Jay-Z hofft auf eine Legacy wie Bob Marley

Im Zuge einer neuen Werbekampagne mit Puma, hat sich Rap-Legende Jay-Z mit dem britischen Magazin Sunday Times zusammengesetzt und über seine gemeinsamen Kinder mit seiner Frau Beyoncé, den Lockdown-Lifestyle und nicht zuletzt über sein Vermächtnis im Rap-Business gesprochen.

Jay-Z über seine Tochter Blue Ivy als Grammy-Gewinnerin

Gemeinsam mit ihrer berühmten Mutter Beyoncé hat die heute neunjährige Blue Ivy bereits einen Grammy für das Co-Writing an "Brown Skin Girl" gewonnen. Damit war sie als zweitjüngste Grammy-Gewinnerin in die Geschichte des Awards eingegangen. Darüber, dass Blue Ivy und ihre jüngeren Geschwister Rumi und Sir die Möglichkeit haben werden, in die großen musikalischen Fußstapfen ihrer Eltern zu treten, braucht man wohl nicht zu diskutieren. Was aber, wenn sie das gar nicht wollen? 

Jay-Z antwortet darauf:

"Sich geliebt zu fühlen ist das Wichtigste für ein Kind. Und nicht zu sagen: 'Hier ist das Business, das ich für euch erschaffen habe und euch übergeben werde'.  Was ist, wenn mein Kind gar nicht in Richtung Musik oder Sport gehen will? Das weiß ich gar nicht, oder? Aber solange sich ein Kind unterstützt und geliebt fühlt, denke ich, dass alles möglich ist." 

Während des Lockdowns habe er sich außerdem mehr als je zuvor darauf fokussiert, seinen Kindern der beste Vater sein zu können. Das mag auch daran liegen, dass er nun, da die Konzertindustrie still steht, mehr Zeit zu Hause verbringt. Auf seine Pläne in Sachen Live-Auftritte angesprochen, antwortet Jay-Z: "Ich plane aktuell nichts, aber ich vermisse es schon."

Jay-Zs Vermächtnis: Erinnerungskult wie bei Bob Marley?

Auch wenn momentan konzerttechnisch nichts geht, hofft Jay-Z die wichtigste Arbeit in Sachen Legenden-Status bereits geleistet zu haben. Ob er sich in der Riege der Musik-Giganten sieht? Jay antwortet darauf mit einer Mischung aus Bescheidenheit und Selbstbewusstsein:

"Ich bin nicht frei von Ego. Hoffentlich spricht man eines Tages von mir wie von Bob Marley und allen anderen Größen. Aber ich bin nicht derjenige, der das zu entscheiden hat."

Apropos Legenden-Status: Im Rap hat er diesen sicherlich schon. Das weiß auch DJ Khaled, der für die Single "Sorry Not Sorry" auf seinem neuen Album "Khaled Khaled" die beiden Rap-Legenden Jay-Z und Nas zusammenbringt. Wer außerdem noch auf dem Album vertreten sein wird, lest ihr hier:

"Khaled Khaled": DJ Khaled enthüllt epische Feature-Liste für neues Album

DJ Khaled hat das Release seines neuen Albums für kommenden Freitag angekündigt. Selbstbewusst, wie man ihn kennt, benennt er das Album auch gleich nach sich selbst - "Khaled Khaled". Dieses Vertrauen in sich selbst kommt natürlich nicht von ungefähr.

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Newcomer Majan erklärt, wie man sich ein Clueso-Feature klarmacht

Newcomer Majan erklärt, wie man sich ein Clueso-Feature klarmacht

Von Till Hesterbrink am 28.07.2021 - 16:27

Majan war zu Gast bei Arias HYPED Radio Show und hat mit ihm im Interview über sein Debütalbum "Skits" gesprochen. Dabei geht es nicht nur um den Schaffensprozess seines Werkes, sondern auch beispielsweise darum, wie die Features mit Clueso und Sin Davis zustande gekommen sind.

Majan droppt Debütalbum "Skits"

Im letzten Jahr veröffentlichte der Newcomer gleich zwei EPs. Dieses Jahr war es dann endlich so weit: Sein Debütalbum "Skits" erblickte vor gut zwei Wochen das Licht der Welt und überzeugte Fans wie Kritiker. Der Name des Albums leitet sich davon ab, dass die meisten seiner Tracks als Skizzen begonnen haben und dann mit der Zeit zu etwas großem Ganzen gewachsen sind. Dabei werden genreübergreifend alle Geschmäcker bedient. Von straightem Rap über elektronisch angehauchten Sound zu gefühlvollen Gesangseinlagen.

Ganz intuitiv soll aus den Skizzen dann mit der Zeit ein Abbild vom bisherigen Lebenswerk des 21-Jährigen entstanden sein. In dem Album stecke daher viel von dem, was ihn als Künstler besonders mache.

"Ich glaube schon, dass es natürlich mitunter mein 'Lebenswerk' bis hier hin abbildet und zeigt und sich damit beschäftigt. [...] Aber klar sicherlich, ich denke schon, da ist viel drin, was ich durchlebt habe und was mich so ausmacht, wenn man das so sagen kann."

Majan über seine Features mit Clueso & Sin Davis

Auf dem neunten Song des Albums, "Dead or Alive", gibt es einen Gastbeitrag von niemand Geringeres als Popstar Clueso. Dieses Feature sei auch das Einzige, dass nicht über Instagram-Connections zustande gekommen sei. Majan habe einfach die neuen Releases von Clueso selber gepumpt und dann gemeinsam mit seinem Team versucht Clueso zu kontaktieren. Der hätte sich irgendwann zurückgemeldet und zugesagt.

"Ich hab einfach die neuen Releases gehört, ab 'Flugmodus'. Und war dann so: 'Ey, das taugt mir voll, ich finde es voll geil'. Dann sind wir den irgendwie angegangen und haben gecheckt, ob er Bock hat."

Bei Sin Davis sei das ein wenig anders gewesen. Den Braunschweiger Künstler habe Majan mal in Berlin im Studio kennengelernt. Kurz darauf hat man sich über Instagram connectet und gemeinsam eine Studio-Session gemacht. Dabei sei der Highlight-Track "STFU" entstanden.

Generell sei Majan ein Fan von Features. Das liege daran, dass er selber so viele Dinge feiere und er dann direkt begeistert bei den meisten Dingen mitmachen will. Die von ihm so wahrgenommene aktuelle Attitüde, dass für viele Deutschrap zu großen Teilen "Schmutz" sei, teile er daher überhaupt nicht.

Die ganze Folge HYPED Radio könnt ihr euch hier reinziehen:

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