Adidas unterstützt Nike-Kampagne gegen Rassismus

Es gibt Momente im Leben, die lassen jegliches Konkurrenzdenken absurd erscheinen. Der brutal herbeigeführte Tod von George Floyd ist so ein Moment. Das rassistische Verbrechen an dem 46-jährigen US-Amerikaner bringt nun sogar die Sportartikel-Giganten Nike und Adidas auf eine Linie.

"Don't Do It": Nike & Adidas gemeinsam gegen Rassismus

Eine drastische Lage erfordert drastische Maßnahmen: In einem Clip wendet sich Nike nun von seinem ikonischen Slogan "Just Do It" ab. Stattdessen heißt es dort: "Don't Do It". Mit dem kurzen Video kommentiert das Unternehmen aus Oregon die Protestbewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt, die aktuell ganz Amerika in Atem hält.

Nike kommt dabei direkt zur Sache. So solle man sich nicht vormachen, dass es kein Problem in Amerika gebe. Es sei notwendig, sich dem allgegenwärtigen Rassismus entgegenstellen. Ebenso könne niemals hingenommen werden, dass unschuldige Menschen ihr Leben lassen müssen. Wer denkt, das sei nicht sein Business, liege falsch. Die Zeit des Zurücklehnens und des Schweigens sei vorbei. Alle könnten etwas dazu beitragen, grundlegende Veränderung einzuleiten.

Das reduzierte Video funktioniert allein mit prägnanten Sätzen auf schwarzem Hintergrund. Eine eindringliche Melodie untermalt das Ganze. Bei Adidas ist dieser Appell angekommen. Die Marke mit den drei Streifen zeigt sich öffentlich solidarisch und hat das Video des Wettbewerbers retweetet. Die Message: Nur gemeinsam kann man einen gesellschaftlichen Wandel bewirken.

adidas (at ) on Twitter

Together is how we move forward. ⁣ Together is how we make change. https://t.co/U1nmvMhxB2

Die US-Rapszene hat das bereits begriffen und ist zum Teil selbst auf den Straßen anzutreffen, um so ein politisches Zeichen zu setzen.

Nach George Floyds Tod: Rap-Stars engagieren sich in den Protesten

Videoaufnahmen von einem weißen Polizisten, der den später verstorbenen George Floyd mit roher Gewalt quälend lange auf den Asphalt presst, schockieren die ganze Welt. Seit seinem Tod sind Proteste in mehreren US-Städten entfacht und die Forderung ist eindeutig: Gerechtigkeit für George Floyd und die Opfer von Polizeigewalt.

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LASS MICH ATMEN – Eunique, Jalil & mehr im Livestream zum Todestag von George Floyd

LASS MICH ATMEN – Eunique, Jalil & mehr im Livestream zum Todestag von George Floyd

Von Djamila Chastukhina am 25.05.2021 - 13:53

Heute jährt sich zum ersten Mal der Todestag von George Floyd. Mit Unterstützung von Alles Gold und Sony Music findet unter anderem deshalb ein Livestream-Event mit dem Titel "LASS MICH ATMEN" statt. Darin spricht Journalist Malcolm Ohanwe mit Eunique, Jalil, Roger Rekless, Preach, Uncle D und Yasmin Poesy über ihre persönlichen Erfahrungen als Schwarze Menschen in Deutschland. Es geht unter anderem um die Geschichte Schwarzer Menschen in der Musikbranche, Exotisierung Schwarzer Frauen im Rap und afrikanische Identitäten in Deutschland.

Todestag von George Floyd: Live Performances von Eunique, Jalil und Roger Rekless

Die Artists tauschen sich nicht nur in zwei Talkrunden über ihre Erfahrungen aus. Die Musiker*innen Eunique, Jalil und Roger Reckless haben in ihrer Musik Gedanken und Gefühle verarbeitet, die sie in einer Live-Performance heute Abend mit uns teilen wollen:

Eunique ist "pissed" und drückt das auf ihrem jüngsten Release "BLM" aus. Darin spricht sie unter anderem Polizeigewalt, mangelnden Respekt vor Schwarzen Menschen im Hiphop und White Privilege, also die Privilegien von weißen Menschen, an.

"400 Jahre hat mein Volk gekämpft und sich befreit /

Privileg hast du durch uns, bitte bild' dir nix drauf ein"

Jalil fühlt Schmerz in seiner Brust und bringt das in "Ich kann nicht atmen" zum Ausdruck. Die Audio beginnt mit George Floyds Hilferufen kurz vor seinem Tod. In dem Song erzählt er die Geschichte von Schwarzen Männern, die durch Polizeigewalt getötet wurden.

Zusätzlich wird Roger Rekless seinen bisher unveröffentlichten Song "Wie Black" performen.

US-Star H.E.R. unterstützt die Aktion

Auch US-amerikanische Sängerin H.E.R., die mit ihrem Protestsong "I Can't Breathe" im März einen Grammy in der Kategorie "Song of the Year" gewann, unterstützt das Event. In einem kurzen Video auf Instagram gibt sie Props an Jalil und Eunique, dafür, dass sie das Black Lives Matter Movement in Deutschland weiterführen.

"I'm so thankful that the movement is continuing in Germany. Thank you so much for your music, for being a part of it, for giving a voice to the voiceless. Let's keep it going!"

("Ich bin dankbar dafür, dass das Movement in Deutschland weitergeht. Danke für eure Musik, dafür, dass ihr ein Teil davon seid, dafür, dass ihr Leuten, die keine Stimme haben eine Stimme gebt. Lasst uns weitermachen!")

Gemeinsam für eine bessere Zukunft sorgen

"LASS MICH ATMEN" findet heute um 20:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Alles Gold statt und soll eine Fläche zum Austausch bieten. Nicht nur Schwarze Menschen sind herzlich eingeladen, sondern jede Person, die etwas zur Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt beitragen möchte. Zwar liegen einem die Erinnerungen an den Tod von George Floyd oder anderer Opfer rassistischer Polizeigewalt oftmals schwer im Magen. Jedoch sollte solch ein Event nicht nur die negative Vergangenheit beleuchten, sondern auch Ausblick auf eine positivere Zukunft geben. Dazu teilte Teilnehmerin Yasmin Poesy folgendes Statement:

"Es ist absolut wichtig, die BLM Bewegung zu unterstützen und mit voranzutreiben, erst recht, wenn man selber nicht Schwarz ist. Rassismus ist nicht das Problem von schwarzen Menschen, es ist das Problem aller anderen Gruppierungen/Ethnien und allen voran, das Problem vieler weißer Menschen. Verantwortung übernehmen und gemeinsam dagegen ankämpfen ist jetzt das einzig Richtige. Die Zukunft sieht gut aus."

Den Link zum Livestream-Event findet ihr hier.


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