Nach Schießerei im vergangenen Jahr: Hamad 45 zu langer Haftstrafe verurteilt

Wie die RuhrNachrichten berichten, wurde Hamad 45 heute zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Sechs Jahre und drei Monate Haft wegen gefährlicher Körperverletzung lautet das heute vom Bochumer Schwurgericht gesprochene Urteil gegen den Essener Rapper. Hamad hatte zuvor zugegeben, bei der Schießerei in Oer-Erkenschwick im Juni 2017 drei Schüsse abgefeuert zu haben. „Ich wollte nie jemanden töten und auch nicht verletzen“, ließ er vor der Urteilsverkündung verlauten.

Hamad und seine Verteidiger plädierten auf Notwehr, da Hamad bei dem Vorfall durch einen Angriff mit einem Baseballschläger in Lebensgefahr gewesen sei. Das Gericht erkannte die vermeintliche Notwehrlage nicht an. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar zehn Jahre Haft gefordert.

Die drei aus Oer-Erkenschwick stammenden, involvierten Brüder wurden ebenfalls verurteilt. Einer zu 30 Monaten Gefängnis, die anderen zu jeweils 15 Monaten Haft auf Bewährung.

Hamad war erst im Sommer 2016 aus der U-Haft entlassen worden, nachdem er etwa ein Jahr zuvor festgenommen wurde. Der Vorwuf damals lautete Raub und versuchte räuberische Erpressung.

Hintergründe zu der Tat, in er ein Cousin von Arafat Abou-Chaker verwickelt gewesen sein soll, findest du hier:

Schießerei in Oer-Erkenschwick: Offenbar Anklage gegen Hamad 45 erhoben

Nachdem es im Juni in Oer-Erkenschwick zu einer Schießerei kam, bei der ...

Urteil im Prozess um Schießerei in Oer-Erkenschwick

Die Urteilsverkündung nahm der Rap-Musiker ohne äußerliche Regung entgegen ...

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Kommentare

"Ich wollte nie jemanden töten oder verletzten" , Hamad45 - Ballert in der Öffentlichkeit rum , wollt des öfteren schön im Kreis bis zum Tod kämpfen

Er wollte Gangster sein. Jetzt muss er auch durchziehen.

Er wollte nie jemanden verletzen oder töten? Ja nee is klar, deshalb geht man auch mit einer geladenen Waffe irgendwo hin. Finde die Strafe absolut angemessen, außerdem sollte er wohl dringend in eine Aggressionstherapie.

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Nach "Affalterbach"-Video: Urteil zu Shindys Kennzeichenmissbrauch

Nach "Affalterbach"-Video: Urteil zu Shindys Kennzeichenmissbrauch

Von Till Hesterbrink am 25.06.2020 - 14:45

Der Prozess um Shindys angeblichen Kennzeichenmissbrauch hat ein rasches Ende gefunden: Herr Schindler kommt (fast) straffrei davon. Zwar gab es einen Freispruch für Shindy und er muss die zuvor veranschlagten 175.000 € nicht zahlen, dafür jedoch 10.000 € an eine gemeinnützige Stiftung.

Das Urteil für Shindy: Freispruch

Dem Künstler aus Bietigheim-Bissingen wurde vorgeworfen, beim Videodreh zu "Affalterbach" in einem Auto mit gefälschtem Kennzeichen gefahren zu sein. Dieses Vergehen wurde zu einem Thema, da er während der Fahrt mit dem Wagen geblitzt wurde.

Nun stellte sich heraus: Shindy ist die meiste Zeit nicht selbst gefahren, da das Auto mit dem Kennzeichen „DAD DY 1“ größtenteils per Anhänger transportiert wurde. Wenn er gefahren sei, dann nur in einer Kolonne mit den Aufnahmefahrzeugen. Daher konnte das Verfahren gegen eine Geldauflage von 10.000 € eingestellt werden.

Shindy verdient nicht genug, um die Strafe zu zahlen

Eigentlich war für die Strafzahlung ein Betrag von 175.000 € angesetzt, der sich aus Shindys mutmaßlichem Einkommen berechnete. Der Rapper gab jedoch an, gar nicht so viel zu verdienen, sodass die Höhe der Strafe gesenkt wurde.

Um zu beweisen, wie schlecht es ihm finanziell geht, tauchte er beim Prozessauftakt mit einem Bentley-Cabrio und Louis Vuitton Halstuch auf. Zweiteres verwendete er als Mundschutz. Unklar ist, ob diese Zurschaustellung von Shindys Lebensstil wirklich zu Mitleid bei dem Amtsrichter führte.

Shindy nicht zum ersten Mal vor Gericht

Es ist nicht das erste Mal, dass Shindy sich vor Gericht verantworten muss. An Silvester 2016 war der Rapper in eine Schlägerei mit zwei Männern verwickelt und wurde anschließend zu einer 14-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Schon damals musste er 5.000 € an eine gemeinnützige Organisation zahlen, zusätzlich zum Schmerzensgeld für die Opfer.

Shindy wegen "Affalterbach"-Video vor Gericht

Nach dem Streit mit Shirin David hat Shindy nun erneut Ärger wegen seiner Single "Affalterbach". Dieses Mal geht es aber nicht um die Musik, sondern um das entsprechende Video. Dem Rapper aus Bietigheim drohen laut Bild bis zu 175.000 Euro Strafe.


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