Fler berichtet von möglichem Mordauftrag gegen ihn

Fler ist mittlerweile immer öfter bei Twitch am Start. In einem seiner letzten Streams erzählt der Maskulin-CEO von einer Story aus den Jahren 2014 bis 2016. Damals habe sich das LKA bei Flizzy gemeldet – wegen eines angeblichen Mordauftrages gegen ihn. Nachdem er das Ganze erst als Quatsch abgetan hatte, merkte er irgendwann, dass doch mehr dahinter stecken könnte.

Fler erinnert sich an LKA-Anruf wegen eines möglichen Auftragsmordes

Fler spricht im Stream über seine ehemaligen Signings und was er glaubt, warum es bei den meisten dieser Künstler nicht mehr so laufe, seitdem sie von Masuklin weg sind. Dabei zeigt er sich enttäuscht von vielen, die ihn hängengelassen hätten und dann Jahre später "aus der Versenkung" mit ihm Streit anfangen wollen würden. Zur Sprache kommt auch ein gewisser Dizztino, der vor einigen Jahren für eine kurze Zeit bei Fler am Start war. Dieser habe aber "ein komisches Bauchgefühl gehabt" und weil Dizztino nicht genug Arbeit in die Musik gesteckt hätte, habe Fler das Ganze dann schnell auch wieder beendet.

Dizztino sei allerdings "der Höhepunkt einer geisteskranken Art" gewesen. Es stand im Raum, dass er in Folge der Trennung geplant hatte, Fler umzubringen.

Irgendwann soll bei Fler eine E-Mail eingegangen sein, von einem angeblich reichen Vater, der ihn für den Geburtstag seines Sohns buchen wollte. Die Mail sei Fler und dessen damaligem Labelmanager Gan-G allerdings eigenartig vorgekommen und deswegen hätte man sich nicht zurückgemeldet. Später gab es den Verdacht, dass dies ein Versuch gewesen sei, Fler in die Falle zu locken.

Einige Zeit danach habe das LKA Kontakt mit Flizzy aufgenommen, um ihn vor einem angeblichen Auftragsmord zu warnen. Da er zu diesem Zeitpunkt sowieso mit einigen "Rocker-Geschichten" zutun hatte, habe er das erst einmal nicht ernst genommen. Als er jedoch erfahren habe, dass es die LKA-Stelle vom Ku'damm war, die sich bei ihm gemeldet hatte, sei er hellhörig geworden. Diese würde sich nur einschalten, wenn Verbrechen gegen das Leben geplant seien. Daher habe er gewusst, dass es sich hierbei um etwas Ernsteres handeln müsse.

Dizztino soll angeblich geplant haben, Fler umzubringen

Fler wurde demnach gebeten, am kommenden Tag für eine Aussage vorbeizukommen. Er sei gefragt worden, ob er Dizztino kenne. Daraufhin habe er dessen Hintergrundgeschichte erzählt. Im Anschluss sei er darüber informiert worden, dass laut Dizztino "Mafia-Leute" unterwegs nach Berlin seien, um Fler umzubringen. Das Ganze hätte dadurch an Bedeutung gewonnen, dass im Heimatdorf von Dizztino zuvor ein junger Mann auf einem Feld umgebracht worden war. Zu diesem Zeitpunkt habe Fler allerdings noch nicht gewusst, dass Dizztino als einer der Verdächtigen gehandelt wurde.

Wiederum einige Monate später habe Fler einen Anruf von der Staatsanwaltschaft erhalten, die ihn darüber unterrichtet hätte, dass der Grund für die Ermittlung ein Dizztino-Disstrack samt geplantem Video gegen ihn gewesen sei. In diesem habe Dizztino wohl unter anderem gerappt: "Blaues Blut färbt sich rot". Eine offensichtliche Anspielung an Flers Album "Blaues Blut" (2013).

Man sei zu dem Schluss gekommen, dass Dizztino womöglich geplant hatte, Fler in die Fallen zu locken. Und als dies nicht klappte, habe er ebendiesen jungen Mann umgebracht. Fler selbst kann sich auch nicht genau erklären, wie das zusammenhängen soll. Die Badische Zeitung hatte damals von einem unbestätigten Gerücht berichtet, dass Dizztino im Video zu dem Disstrack Flers abgetrennten Kopf zeigen wollte und dafür eine Leiche gebraucht habe.

Am Ende des Tages stellte das Gericht fest, dass Dizztino bei dem Mord auf dem Feld ausschließlich anwesend war. Es sei sein Kollege gewesen, der den Mord begangen haben soll. Dizztino wurde 2019 rechtskräftig freigesprochen, nachdem er in Berufung gegangen war.

Wir hatten damals bereits berichtet, dass Fler in diesem Mordprozess aussagen musste:

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