Doppelmord beim Konzert: Gucci Mane & Labelkollege Foogiano werden angeklagt

Vor knapp zwei Monaten wurden zwei Leute bei einem Foogiano Konzert in South Carolina erschossen. Die Entourage des Rappers soll dabei in die Schießerei verwickelt gewesen sein. Nun werden er und sein Labelboss Gucci Mane angeklagt, da sie bei dem Konzert nicht für ausreichende Sicherheitsmaßnahmen sorgten.

Wrongful Death: Gucci Mane & weitere angeklagt

Anfang Juni spielte Gucci Manes Künstler Foogiano ein Konzert in South Carolina eigentlich unter strikten Corona-Auflagen. Statt der erlaubten 50 Personen versammelten sich allerdings knapp 200 Leute in der Lavish Lounge, um Foogiano an dessen Geburtstag auftreten zu sehen. Im überfüllten Club soll es dann zu Tumulten gekommen sein, die in einer Schießerei endeten. Laut den Ermittlern sei der 1017-Artist selbst nicht an den Schüssen beteiligt gewesen, jedoch wohl Teile seiner Crew.

Foogiano ließ später via Instagram verlauten, dass ihm der Vorfall zwar leidtäte, er würde jedoch keine Schuld bei sich sehen.

"Ich verstehe, dass es euch schmerzt [...], aber ihr müsst euch die Situation anschauen. Ich werde mich nicht für etwas beschuldigen lassen, das ich nicht verursacht habe."

("I understand y'all in pain, y'all hurting [...] but y'all just got to look at the situation. I ain't going to blame myself for something I didn't cause.")



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Die Staatsanwaltschaft sieht dies wohl ein wenig anders. Foogiano und sein Labelboss Gucci Mane werden nun wegen "Wrongful Death" angeklagt, einen Tatbestand, den es so in Deutschland nicht gibt. Gemeint ist damit das passive Verschulden eines Todes. In diesem Fall sollen sich Gucci und Foogi schuldig gemacht haben, in dem sie nicht für die Sicherheit der Besucher sorgten.

Mit ihnen sind auch der Clubbesitzer und ein Angestellter von Foogiano angeklagt. Grund dafür sei, dass Foogiano und seine Crew vor dem Betreten des Clubs nicht durchsucht wurden. So konnten "gefährliche Personen mit Waffen" ungestört in die Lavish Lounge gelangen.

Gucci Mane sei Teil der Klage, da er das Event als Promoter unterstützt habe und durch seine Position als Labelchef geschäftlich mit in die Veranstaltung involviert sei.

Vorgeworfen wird allen:

"Die Angeklagten sorgten nicht für adäquate Sicherheit in den Räumlichkeiten. Sie setzten die Besucher wissentlich einem unvernünftigen Risiko physischer Schäden aus. Sie kümmerten sich nicht darum, eine sichere Umwelt für die Besucher zu gestalten. Sie kümmerten sich nicht um richtige und adäquate Überwachung der Räumlichkeiten."

("[The Defendants were] failing to provide adequate security on the premises, knowingly subjecting invitees of the premises to an unreasonable risk of serious physical harm, failing to exercise reasonable care to provide a safe environment for the invitees of the premises, failing to provide proper and adequate surveillance of the premises.")

Gucci Mane & Mord: Eine wiederkehrende Kombi

Die Schüsse im Club töteten eine 23-Jährige und einen 51-Jährigen. Die Polizei in Greenville, South Carolina sucht immer noch nach drei der Schützen. Ein mutmaßlicher Täter wurde mittlerweile festgenommen und sitzt in Georgia im Gefängnis.

Dort saß Radric Davis, wie Gucci Mane im echten Leben heißt, bereits ebenfalls das ein oder andere Mal ein. Gucci ist schließlich auch kein Unbekannter, wenn es um den Tod durch Fremdeinwirkung geht. 2005 erschoss er einen Einbrecher, der gemeinsam mit drei anderen wahrscheinlich seine Kette klauen wollte. Hierbei handelte es sich laut Gericht jedoch nicht um Mord, sondern um Notwehr.

Trotz der Todesfolge seiner Schüsse scheint der Trap God dahingehend ein gewisses Maß an Humor in der ganzen Sache zu sehen.

Gucci Mane feiert Meme über seine tödlichen Schüsse auf Jeezy-Homie

Gucci Mane zeigt in den letzten Wochen einen eigenartigen Sinn für Humor. Den Trap God amüsiert es gut 15 Jahre nach seiner Tat offenbar köstlich, dass er einen Einbrecher erschossen hat. Dieser war zugleich ein Freund von Atlanta-Rapper Jeezy. In seinen Insta-Feed hat Gucci ein Meme gepackt, das eine Einbruchsszene nachstellen soll.

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Pop Smoke soll vor seinem Tod Morddrohungen bekommen haben

Pop Smoke soll vor seinem Tod Morddrohungen bekommen haben

Von Till Hesterbrink am 05.01.2021 - 14:42

Pop Smoke wurde im Februar des letzten Jahres in Los Angeles erschossen. Nun berichtet sein Bruder, dass der Rapper bereits vor seinem Tod Morddrohungen bekommen haben soll. Man habe in der Zeit versucht, herauszufinden, woher diese Drohungen kommen.

Pop Smoke bekam Morddrohungen vor seinem Tod

In der neusten Folge der Facebook Serie "Peace Of Mind" von Empire-Darstellerin Taraji P. Henson ging es um das Thema des plötzlichen Verlustes eines Menschen. Unter anderem war Asian Doll, die Freundin des kürzlich erschossenen King Von da, um über ihre Erfahrung zu berichten. Ein weiterer Gast war der Bruder des im Februar ermordeten Pop Smoke. Er erzählt im Interview, wie er von der Nachricht erfahren habe und wie die Situation um Pop Smoke vor dessen Tod gewesen sei.

Eine ehemalige Schulfreundin habe ihn in der Nacht geweckt und vom Ableben seines Bruders berichtet. Zu Beginn habe er es nicht glauben wollen, doch seine Mutter haben kurz darauf die schreckliche Nachricht bestätigt.

"Leute wollten ihn runterziehen und auszählen. Es gab viele Morddrohungen gegen ihn deshalb. Und alle haben versucht herauszufinden, woher diese Drohungen kommen. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand so etwas tun würde."

("People would put him down and count him out. There was a lot of threats on his life because of that. And people were trying to figure out where the threats were coming from. I didn't think that anybody would do that.")

Bis heute würde es ihn beschäftigen, wieso Pop Smoke ohne Security unterwegs sein konnte. Er wolle zwar niemandem die Schuld zuschieben, doch es wäre für ihn einfach ein Rätsel, wie man so etwas machen könne.

"Es ist unverständlich für mich, wie jemand einen Superstar ohne Security hat rausgehen lassen. Das macht mir noch zu schaffen. Es ergibt einfach keinen Sinn."

("It's mind-boggling to me that someone would let a superstar go out with no security. That still plays on my mind. That just don't make no sense.")

Pop Smokes mutmaßliche Mörder könnte harte Strafe erwarten

Im Juli wurden vier Jugendliche angeklagt, den Mord am Superstar begangen zu haben. Zwar gibt es noch kein Urteil und das Los Angeles Police Departement ermittelt noch in der Sache. Sollte es jedoch zu einer Verurteilung kommen, könnte auf zwei der Täter sogar die Todesstrafe zukommen.

Pop Smokes mutmaßliche Mörder könnten die Todesstrafe kriegen

Von Alina Amin am 11.12.2020 - 15:00 Nach zehn Jahren Pause hat Kid Cudi heute den dritten und letzten Teil seiner "Man On The Moon"-Reihe releast und macht gehörig Welle in der US-Hiphop-Szene. Die ersten beiden Projekte der Trilogie gelten als absolute Klassiker und als extrem einflussreich.


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