Suge Knight muss wohl für 28 Jahre ins Gefängnis

Auf Suge Knight hätte ein Mordprozess gewartet – diesen umgeht er nun offenbar und muss für 28 Jahre ins Gefängnis. Der ehemalige Manager und Mitbegründer von Death Row Records ist laut Medienberichten einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingegangen.

Im Januar 2015 soll Suge Knight zwei Männer auf einem Parkplatz vorsätzlich mit einem Auto überfahren haben. Einer der Männer starb bei diesem Vorfall. All das geschah am Set des Biopics "Straight Outta Compton". Die Anklage plädierte auf Mord. Das ausgehandelte Abkommen kommt nun einem Schuldeingeständnis gleich – allerdings nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags.

Damit umgeht Suge Knight wohl eine lebenslange Haftstrafe, die ihm ohne den Deal gedroht hätte. Trotzdem bedeutet es, dass der 53-Jährige mit 81 Jahren seine Strafe abgesessen haben wird. Am 4. Oktober soll das endgültige Urteil erfolgen.

Suge Knight gilt als eine der Hauptfiguren bei den Streitigkeiten zwischen der Eastcoast und der Westcoast in den Neunzigern. Immer wieder taucht sein Name in Zusammenhang mit dem Mord an Tupac Shakur auf. Nicht zuletzt, weil er neben 2Pac im Auto saß, als dieser am 7. September 1996 angeschossen wurde.

Auch Snoop Dogg und Dr. Dre (Mitbegründer) sind eng mit der Geschichte von Death Row Records verknüpft. Das Label meldete 2006 Konkurs an. 2008 ersteigerte die Global Music Group die Rechte an Death Row für 24 Millionen Dollar.

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6ix9ine verzichtet offenbar auf Zeugenschutzprogramm

6ix9ine verzichtet offenbar auf Zeugenschutzprogramm

Von Jesse Schumacher am 27.09.2019 - 10:47

Nach einem Deal mit den Behörden sollte 6ix9ine eigentlich in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden, sobald er aus dem Gefängnis entlassen wird. Nach Angaben von TMZ verzichtet der Rapper aber darauf und entschließt sich dazu, die kommende womögliche Freiheit dafür zu nutzen, seine musikalische Karriere wieder aufzugreifen. 

6ix9ine plant wohl, seine Karriere fortzusetzen

Laut TMZ kann erwartet werden, dass der Rapper im Laufe des nächsten Jahres wieder auf freien Fuß ist. Statt den angebotenen Schutz der Polizei anzunehmen, will er private Securitys anheuern, die ihn und seine Familie rund um die Uhr bewachen sollen.

Um Teil des geplanten Zeugenschutzprogramms zu werden, müsste er viel an seinem auffälligem Äußeren ändern. Aufgrund der vielen eindeutigen Tattoos würde sich das wohl sehr schwierig gestalten. Unter anderem hat er die Zahl 69 überall auf seinem Körper tätowiert. 

Im Zuge des Abkommens mit der Polizei sagte 6ix9ine gegen zwei seiner ehemaligen Gang-Kollegen aus. Außerdem identifizierte er prominente Rap-Artists wie Cardi B und Jim Jones als Mitglieder der Nine Trey Gangster Bloods – die Straßengang zu der auch 6ix9ine gehörte. Cardi B leugnete diese Aussage aber bereits. Sie war in ihrer Jugend Mitglied einer anderen Gang, den Brim Bloods. 

6ix9ine packt vor Gericht über Gang-Aktivitäten aus

6ix9ine sagte im Gericht von Manhattan im Zuge einer Vereinbarung mit den Behörden gegen zwei seiner ehemaligen Gangkollegen aus. Dabei gab der Rapper Einblicke in sein Leben als Gangmember. Die Einzelheiten wurden über den Twitter-Account "Inner City Press" verbreitet, der die Aussagen von 6ix9ine im Gericht dokumentierte.

Für den Deal erhält 6ix9ine viel Hate und Gelächter in der Rap-Szene. Sogar OG-Rapper Snoop Dogg macht sich regelmäßig auf seinem Instagram-Kanal über 6ix9ine lustig.   



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Bevor 6ix9ine mit den Behörden kooperierte, drohten ihm bis zu 47 Jahre Haftstrafe.


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