Nach Vorfall in Leipzig: Kollegah soll offenbar hohe Geldstrafe zahlen

Im März schlug Kollegah während seines Konzertes in Leipzig einen Fan auf der Bühne nieder (hier nachlesen). Nachdem rechtliche Schritte gegen den Rapper eingeleitet wurden, scheint jetzt festzustehen, wie die Strafe ausfällt. 

Wie die MZ berichtet, soll Kollegah offenbar eine 18.000 Euro hohe Geldstrafe wegen Körperverletzung zahlen. 

"Wie die Mitteldeutsche Zeitung exklusiv aus Justizkreisen erfuhr, soll der Künstler, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt, 18.000 Euro Geldstrafe zahlen, aufgeteilt zu 90 Tagesätzen je 200 Euro."

Angeblich habe Kollegahs Anwalt bereits Einspruch gegen den Entscheid des Amtsgerichts Leipzig eingelegt, mit der Erklärung, dass sein Mandant "von dem vermeintlichen Opfer eindeutig provoziert und attackiert worden" sei. So habe der Mann Kollegah angeblich als "H*rensohn" beschimpft.

Kollegah selbst scheint die Sache entspannt zu sehen. Zumindest könnte man einen Instagram-Post des Rappers als Anspielung auf die Strafe verstehen. Der Düsseldorfer teilte ein Bild des Deutschen Wetterdienstes, welcher das Tief Kolle ankündigt und schreibt dazu:

"Weitere Niederschläge folgen dieses Jahr, auch wennse mich 18 Scheinchen kosten." [sic]

Weitere Niederschläge folgen dieses Jahr, auch wennse mich 18 Scheinchen kosten

17.1k Likes, 186 Comments - KOLLEGAH (@kollegahderbossofficial) on Instagram: "Weitere Niederschläge folgen dieses Jahr, auch wennse mich 18 Scheinchen kosten"

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Kommentare

Hipphopp und RAPPERMUSIK sind so wie TECHNO und auch die meisten PUNKMUSIKEN keine Musik. Wer zu solchen Konzerten geht ist meist ein größerer Spießer als alle vor 1990 .Das ist keine MUSIK: Das sind IRRE und schade um jeden CENT, welcher der Organisator verwendet. Das sind GANGS die solche Musik machen.

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"Bisschen happig": Gzuz äußert sich zu seiner Haftstrafe

"Bisschen happig": Gzuz äußert sich zu seiner Haftstrafe

Von Michael Rubach am 08.04.2021 - 15:41

Gzuz wurde letztes Jahr unter großem medialen Interesse vom Amtsgericht Hamburg zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt. Im Interview bei Kiss FM hat sich Gazo nun ausführlich zu dem zurückliegenden Prozess geäußert und auch bestätigt, dass ihm zusätzlich eine Geldstrafe von 500.000 Euro aufgebrummt worden ist. Gleichzeitig nimmt er zu einem kommenden Berufungsverfahren Stellung.

Gzuz sieht sich nicht als "Justizopfer"

Eine Frage treibt die Fans der 187 Strassenbande um: Muss Gzuz tatsächlich erneut ins Gefängnis? Unter anderem wegen Drogenbesitzes, Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz wurde der Rapper in erster Instanz schuldig gesprochen. Hier hakt Kiss FM Moderatorin Alisha direkt beim Hamburger nach und erkundigt sich nach dem Stand der Dinge. Gzuz erteilt bereitwillig Auskunft:

"Ja, es steht auf jeden Fall im Raum. Aber ich find es schon ein bisschen happig, wenn der Staatsanwalt 14 Monate fordert und der Richter dir 18 Monate und ne halbe Million gibt. Dann ist das schon – ja, so ein bisschen auffällig. Und wenn man sich dann auch die Taten anguckt. Das ist natürlich ein schwebendes Verfahren, aber wenn man sich das alles anguckt, ist es schon ein bisschen happig. Deswegen geht man da in Berufung und hat da nochmal die Chance, sich vor einem anderen Gericht vielleicht zu erklären, sag ich mal. Und dann versuchen, da was Besseres rauszuholen für mich. Aber erstmal steht das im Raum, dass ich in Haft muss. Also vielleicht kommt man da nicht drum rum. Aber dann ist das so. Wär ich jetzt sauber durchs Leben gegangen, dann ist das keine – ich bin jetzt kein Justizopfer oder so. Man muss schon sagen, dass ich da auch Scheiße gebaut habe."

Bereits Bonez MC hatte nach dem Urteil im September die Strafe als "utopisch" bezeichnet. Zeitgleich stellte der 187-Chef ein weiteres Soloalbum von Gzuz vor Haftantritt in Aussicht. Das Hashtag #freegzuz trendete zudem unmittelbar nach dem Gerichtsprozess, der demnächst wohl auf anderer Ebene neu aufgerollt wird. Gzuz dazu:

"Ich wurde vorm Amtsgericht verurteilt und in nächster Instanz ist das Landgericht. Und beim Landgericht wird dann eine andere Strafkammer für mich zuständig sein."

Wann das Berufungsverfahren stattfindet, ist laut Gzuz noch nicht klar. Ein erneuter Prozess sei aus der Sicht des Hamburger Rappers erst einmal "besser als Knast". Demnächst erscheint mit dem "Sampler 5" ein neues Album der gesamten 187-Gang. Vor Kurzem releasten die Jungs die Single "Verpennt". Gzuz taucht dabei allerdings ausschließlich im Video auf.

Das komplette Interview mit Gzuz bei Kiss FM kannt du hier anhören:


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