Capital Bra spricht erstmals über die Gründe für die EGJ-Unterschrift

Die Bekanntgabe der Unterschrift von Capital Bra bei Bushidos Label EGJ ist noch nicht mal zehn Monate her – durch all die Ereignisse der letzten Zeit würde man denken, es sind schon Jahre vergangen. In der heute erschienenen zweiten Ausgabe des BOA Magazins von (Ex-)Nationalspieler Jérôme Boateng findet sich eine exklusive Story mit Capital Bra über zehn Seiten. Für einen Blick hinter die Kulissen begleitete unser Chefredakteur Aria ihn im Studio und sprach mit Capi auch erstmals über die Gründe, sich im letzten Sommer für Bushidos Camp zu entscheiden.

Capital Bras EGJ-Deal hatte wenig mit Bushido zu tun

So erklärt Capi, dass der Deal nicht primär mit Bushido als Persönlichkeit zusammengehangen haben soll. Es sei ihm eher um das Team und die Strukturen gegangen, womit er Beatmaker, Videoproduzenten und Bushidos gute Connections in diverse Richtungen meinen dürfte. Die Gespräche mit EGJ drehten sich offenbar nicht von Beginn an um einen Deal, sondern vorerst nur um eine kleinere Zusammenarbeit:

"Bushido wollte einen Song mit mir machen, also führten wir damals Gespräche. Bei ihm zu unterschreiben, hatte aber wenig mit ihm selbst zu tun, sondern mit seinem Team."

Neben der Label-Struktur sei vor allem Samra ein ausschlaggebender Grund für Capi gewesen, sich an Bushidos Label zu binden. Dass die Freundschaft der beiden länger hält als die Bushido-Bratan-Kombo, haben die beiden erst gestern mit der Veröffentlichung eines weiteren gemeinsamen Songs samt Video bewiesen ("Wir ticken").

Capi über Bushidos angebliche Kooperation mit der Polizei

Ein Thema im Beitrag über Capi ist außerdem der aktuelle Status von Bushido, der öffentlich immer noch unklar ist. Das Ex-Signing zeigt sich verständnisvoll über den Schutz, den Bushidos Familie angeblich in Anspruch nehmen soll, kritisiert aber gleichzeitig seinen ehemaligen Labelchef:

"Natürlich verstehe ich, dass seine Kinder Polizeischutz erhalten, wenn seine Familie bedroht wird, aber Bushido muss nicht enger als nötig mit der Polizei kooperieren. [...] Bushido hat schon seine Häuser, sein Geld, seine Autos. Ich aber möchte meine Karriere nicht wegen Bushidos Vergangenheit aufs Spiel setzen."

Neben der exklusiven Capi-Story gibt's im BOA Magazin einen Beitrag über Meek Mill sowie eine Reportage über die Straßenkultur Atlantas mit all ihren Str*pclubs und vieles mehr. Hier gibt's alle Infos.

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Mois mit Ansage an Bushido & Ende von "Nice or Scheiss"

Mois mit Ansage an Bushido & Ende von "Nice or Scheiss"

Von HHRedaktion am 16.05.2020 - 02:28

Der YouTuber Mois hat sich in einem knapp 50-minütigen Video sichtlich emotional an seine Fans und Gegner gewendet und unter anderem das Ende des erfolgreichen Formats "Nice or Scheiss" bekanntgegeben. Bei der Reaction-Sendung reagierten Mois und Manuellsen mit unterschiedlichen Gästen auf neue Musikvideos, hatten dabei bis weit über 100.000 Live-Zuschauer und sammelten teils vierstellige Spendensummen.

Mois beendet Sendung "Nice or Scheiss" mit Manuellsen

Man merkt Mois in seinem Video-Statement an, dass ihm die toxischen Kommentare, mit denen ein großer Teil der Deutschrap-Fans im Internet um sich schmeißt, an die Substanz gehen. Für jeden, der in den sozialen Medien arbeitet, durchaus relatable. Man könnte meinen, in der größeren Menge an Followern würden die Hater eher untergehen, aber tatsächlich müssen es schon allein rechnerisch viel mehr sein.

Mois kritisiert, dass man es niemandem recht machen könne. Sowohl Fans als auch Newcomer und etablierte Rapper würden sich regelmäßig beschweren – in der Regel natürlich über Bewertungen ihrer Kunst. Das und mehr nennt er als Gründe für das vorläufige Ende von "Nice or Scheiss", das mit einer anderen Sendung ersetzt werden soll, die er mit Manuellsen auf die Beine stellen will. Diesen will er künftig auch intensiver mit seinen Kanälen pushen, damit die Musik mehr Leute erreichen kann.

"Offiziell: Ihr seid hier unglücklich? Ich scheiß drauf. Es ist vorbei. 'Nice or Scheiss' ist offiziell aus."

Positiv hebt er hervor, dass angeblich 15-20 Acts durch nur sieben Folgen der Sendung einen Vertrag unterschrieben haben sollen – bei Mois' eigenem Label oder auch bei Majors. Seine in der Tat sehr wertvolle Reichweite will er nun keinen Newcomern oder anderen Rappern mehr schenken, nur um sich anschließend Beschwerden anzuhören.

Mois mit offensiver Ansage an Bushido

Dem Video vorausgegangen war ein eine Provokation von Bushido auf Instagram. In seiner Story schrieb der 41-Jährige vermeintlich über Mois, der gestern seinen neuen Song "Sucht" veröffentlichte: "Der Moment[,] wenn sich Deutschrapper, äh ich meine YouTube-Rapper, anhören wie ertrinkende Katzen."

Mois kündigte daraufhin an, "heute Abend mal paar Sachen" zu zeigen. Es folgte ein Screenshot der DMs zwischen den beiden, in denen sie sich für die Zeit nach Ramadan eine mehr oder weniger ehrenhafte Auseinandersetzung androhen.

Im 50-minütgen Video wendet Mois sich nach etwa 41:50 Minuten dem Thema Bushido zu. Zwischen Fronts unter anderem für die Zusammenarbeit Bushidos mit der Polizei verpackt der YouTuber subtil die Vermutung, dass Bushido wohl langsam wieder Promo für ein neues Album starten könnte.

"Er braucht für jede Promophase irgendeinen Beef. Der Grund, warum er geklickt wird, ist seit sechs Jahren, um zu hören, ob er jemanden disst."

Es folgen mehrere Provokationen der offensiveren Art, wie beispielsweise:

"Ich hole meinen minderjährigen Bruder. Versuch den mal wenigstens zum Hund zu machen! [...] Schaff's und ich geb dir Hand. Ansonsten spuck ich dich an. Auf Kamera."

Neben diesem eher weniger ernsten Angebot, das Bushido ohnehin niemals annehmen würde, bleibt die Ansage zwar angriffslustig aber wenig konkret. Wahrscheinlich besser so. Vielleicht ändert sich das aber nach dem Ende des Ramadan am 23. Mai. Womöglich läuft der Konflikt zwischen einem der größten YouTuber Deutschlands und einem der ehemals wichtigsten Rapper Deutschlands aber primär auf ein Duell der Fangemeinden heraus.

Hier weiß Mois eine leidenschaftliche Community hinter sich. Ob diese noch irgendwie an Bushidos verbliebenen Fans rütteln kann, ist jedoch fraglich. Am Ende profitiert wohl am ehesten Bushido von der Reichweite, die Mois eigentlich keinen Newcomern oder etablierten Rappern mehr schenken will. 


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