucht. Beim Trip durch die prägenden Viertel seines Lebens ist mehr herausgekommen als ein Interview über Pis Weg von einem Jungen aus Zehlendorf zu einem Künstler, der mit seiner Musik schon Hunderttausende berührt hat.


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