Aggro Berlin-Gründer gehen juristisch gegen Bushido vor

Die Gründer von Bushidos ehemaligem Label Aggro Berlin wehren sich gegen diverse Aussagen des Berliner Rappers. Dem Spiegel liegen Unterlagen vor, die einen kommenden Rechtsstreit zwischen Bushido und den Gründervätern von Aggro Berlin dokumentieren. Eine entsprechende Klage gegen Bushido sei bereits im Dezember 2019 eingereicht worden.

Aggro Berlin-Gründer fordern von Bushido Unterlassungserklärung

Im Großen und Ganzen beziehen sich die Vorwürfe von Eric Remberg (Specter), Jens Ihlenfeld (Spaiche) und Halil Efe auf die Erzählung um die Umstände der Trennung von Bushido. Folgt man dabei dem 42-jährigen Rapper, konfrontierte ihn sein Label unvermittelt damit, die kompletten Masterrechte am Album "King of Kingz" zu besitzen. Bushido gibt an, er habe damals lediglich 1.000 Kopien des Albums an Aggro Berlin verkauft – die Rechte jedoch behalten. Diese unterschiedlichen Sichtweisen seien schließlich der ausschlaggebende Grund für Bushidos Wunsch gewesen, Aggro Berlin zu verlassen. Das Label hätte daraufhin 400.000 Euro und eine prozentuale Beteiligung an den nächsten vier Alben verlangt. So weit der Anfang der Trennungs-Geschichte aus der Sicht von Bushido.

Aggro Berlin erklärt in einer Abmahnung, aus welcher der Spiegel zitiert, dass das Label "zu keinem Zeitpunkt" behauptet habe, die Masterrechte am Album 'King of Kingz' erworben zu haben. Auch von der 400.000 Euro-Behauptung will die Aggro-Seite nichts wissen und verlangte die Abgabe einer Unterlassungserklärung. Bushidos Ausführungen seien eine "fiktive Begründung" für den Bruch mit dem Label. Der Anwalt des Aggro Berlin-Trios sieht darin "falsche Tatsachenbehauptungen", die sich wiederum geschäftsschädigend auf seine Mandanten auswirken würden.

Bushido vs. Arafat Abou-Chaker: So lief der Prozessauftakt

Bushido und Arafat Abou-Chaker sind heute vor Gericht aufeinander getroffen.

Aggro Berlin hat Bushido bereits 2019 verklagt

Mehrere Darstellungen, die Bushido unter anderem in seiner Biografie "Zeiten ändern dich" wählt, haben laut Spiegel schon letztes Jahr dazu geführt, dass Aggro Berlin Klage eingereicht hat. Manche der offenbar strittigen Behauptungen tätigte Bushido wohl erneut am vergangenen Mittwoch im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker. Bei seiner Zeugenbefragung dreht es sich zunächst um die Anfänge seiner Karriere und somit auch um die Zeit bei Aggro Berlin.

Das legendäre Label mit dem Sägeblatt will die Vervielfältigung und Verbreitung einige dieser Ausführungen gerichtlich untersagen lassen und pocht auf Schadensersatz. Damit sind noch nicht alle Punkte der Klageschrift abgedeckt. Nach Spiegel-Informationen steht weiterhin der Vorwurf der Beleidigung im Raum.

Ebenso wird die Brücke zu Bushidos Prozess-Gegner Arafat Abou-Chaker geschlagen. Mit seiner Hilfe sei 2004 angeblich "unter Androhung von Gewalt gegen Leib und Leben" die schlussendliche Vertragsauflösung bei Aggro Berlin erzwungen worden.

Im Frühjahr 2021 soll der Prozess zwischen den Aggro Berlin-Gründern und Bushido vor der Zivilkammer des Landgerichts Berlin stattfinden. Wie der Spiegel darüber hinaus anmerkt, hat der Rapper die geforderte Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet. Eine Frist habe er verstreichen lassen.

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Nach Streit mit Jay-Z: Mariah Carey soll sich von Roc Nation getrennt haben

Nach Streit mit Jay-Z: Mariah Carey soll sich von Roc Nation getrennt haben

Von Paul Kruppa am 07.06.2021 - 12:33

UPDATE vom 9. Juni:

Mariah Carey hat via Twitter bestritten, dass sie und Roc Nation-Boss Jay-Z im Streit auseinandergegangen sind. Ein "explosives" Treffen, wie es von englischen Boulevardmedien beschrieben wurde, habe es nie gegeben. Dies seien Lügen.

Dennoch ist die Information wohl korrekt, dass die RnB-Sängerin nicht mehr von Roc Nation gemanagt wird. TMZ zufolge bevorzuge Mariah Carey die Arbeit mit einem kleineren Team.

Original-Meldung vom 7. Juni:

Jay-Z und Mariah Carey gehen offenbar getrennte Wege. Die RnB-Sängerin hatte sich seit 2017 von Roc Nation managen lassen. Diese Geschäftsbeziehung sei nach einem "explosiven Treffen" von Jay-Z und Mariah Carey vorbei. So will es The Sun in Erfahrung gebracht haben.

Zwischen Jay-Z & Mariah Carey soll es gekracht haben

Der Entscheidung Roc Nation zu verlassen, soll ein Streit über die zukünftige Ausrichtung von Mariah Careys Karriere zugrunde liegen. Eine anonyme Quelle sagte der britischen Boulevardzeitung:

"Mariah und Jay hatten ein explosives Treffen, das überhaupt nicht gut lief. Sie hat deutlich gemacht, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben will und mit Roc Nation abgeschlossen hat. Sie wird es in den nächsten Wochen offiziell machen. Es ist schade, denn sie haben in den letzten Jahren großartige Arbeit geleistet. Aber dieses Treffen hätte nicht viel schlimmer ausgehen können."

("Mariah and Jay had an explosive meeting which did not go well at all. She has made it clear she wants nothing more to do with him and has called it quits with Roc Nation. She will formally depart in the next few weeks. It is a shame because they had done some great work in the last few years. But this meeting couldn’t have gone much worse.)

Auf der Website von Roc Nation ist Mariah Carey (jetzt auf Apple Music streamen) bereits nicht mehr auffindbar. Ein neues Album, das "stark von RnB beeinflusst" sein soll, sei jedoch auf dem Weg. Auch plane die inzwischen 51-Jährige für das nächste Jahr eine Welttournee. Es heißt zudem, dass sie sich schon mit anderen Managements in Gesprächen befinde.

Das letzte Studioalbum von Mariah Carey hört auf den Titel "Caution" und erschien 2018. 2020 releaste der US-Star mit "The Rarities" außerdem eine Compilation. Zwischenzeitlich enterte sie mit "The Meaning of Mariah Carey" noch den Buchmarkt. All diese Veröffentlichung fallen in die Zeit ihrer Geschäftsbeziehung mit Jay-Zs Roc Nation.

Weit vor der Gründung von Roc Nation kamen Mariah Carey und Jay-Z für die gemeinsame Hit-Single "Heartbreaker" (1999) zusammen. Auch auf Jay-Zs viertem Album "Vol. 3… Life and Times of S. Carter" ist mit "Things That U Do" ein Kollabsong der beiden US-Artists vertreten.

Sollte sich die Story um den Split bewahrheiten, dürften in naher Zukunft keine weiteren Zusammenarbeiten zu erwarten sein. Mit Jay-Zs Kollege Busta Rhymes ist Mariah Carey offensichtlich im Reinen. Ganze 18 Jahre nach der Single "I Know What You Want" droppten die beiden Artists im Frühjahr ein Video zur Fortsetzung "Where I Belong".

Busta Rhymes ft. Mariah Carey - Where I Belong [Video]


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