Adidas nimmt Streaming-Superstar Ninja unter Vertrag

Adidas und Ninja haben ihre Zusammenarbeit angekündigt. Der vor allem durch Fortnite-Streaming berühmt (und reich) gewordene Tyler "Ninja" Blevins stellt damit den ersten Pro-Gamer dar, den Adidas einzeln unter Vertrag nimmt. Was genau der Deal bedeutet oder wieviel Geld dabei den Besitzer gewechselt hat, bleibt aktuell noch unklar.

Mega-Deal: Ninja und Adidas geben Kooperation bekannt

Adidas sponsert schon eine ganze Weile eSportler. Bisher aber immer nur Teams wie zum Beispiel North oder Team Vitality. Jetzt geht der deutsche Sportartikel-Hersteller zum ersten Mal eine Zusammenarbeit mit einer Einzelperson aus diesem Spektrum ein. Aber natürlich nicht mit irgendwem, sondern mit dem aktuell wahrscheinlich größten Namen im kompletten Gaming-Bereich: Ninja.

Die Zusammenarbeit wird mit mehr oder weniger bedeutungsschwangeren Aussagen und einem genauso wenig aussagekräftigen Video beworben:

"Ein Hoch auf die Umdenker und Umgestalter. Die Künstler aller Disziplinen. Die Pioniere auf ihrem Gebiet. Ein Hoch auf das Versprechen, unbezwingbar zu sein – das Versprechen, das sich jeder Creator gegeben hat. Ein Hoch auf die Zeit, die du investiert hast."

"Es ist Zeit, die Welten von Gaming und Fashion zu vereinen."

Wer ist Ninja?

Tyler "Ninja" Blevins dürfte den meisten Menschen ein Begriff sein, die in den letzten zwei Jahren auf dieser Erde geweilt und ab und zu einen Blick ins Internet geworfen haben. Der junge Mann hat früher Halo gespielt und sich dann mit Fortnite eine goldene Nase verdient.

Soll heißen: Ninja hat tagein, tagaus den Battle Royale-Shooter Fortnite gezockt und das live über Twitch übertragen. Er war lange Zeit so etwas wie das Gesicht von Fortnite und Twitch. Einträgliche Werbedeals waren die Folge: Ninja hat sicherlich nicht gratis andauernd dieses RB-Bandana getragen. Für das Streamen von zwei Stunden Apex Legends am Release-Tag soll Electronic Arts ihm sogar über eine Million US-Dollar gezahlt haben.

Vor Kurzem hat sich Ninja dann von der Streaming-Plattform Twitch getrennt und ist zu Mixer abgewandert. Für den Wechsel von der Amazon-Plattform hin zu Microsofts Streaming-Dienst dürfte Tyler Blevins ebenfalls fürstlich entlohnt worden sein. Immerhin ist er der aktuell wohl bekannteste Streamer und Pro-Gamer überhaupt.

Um was geht es bei dem Deal zwischen Adidas und Ninja?

Das wurde noch nicht verraten. Fest steht nur, dass sich die Zusammenarbeit wohl über mehrere Jahre erstrecken wird, wie The Verge berichtet. Abgesehen davon, dass Adidas und Ninja die "Welten von Fashion und Gaming vereinen" wollen, wissen wir erstaunlich wenig über das, was da auf uns zukommt.

Lass Deiner Fantasie freien Lauf: Laut Ninja könnten uns allerdings sowohl Dinge in der echten, als auch in der virtuellen Welt erwarten. Wir sollen unsere Fantasie benuten, wie er in einem Mixer-Stream erklärt. Er könne noch keine spezifischen Informationen dazu verraten.

Unser Tipp: Es würde schon an ein Wunder grenzen, wenn es nicht bald diverse Adidas x Ninja-Skins für Fortnite (oder andere Spiele) geben würde. Außerdem wirkt es natürlich auch extrem wahrscheinlich, dass wir bald einen blauen Ninja-Hoodie von Adidas mit Ninja-Schriftzug auf dem Arm kaufen können, wie er im Video zu sehen ist.

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Für mehrere Milliarden: Reebok befreit sich von Adidas

Für mehrere Milliarden: Reebok befreit sich von Adidas

Von Alina Amin am 14.08.2021 - 15:04

Der deutsche Sportartikel-Gigant Adidas hat seine Tochterfirma Reebok ein für alle Mal verkauft. Vor einigen Monaten schon wurde publik, dass sich Adidas von seiner US-Tochter verabschieden würde. Nach einer wochenlangen Suche haben sie scheinbar einen Käufer gefunden. Nun soll die Authentic Brands Group bis zu 2,1 Milliarden Euro für die kleine Marke bezahlt haben.

Adidas verkauft Reebok für 2,1 Milliarden Euro

Der Verkauf scheint für Reebok nicht unbedingt eine schlechte Nachricht zu sein. Was sich schon Monate davor anbahnte, kann auf diverse Probleme zurückgeführt werden. Zum einen wären da der schlechte Umsatz, die sinkende Coolness oder auch die ausbaufähige Marketing-Strategie. Laut des Manager Magazins beklagte sich Reebok darüber, dass Adidas die eigene Marke entwickele und sich zu wenig um die Zweitmarke kümmere.

Was der Käufer nun mit der Streetwear-Brand vor hat, bleibt abzuwarten. James Salner, Chef der Authentic Brands Group, erklärt, es sei eine "Ehre, mit der Fortführung des Erbes von Reebok betraut zu werden". Außerdem wolle er den "Innovationsgeist" der Marke bewahren. Was das für die Mitarbeiter der Firma bedeute, scheint unklar.

Reebok kann auf eine Legacy in der amerikanischen Sport- und Streetwear-Branche zurückblicken – auch wenn viel davon nicht übrig geblieben ist. Kürzlich legte die Brand einen Fokus auf hochkarätige Collabs mit Stars wie Cardi B oder auch Hypy-Labels wie Vetements oder Gosha Rubchinskiy. An den Erfolg, den ein Yeezy beispielsweise verzeichnet, konnten sie damit aber nicht anknüpfen. 


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