Animus reagiert auf das Urteil im Bushido-Arafat-Prozess

Am Montag ging die Nachricht über das Urteil im Bushido-Arafat-Prozess durch Deutschland. Bushidos CCN4-Partner Animus hat ebenfalls seinen "Der Animus Podcast" genutzt, um seine Sicht auf das Urteil zu teilen.

Animus über Bushido-Arafat-Prozess: "Am Ende kennen die Wahrheit nur die beiden"

Der "Beastmode"-Rapper spricht früh in der Episode an, dass er selbst keinen Glauben an die deutsche Justiz habe. Die Art und Weise der Entscheidungsfindung im Bushido-Prozess störe Animus. Wenn Arafat vor allem wegen der illegal angefertigten Tonbandaufnahmen unschuldig sei, solle man ihn auch "von all seiner Schuld" freisprechen, so der Podcast-Host. 

"Wenn ihr glaubt, dass dieser Mann wirklich zu 100 Prozent unschuldig ist, wozu dann diese lächerliche Geldstrafe?"

Genauso hätte die Justiz Arafat Abou-Chaker schuldig sprechen sollen, wenn sie glauben, dass er schuldig ist. Das illegale Aufnehmen von Bild- und Tonaufnahmen ist in Deutschland jedoch eine Straftat und kann nach § 201 Strafgesetzbuch zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe führen. Arafat Abou-Chaker wurde wegen der illegalen Tonaufnahmen zu einer Geldstrafe von 81.000 Euro verurteilt

Auch die Länge des Prozesses wird von Animus kritisiert. Die deutsche Justiz und Medienlandschaft habe den Fall in die Länge gezogen, weil man sich an der Geschichte "ergötzt" habe, so der Podcast-Host und Rapper.

Für Animus sei es jedoch letztendlich egal, wie der Prozess ausgegangen ist, da nur Bushido und Arafat die endgültige Wahrheit kennen würden. Trotzdem stellt er klar, dass er den Aussagen des EGJ-Chefs Glauben schenke. Denn auch wenn es keine "Spuren", "blaue Flecken" oder ähnliche Nachweise eines Angriffs gebe, würde das nicht heißen, dass Bushidos Schilderung der Ereignisse unwahr sei. 

"Was ich bisschen unverschämt finde: Leute, wenn die so Sprüche sagen wie: 'Das war nur eine Plastikflasche, der wurde nur eingesperrt, ihm wurden doch nur Ansagen gemacht'. Und ich denke mir in meinem Kopf: Wurde einer von euch schon mal jemals in einem Raum eingesperrt?" [sic!]

Wenn Bushido wirklich lügen würde, dann hätte er es nicht nur unter anderem auf einem Angriff mit einer Wasserflasche belassen, so Animus. "Wenn du schon lügen willst, dann richtig", resümiert der "Beatsmode"-Rapper. Deswegen sei für Animus Bushidos Sicht der Dinge "die Wahrheit".​​​​​​

Bushido und Animus sind miteinander befreundet. Letzterer ist bald als Support auf Bushidos Arena-Tour zu sehen.

Die ganze Ausgabe über den Bushido-Arafat-Prozess könnt ihr euch hier anhören:

Was andere Akteure wie Fler, Ali Bumaye und Co. auf das Urteil reagiert haben, könnt ihr hier lesen: 

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