Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Bushido und seinen früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker. Der Vorwurf: schwere räuberische Erpressung. Wie der Spiegel berichtet, ist eine Anzeige der Aggro Berlin-Gründer ausschlaggebend.

Aggro Berlin-Gründer & Bushido mit unterschiedlichen Angaben zur Trennung

Nach Informationen des Spiegels haben Eric Remberg (Specter), Jens Ihlenfeld (Spaiche) und Halil Efe ausschließlich gegen Bushido Anzeige erstattet. Diese sei am 16. März erfolgt. Ein paar Wochen später sei auch Arafat Abou-Chaker von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter angeführt worden.

Gegenüber dem Spiegel bestätigten die Aggro Berlin-Gründer offenbar, dass es sich bei ihrer Anzeige um ein Ereignis dreht, das 17 Jahre zurückliegt. 2004 verabschiedete sich Bushido von dem legendären Deutschrap-Label. Über die Umstände der damaligen Vertragsauflösung existieren abweichende Erzählungen.

So schildert Aggro Berlin eine Begegnung mit circa sechs Männern im Studio. Einer dieser Männer habe ein "machetenartiges Messer" dabei gehabt. Unter Androhung von Gewalt soll die erforderliche Unterschrift von Specter unter den Auflösungsvertrag erzwungen worden sein. Mit der gleichen Methode habe die Bushido-Seite eine Unterschrift von Spaiche erwirkt. Halil Efe soll noch einen Schlag ins Gesicht bekommen haben, bevor er das türkische Wort für "Nein" auf das Dokument schrieb. Diese Informationen gehen aus Unterlagen hervor, auf die sich der Spiegel beruft.

Bushido Sicht der Dinge weicht davon ab. Er soll an einem Prozesstag im vergangenen August jener Darstellung entschieden widersprochen haben: "Alles völliger Bullshit." Es sei falsch, dass sechs Männer im Studio gewesen sind. Ebenfalls habe es die Machete nicht gegeben. Der EGJ-Boss und Arafat seien "ganz allein" vorstellig geworden. Arafat Abou-Chaker habe dabei jedoch "mit Nachdruck die Unterschrift einfordern müssen", wie es beim Spiegel weiterhin heißt. Auch eine Ohrfeige gegen Halil Efe habe demnach stattgefunden. Gegen einige Angaben von Bushido zum Ablauf der Trennung wollten die Aggro Berlin-Gründer bereits in der Vergangenheit eine Unterlassungserklärung erwirken.

Aggro Berlin-Gründer gehen juristisch gegen Bushido vor

Die Gründer von Bushidos ehemaligem Label Aggro Berlin wehren sich gegen diverse Aussagen des Berliner Rappers.

"Es geht immer um geschäftliche Interessen", sagte der Anwalt von Arafat Abou-Chaker dem Spiegel zufolge zu den aktuellen Ermittlungen. Außerdem soll der Jurist erklärt haben: "Ich gucke es mir in Ruhe an und werde es zersägen."

Der Spiegel weist darüber hinaus daraufhin, dass schwere räuberische Erpressung erst nach 20 Jahren verjährt. Fler kommentiert die Berichterstattung um seinen ehemaligen Weggefährten auf Twitter ebenfalls mit diesem Hinweis auf das geltende Strafrecht.

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Nach Ramo: Massiv & weiteres Signing gehen getrennte Wege

Nach Ramo: Massiv & weiteres Signing gehen getrennte Wege

Von Till Hesterbrink am 01.08.2021 - 13:59

Kürzlich gaben Ramo und Massiv (jetzt auf Apple Music streamen) bekannt, sich auf Label-Ebene von einander getrennt zu haben. Jetzt verkündete der nächste Künstler, nicht mehr bei Qualität'er Music unter Vertrag zu stehen: Marlo.

Marlo & Massivs Qualität'er trennen sich

In einer Instagram-Story gab der junge Rapper kurz und knapp bekannt, nicht mehr bei Qualität'er zu sein. Und das sogar bereits schon seit 7 Monaten mehr, allerdings inoffiziell. Dies sei auch der Grund, warum lange Zeit nichts gekommen sei.

"Und nein... Ich bin nicht mehr bei Qualität'er. Seit inoffiziell 7 Monaten. Man konnte nix veröffentlichen, aber jetzt ist man wilder als je zuvor. Ich habe mich sehr vorbereitet auf das, was jetzt auf euch zukommt."

Als Marlo vor gut zwei Jahren bei Massiv unterschrieb, sorgte vor allem sein Alter für aufsehen. Zu dem Zeitpunkt war er nämlich gerade mal 15 Jahre alt. Aktuell dürften nach den Trennungen noch die beiden Rapper Kilomatik und Dahab bei Qualität'er gesignt sein.

Über sein aktuelles Verhältnis zu Marlo äußerte Massiv sich nicht. Ramo und Massiv gaben allerdings nach ihrer Trennung vor knapp vier Monaten an, sich im Privaten weiter gut zu verstehen und zeigten sich auch gemeinsam in der Öffentlichkeit. Dass Label-Trennung bei ihm auch versöhnlich funktioniert, bewies Massiv bereits allemal.

Massiv schenkt Ex-Signing Ramo wohl eine Rolex

Massiv ist bekanntermaßen nicht nur Rapper, sondern auch Schauspieler und Labelboss. In seiner Funktion als Letzterer kümmerte er sich um die Geschicke von Qualität'er Music: Das ehemalige Label von Ramo. Dieser und Qualität'er trennten sich im April dieses Jahres, doch böses Blut scheint es dabei nicht gegeben zu haben.


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