Geplanter Mietenstopp: Adidas entschuldigt sich in offenem Brief

Es ist viel Kritik eingeprasselt auf Adidas. Kaum jemand konnte nachvollziehen, warum der Weltkonzern aus Herzogenaurach die Mietzahlungen für seine Filialen aussetzen wollte. Inmitten der Corona-Ausnahmesituation fiel das Echo verheerend aus. Nun folgt eine Entschuldigung.

Adidas sagt Sorry – und zahlt die Miete

Bereits in den vergangenen Tagen hat Adidas versucht zu verdeutlichen, dass Mietzahlungen an Privatvermieter sehr wohl weiterlaufen werden. Große Immobilienvermarkter und Versicherungsfonds wären ausschließlich von dem Mietstopp betroffen gewesen. Doch die Botschaft eines profitsüchtigen und lediglich auf sich selbst bedachten Unternehmens war schon der Welt. Boykott-Aufrufe und massive Kritik aus der Politik folgten. Oder wie Adidas es ausdrückt: Die angekündigte Mietstundung wurde "als unsolidarisch empfunden".

Mit dem Schreiben, das auf der Adidas-Website veröffentlicht wurde, probiert man gegenzusteuern. Die Mieten für April sind gezahlt worden. Die zentrale Stelle des Briefs lautet:

"Deshalb möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Wir haben unseren Vermieter_innen die Miete für April bezahlt. Fairness und Teamgeist sind seit jeher eng mit adidas verknüpft und sollen es auch bleiben."

Danach erklärt Adidas, wie bedrohlich die Lage auch für Unternehmen dieser Größenordnung sei und kündigt "harte Einschnitte" an. Kurzarbeit sei mit den Betriebsräten abgestimmt, der Vorstand beziehe nur noch die Hälfte seines Gehalts und die Führungsebene darunter nehme Einbußen von 30 Prozent in Kauf. Außerdem habe man sein Aktienrückkaufprogramm vollständig eingestellt.

Ebenfalls leiste Adidas weiterhin seinen Beitrag für den Kampf gegen Covid-19. So unterstütze der Konzern diverse Hilfsprogramme, habe medizinische Güter für Ärzte und Ärztinnen in China bereitgestellt und lasse Partner auf Adidas-Kosten Gesichtsschutz und Masken für das Gesundheitswesen produzieren. Zum Schluss zeigt sich das Unternehmen noch ein weiteres Mal reumütig:

"Wir haben einen Fehler gemacht und damit viel Vertrauen verspielt. Es wird dauern, Ihr Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Aber wir werden alles dafür tun."

Verlässliche sowie hilfreiche Informationen zu Corona und COVID-19 stellen zum Beispiel die WHO oder die Webseite der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Aktuelle Entwicklungen und Daten finden sich zudem auf der Page vom Robert Koch Institut.

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Nicki Minaj verwirrt Fans mit Aussagen zur Corona-Impfung

Nicki Minaj verwirrt Fans mit Aussagen zur Corona-Impfung

Von Till Hesterbrink am 14.09.2021 - 13:24

Kurzzeitig hielt sich gestern das Gerücht, dass Nicki Minaj bei der diesjährigen Met Gala erscheinen würde. Seit der Geburt ihres Babys vor knapp einem Jahr zeigte die Rapperin sich nur noch äußerst selten in der Öffentlichkeit. Über Twitter meldete sich Nicki zu Wort und erklärte, warum sie nicht bei der Gala erscheinen würde. Auf die meisten hatte es den Eindruck, dass sie aufgrund der verpflichtenden Corona-Impfung nicht an der Veranstaltung teilnehmen wolle.

"Impotenz": Nicki Minaj über Corona-Impfungen

Eigentlich hat Nicki Minaj mit den Barbz eine der treusten Fangemeinden im ganzen Hiphop. Doch selbst unter diesen fiel es gestern vielen schwer, die Aussagen der Rapperin zu verteidigen. Auf einen enttäuschten Tweet, dass Nicki Minaj nicht bei der Met Gala auftauchen würde, antwortete sie, dass sie nun einen Sohn habe, um den sie sich kümmern müsse. Das ginge vor.

Die darauffolgende Aussage sorgte allerdings bei einigen für Stirnrunzeln. So erklärte Nicki, dass für die Teilnahme an der Met Gala eine Impfung verpflichtend sei und sie noch nicht genug eigene Forschung angestellt habe, um zu entscheiden, ob sie sich impfen lassen wolle.

Grund dafür sei unter anderem, dass sie von Drake erfahren habe, dass dieser trotz Impfung Corona bekommen habe. Auch sie habe Corona gehabt und danach die exakt gleichen Symptome wie Menschen mit Impfdurchbrüchen erfahren. Außerdem glaube sie, dass einer ihrer in Trinidad lebenden Cousin einen Freund habe, der durch die Impfung impotent geworden sei.

Bei ihren Fans traf diese Einstellung allerdings auf wenig Gegenliebe. Es wurde angeführt, dass sie selbst keine Forschung anstelle. Sie sei schließlich keine Wissenschaftlerin und führe auch keine eigenen Studien durch. Somit suche sie lediglich nach Veröffentlichungen, die ihre bereits geformte Meinung bekräftigen würden.

Nicki Minaj fühlt sich missverstanden

Nachdem sich die halbe Social-Media-Welt auf Nicki Minajs Äußerungen gegenüber der Corona-Impfung stürzte, versuchte sich die Rapperin zu erklären. Dabei führte sie aus, dass auch sie sich wohl impfen lassen werde, weil sie sonst ihren Job nicht ausüben könne.

Auch erklärte sie, dass sie verstehe, dass eine Impfung ohne Komplikationen die Norm sei. Daraufhin sorgte Nicki Minaj für weitere Verwirrung, indem sie eine Twitter-Umfrage darüber durchführte, welchen Impfstoff ihre Follower für den besten halten würden. Diese konnte der Impfstoff von Pfizer/Biontech mit aktuell 65 % der Votes für sich entscheiden. Insgesamt gaben über 300.000 Leute ihre Stimme ab.

In einer danach veröffentlichten knapp einminütigen Sprachaufnahme ist dann Nicki Minajs Sohn zu hören, wie dieser wohl über die Kritik an der eigenen Mutter lache.

Zu guter Letzt kündigte Nicki Minaj an, gegen alle Publikationen rechtlich vorgehen zu wollen, die sie ihrer Meinung nach falsch wiedergegeben hätten.


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