"Murder Burger": Suge Knight soll $81 Millionen zahlen

 

Suge Knight muss noch etliche Jahre hinter Gittern verbringen. Das schützt ihn allerdings nicht vor weiteren Zivilverfahren. Aktuell fordert die Familie des Mannes, den Suge Knight 2015 vor einem Burgerladen mit seinem Truck überfuhr, Gerechtigkeit. Der zuständige Anwalt verlangt dabei eine stattliche Summe vom Mitbegründer von Death Row Records. Wie der Rolling Stone berichtet, geht es um 81 Millionen Dollar. In dem Verfahren äußerte sich Suge Knight auch zu einem alten Weggefährten: Dr. Dre.

$81 Millionen von Suge Knight gefordert

Seit gut einem Monat läuft das zivilrechtliche Verfahren gegen Suge Knight. Aussagen des inzwischen 57-Jährigen gab es den Berichten nach per Videoeinspieler. Er wurde 2015 festgenommen, da man ihm vorwarf, zwei Männer auf dem Parkplatz eines Burgerladens vorsätzlich mit seinem Truck überfahren zu haben. Darunter Terry Carter, der an seinen Verletzungen starb und eine Frau und zwei Töchter hinterließ. Der Anwalt der Hinterbliebenen sagte dazu im Gerichtssaal: "Alleine auf dem Betonboden bei Tam’s Burgers zu sterben, war kein natürlicher Tod. Er wurde diesen drei Frauen genommen."

Der Rolling Stone schreibt, dass der Anwalt folgende Forderung formuliert hat: Jede Frau sollte eine Million Dollar für jedes der 27 Jahre erhalten, die Terry Carter wahrscheinlich gelebt hätte, wenn Knight ihn nicht mit seinem Truck zerquetscht hätte.

Im Rahmen eines Deals konnte Suge Knight seinerzeit eine Anklage wegen Mordes abwenden. Er entging so einer lebenslangen Haftstrafe. Doch auch die letztliche Verurteilung zu einer 28-jährigen Haftstrafe könnte dafür sorgen, dass Suge Knight zeitlebens das Gefängnis nicht mehr verlassen wird. Der Spot, an dem Terry Carter ums Leben kam, wird immer wieder als "Murder Burger" bezeichnet. Suge Knight erklärte einst dazu:

"Tam’s heißt aus gutem Grund 'Murder Burger'. Eine Sache, die wir alle wissen, ist, dass sie wegen der Kameras in der Nähe von Tam's nichts tun können. …Niemand zog seine Waffe neben Tam's. Jeder weiß, dass es Kameras gibt. Fragen sie irgendjemanden, sie nennen Tam's 'Murder' Burger“. Viele Leute, die nicht wussten, dass sie dort Kameras haben, sind heute noch im Gefängnis."

Was hat das mit Dr. Dre zu tun?

Während des Verfahrens wurde Suge Knight auch zu Dr. Dre befragt, mit dem er sich angeblich am Tattag treffen wollte. Es ging demnach um das N.W.A.-Biopic "Straight Outta Compton". Im Vorfeld sei Suge Knight laut Rolling Stone von der Polizei darüber informiert worden, dass Dre 2014 seine Ermordung in Auftrag gegeben habe. Suge Knight soll nun jedoch angegeben haben, dass er nicht an so ein Vorhaben des Hiphop-Moguls glaube. Der Rolling Stone zitiert den ehemaligen Death Row CEO so:

"Dr. Dre – wir sind seit Jahren wirklich gute Freunde. Tatsächlich kenne ich seine Kinder, er kennt meine Kinder. Und mir wurde gesagt, dass er ein paar Leute bezahlt hat, um mir Schaden zuzufügen. Ich habe es nicht geglaubt, weil die Behörden lügen."

Suge Knight wurde 2014 bei einer Party von Chris Brown angeschossen. Laut Medienberichten wurde 2016 eine Klage gegen Dr. Dre eingereicht, in der es hieß, dass Dre einen Hitman angeheuert habe, um Suge Knight umzubringen. Dre hatte das über seinen Anwalt abstreiten lassen. Im aktuellen Prozess dementierte Suge Knight, etwas mit dem Anwalt zu tun zu haben, der die Klage gegen Dre vor knapp sechs Jahren vorgebracht hat.

Auch von einer einstweiligen Verfügung will Suge Knight nichts wissen. "Wurde Ihnen jemals eine einstweilige Verfügung zugestellt, die Dr. Dre angeblich gegen Sie hatte?", wird er gefragt. Seine Anwort: "Nein. Niemals."

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