"Alpha Royale"-Finale: Kollegah & Kool Savas gemeinsam auf der Bühne

Im September startete Kollegah im Rahmen des Toptier Takeover mit dem "Alpha Royale" ein hochdotiertes Battlerap-Format, das am kommenden Freitag in die letzte Runde geht. Im Rahmen des Finales wird Kollegah zudem selbst einen Live-Auftritt hinlegen und bringt einen Special Guest mit: den King of Rap aka Kool Savas.

Die beiden werden gemeinsam auf der Bühne stehen. Die Jury besteht außerdem aus Ali As, MoTrip - der zwischendurch ein etwas vorbelastetes Verhältnis zu Savas pflegte - und eben Tierstar. Im "Alpha Royal"-Finale stehen Ssynic und Meidi aka Mighty Mo. Dem Gewinner winkt nicht nur ein saftiges Preisgeld, sondern vor allem ein Labeldeal samt gemeinsamem Album mit Kollegah.

Kollegah & Kool Savas gemeinsam auf der Bühne

Wer sein Special Guest sein wird, verriet Kollegah in seiner Instagramstory. Mit Kool Savas habe er zwar in den vergangenen Jahren immer mal wider "Zwistigkeiten" gehabt, eigentlich seien die beiden aber eher durch Gemeinsamkeiten verbunden. Auf seinem Album "Monument" habe Kollegah Savas schon einige Props gegeben. Nun scheinen alle Differenzen endgültig ausgeräumt.

Eigentlich haben wir viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Deshalb habe ich ihm die Hand gereicht, ihn eingeladen und er hat zugesagt. Ich freue mich sehr. Ist mir eine große Ehre. King of Rap trifft auf Boss of Rap.

Der hat die Einladung tatsächlich angenommen und promotet das Event seinerseits auf Instagram:

 

Meidi & Ssynic kämpfen um ein Album mit Kollegah

Im Battle zwischen Ssynic und Meidi geht es um mehr als den Sieg. Der Sieger erhält 10.000 Euro Siegprämie und einen Labeldeal, der ein gemeinsames Album mit Kollegah umfasst. Das dürfte für die beiden Kontrahenten wohl der noch größere Anreiz sein.

Neben dem "Alpha Royale"-Fnale gibt es noch weitere Endspiele. Im "Toptier Royale Finale" kämpfen Ji-Zi und Vyrus um den Sieg, während das "Takeover Royale" als Freestyle-Turnier ausgetragen wird.

MoTrip, Ali As, Kollegah, Kool Savas & Tierstar als Jury

Über Sieg oder Niederlage entscheidet auch eine Jury, die in ihrer Besetzung einige Prominenz und Kompetenz in Sachen (Battle-)Rap mitbringt.

Neben Kool Savas und Kollegah werden MoTrip, Ali As und natürlich Tierstar mitentscheiden, wer die Bühne am Ende mit der Aussicht auf ein gemeinsames Album mit Kollegah und 10.000 Euro Cash verlassen darf. Die Differenzen zwischen Kool savas und MoTrip scheinen damit nun auch endgültig aus dem Weg geschafft. Darauf deutete bereits ein Statement MoTrips hin, der sich im vergangenen November bei Savas bedankte.

Für die Besucherinnen und Besucher, die am Freitag in das Astra in Berlin kommen werden, wird es also einige Highlights geben. Viele Deutschrapfans würden wohl einiges dafür geben, Kollegah und Kool Savas gemeinsam auf der Bühne zu sehen.  

 

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Maestro vs. Asche & Kollegah: Der Keller disst zurück

Maestro vs. Asche & Kollegah: Der Keller disst zurück

Von Michael Rubach am 13.01.2021 - 12:45

Der Beef zwischen Mois und Asche hat eine musikalische Fortsetzung bekommen: Keller-Member Maestro veröffentlichte mit "Nur noch Asche" einen zehnminütigen Disstrack, der als Antwort auf Asches Song "HIStory" (hier eine Zusammenfassung checken) zu verstehen ist. Dabei gerät nicht nur das verbliebene Alpha Music-Signing ins Fadenkreuz von Maestro, sondern auch dessen Labelboss Kollegah.

"Nur noch Asche": Maestro sucht das Battle mit Asche

Eine Line in Asches Track "HIStory" hat Maestro offenbar besonders sauer aufgestoßen. Er bezeichnet dort das direkte Umfeld von Mois als "Ratten im Keller". Zudem fällt einige Zeilen später die Formulierung "Hundesöhne". Das und die enge Verbindung zu Mois bieten für Maestro ausreichend Angriffsfläche. Er unterteilt seinen Diss in vier Kapitel. Zunächst sind erneut die nebulöse Herkunft von Asche sowie angebliche Schönheits-OPs die vorherrschenden Themen.

Im zweiten Part des Tracks geht Maestro auf raptechnische Defizite ein, die er bei seinem Battlegegner ausgemacht hat. Asche sei ein "Blender", der "so wie ein Meme" rappe. Die Zuhörerschaft würde zudem nicht kapieren, wie "unbegabt" das Kollegah-Signing daherkomme.

"Du bist jahrelang im Netz, 'ne Dekade im Geschäft / Habt ihr alle nicht gemerkt, Mann, wie scheiße Asche rappt?"

Maestro macht auch Kollegah Vorwürfe

Für seinen dritten längeren Part lässt Maestro einen Beat auffahren, der sehr klar an "Das Urteil" von Kool Savas (prod. Melbeatz) angelehnt ist. Hier rappt er über den brüderlichen Zusammenhalt mit Mois und vergleicht diese Verbindung mit der Beziehung von Asche und Kollegah. Diese scheint für Maestro eher oberflächlicher Natur zu sein. Auch wirft Maestro speziell Kollegah vor, Mois in einer schwierigen Phase nicht ausreichend unterstützt zu haben. Die Frau des Keller-Anführers hätte im neunten Monat ihrer Schwangerschaft ohne Versicherung und Pass dagestanden. Kollegah soll ihr eine Anstellung zugesagt haben, aber wortbrüchig geworden sein. Schließlich kommt Maestro auf eine Zeit zu sprechen, in der er für Kollegah gearbeitet habe.

So berichtet Maestro, dass er sich um die Videos für den YouTube-Channel von Felix Blume gekümmert habe. Der Kanal wurde von Kollegah im Frühjahr 2019 ins Leben gerufen und sollte seinen Fans den Menschen hinter dem Rapstar näher bringen. Dieses Vorhaben verbuchte Kollegah offenbar relativ schnell als gescheitertes Experiment. Der Kanal ist seit längerem nicht mehr auffindbar. Maestro erzählt, dass er für seinen Einsatz bei dem Projekt keinen Dank erhalten habe.

"Felix Blume machte Videos, ich hab' das meiste abgedreht / Schnitt die ganzen Videos, er hat an meinem Sack geklebt"

Schon im vorigen Part von "Nur noch Asche" teast der Kellermember an, dass Felix ihm sein Hak genommen habe.

Asches Privatleben: Maestro gibt vor, Details zu kennen

Zum Finale geht Maestro auf die private Ebene. Er schildert einleitend kurz seinen eigenen Werdegang, der von harter Arbeit geprägt gewesen sei. Daraufhin blickt er auf Asche und will dessen "Karriere beenden". Dafür switcht er in den "Rage-Mode".

"Mann, ich pack' die ganz, ganz miesen Storys grade aus / Ich glaub', Asche war nie Asche, Digga, nein, er war nur Staub"

Diese Storys beziehen sich dann unter anderem auf s*xuelle Vorlieben und angebliches Wissen darüber, was in Asches Beziehungsleben so abgeht. Aber es ist Battlerap: Was hier Wahrheit ist und was einfach nur vorgetragen wird, um dem Kontrahenten möglichst weh zu tun, bleibt im Dunkeln.

Generell lebt durch den offenen Schlagabtausch zwischen dem Team von Mois und Asche mal wieder eine fast vergessene Facette von Rapbeef auf. Statt ausschließlich über Emojis und Insta-Storys zu kommunizieren, bringen die Protagonisten Punchlines und neue Musik. Auch Sentino releaste kurzerhand einen Disstrack gegen Asche.

Sentino reagiert mit Disstrack auf Asches Seitenhieb: "Aschenputtel"

Der Beef zwischen Asche und Mois hält weite Teile der Deutschrap-Welt in Atem. Dabei gibt es auch Kollateralschaden wie Seitenhiebe gegen Sentino. Der hat nicht nur mit Video-Ansagen reagiert, sondern auch noch einen Disstrack gegen Asche aus dem Ärmel geschüttelt, der Aschenputtel heißt.


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