Jay Zs Streaming-Service TIDAL: Google, Spotify und Samsung sollen Schlange stehen

Der Geschäftsmann in Jay Z hat wohl mal wieder den richtigen Plan zur richtigen Zeit gehabt. Mit seinem Musik-Service TIDAL will er den Konsumenten Qualität bringen und den Künstlern einen fairen Lohn. Trotz Schwierigkeiten mit geringen User-Zahlen und dementsprechend niedrigen Einnahmen sollen mittlerweile große Konzerne ernsthaftes Interesse an Partnerschaften bekunden.

Allen voran gilt Samsung als potenzieller Käufer. Die New York Post will das von diversen Quellen erfahren haben. Nach der engen Zusammenarbeit beim Release von Jiggas Magna Carta Holy Grail (2013) erscheint das nicht abwegig.

Außerdem soll der Elektronik-Riese mindestens 25 Millionen Dollar für die Rechte an Rihannas frischem Album Anti gesichert haben. Riri gehört ebenfalls zu den TIDAL-Besitzern. Kanye Wests neues Album The Life of Pablo erschien zunächst exklusiv bei dem Streaming-Service und soll neben negativen Effekten die Nutzerzahlen mal eben mehr als verdoppelt haben. Die aggressive Politik der Exklusivität trägt offenbar erste Früchte. Mit T.I. wurde zuletzt ein weiteres bekanntes Gesicht in Boot geholt.

"Samsung steigt wieder [in die Gespräche] ein; sie arbeiten an etwas wirklich Großem und sie halten alles sehr still, falls etwas durchsickern sollte", wird ein Quelle zitiert. Auch Google und Spotify seien interessiert an TIDAL. Hier sollen kleinere Partnerschaften im Raum stehen.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Google soll Songtexte von Genius geklaut haben

Google soll Songtexte von Genius geklaut haben

Von David Molke am 18.06.2019 - 17:37

Die Lyrics-Seite Genius wirft Google vor, sich an den eigenen Transkriptionen von Songtexten bedient zu haben. Laut einem Bericht des Wall Street Journals gibt Genius an, das auch beweisen zu können und deswegen unter Einbußen zu leiden. Google streitet natürlich ab, die Songtexte von Genius zu beziehen.

Songtexte im Suchergebnis schaden Genius

Das Problem liegt laut Genius (via Süddeutsche Zeitung Online) vor allem darin, dass die Nutzer dank der Google-Einbindung der Lyrics gar nicht mehr auf andere Seiten wechseln müssen. Die User, die nach Songtexten suchen, können so auf der Google-Suchergebnisseite bleiben und das mache sich auch bei Genius bemerkbar.

Besonders perfide wäre natürlich, wenn Google Genius nicht nur durch das Anzeigen der Texte die Klicks klauen würde, sondern diese Texte auch noch von Genius stammen würden. Genau das wirft die Songtexte-Seite Google vor und erklärt, das auch beweisen zu können.

Morsecode-Wasserzeichen soll Google überführen

Wie Genius gegenüber dem WSJ erklärt, würden alle Songtexte auf der (Ex-Rap) Genius-Seite seit 2016 mit einer bestimmten Reihenfolge von Apostrophen gekennzeichnet. Die seien in einem bestimmten Rhythmus abwechselnd geschwungen und gerade. In einer Reihe und mit Hilfe des Morse-Alphabets sollen die Apostrophen die englischen Wörter "red handed" ergeben. Was auf Deutsch übersetzt so viel wie "in flagranti" oder "auf frischer Tat ertappt" bedeutet.

Wer die Songtexte unwissentlich kopiert, übernimmt die Apostrophen höchstwahrscheinlich. So sei es auch möglich gewesen, Google den Songtext-Klau nachzuweisen. Genius verrät zwar nicht, welche Texte Google von Genius übernommen haben soll, aber es sollen über 100 Fälle gewesen sein.

Russische Lines auf "One Night Stand": Capital Bra weltweit auf Platz 4 bei Genius

Seit Capital Bra den Deal mit Sony in der Tasche hat, zeigt die ohnehin steile Karrierekurve noch steiler nach oben. Die neueste Erfolgsmeldung kommt nicht aus den Charts, sondern von der Lyrics- und Annotations-Website Genius. Hier war der neue Song "One Night Stand" zwischenzeitlich der weltweit (!) ...

Generell dürfen beide Seiten Lyrics zeigen

Sowohl Google als auch Genius besitzen die Lizenz, die Songtexte auf ihren Seiten anzugeben. Dass Google die Lyrics anzeigt, ist an sich also nicht unrechtmäßig. Es schadet Genius zwar, aber dagegen tun kann die Seite wohl nichts.

Die Frage ist nur, woher Google die Songtexte hat, die in dem sogenannten Knowledge Graph direkt in den Suchergebnissen angezeigt werden. Genius glaubt: Zum Großteil von Genius. Google selbst sagt aber, dass die Lyrics schon seit geraumer Zeit von Lyricfind stammen.

Lyricfind erklärt auf Nachfrage des WSJ offenbar aber ebenfalls, die Texte nicht von Genius übernommen zu haben. Aber wieso findet Genius dann angeblich den Morsecode in den Lyrics? Google gibt an, die ganze Sache jetzt zu untersuchen, und zwar gemeinsam mit den Partnern, von denen die Daten stammen.

Apostrophen entlarven Songtext-Klau

Genius wirft Google vor, unerlaubt Songtexte zu kopieren und in der Suche anzuzeigen. Wenn Google etwas in seine Infoboxen aufnimmt, hat das oft Konsequenzen für die Reichweite anderer Webseiten. Enzyklopädien, die Fantasiewörter enthalten. Karten, in denen Flussbiegungen, Straßennamen oder ganze Orte ausgedacht sind: In der Papierwelt handelt es sich dabei nicht immer um Fehler, sondern manchmal um eine Plagiatoren-Falle.

Lyrics Site Accuses Google of Lifting Its Content

Genius Media Group says Google is lifting and republishing on its own platform the hip-hop and pop music lyrics found on Genius.com, resulting in a drop in traffic for the site.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!