"Dumm": 50 Cent nach Super-Bowl-Wochenende in der Kritik

50 Cents Verhalten während der Corona-Pandemie sorgt bei der Politik für Kopfschütteln. Fiddy hat sich dafür entschieden, im Vorfeld des diesjährigen Super Bowl Partys zu hosten – Hygiene- und Abstandskonzepte spielten dabei wohl eher eine untergeordnete Rolle. Das rief den Bürgermeister der Stadt Saint Petersburg, die zum Bundesstaat Florida gehört, auf den Plan. 

Party trotz Pandemie: 50 Cent, Migos & mehr lassen es krachen

Das Klatsch-Portal TMZ hat Party Footage online gestellt. 50 Cent und seine Entourage sind dabei ohne größere Abstände auf der Bühne zu sehen. Auf Masken scheinen die Anwesenden zu verzichten. Auch das Publikum vermittelt nicht den Eindruck, als lasse es sich durch irgendein Sicherheitskonzept vom Feiern abbringen. Der Bürgermeister von Saint Petersburg reagierte deutlich auf dieses Verhalten. Ein Wortspiel in Bezug auf mögliche Strafen konnte er sich offenbar nicht verkneifen.

"Das ist nicht, wie wir den Super Bowl feiern sollten. Es ist nicht sicher oder smart. Es ist dumm. Wir schauen uns das ganz genau an und vielleicht kostet es jemanden am Ende deutlich mehr als 50 Cent."

50 Cent ist bei Weitem nicht der einzige Rapstar, der in den letzten Tagen durch solche irritierenden Moves auffällig geworden ist. Die Migos performten ebenfalls vor einer dicht gestaffelten Crowd. Die Aufnahmen eines Gigs von Moneybagg Yo sehen gemessen an den Standards vor Corona überraschend normal aus.

Dabei gab es in keinem Jahr in der Geschichte der USA mehr Tote als 2020 zu betrauern. Die Corona-Pandemie gilt dafür als Hauptursache. Dass es ohne Impfung kaum ein Entfliehen vor dem Virus gibt, musste zuletzt RAF Camora in Dubai feststellen.

RAF Camora nach positivem Corona-Test in Quarantäne

Man kann mit genügend Kleingeld dem europäischen Winter entkommen, aber nicht der Corona-Pandemie. RAF Camora ist im fernen Dubai positiv auf Covid-19 getestet worden. Nun muss er zehn Tage in Quarantäne verbringen. Erste Updates zu seinem gesundheitlichen Zustand gibt der Platin-Rapper selbst.

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Von Kanye West bis Busta Rhymes: Wie Daft Punks Legacy im Rap weiterlebt

Von Kanye West bis Busta Rhymes: Wie Daft Punks Legacy im Rap weiterlebt

Von Michael Rubach am 23.02.2021 - 14:18

Daft Punk haben sich aufgelöst. Das legendäre französische Elektro-Duo geht nach 28 Jahren getrennte Wege. Das gaben Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo mit dem Video zu "Epilogue" bekannt. Die beiden Pariser haben vorgemacht, dass eine Weltkarriere möglich ist, ohne Gesicht zeigen zu müssen. Ohne den Einfluss der visionären Roboter-Köpfe hätte The Weeknd wohl nicht die Richtung zum "Starboy" eingeschlagen. Daft Punks Fußspuren im Rap zeugen ebenfalls von einer künstlerischen Größe, die ihresgleichen sucht.

Daft Punks Einfluss im Rap: Samples, Kollabos, Welthits

In fast drei Jahrzehnten Musikkarriere sind von Daft Punk jede Menge Songs und Sounds für die Ewigkeit erschaffen worden. Eine Sample-Kultur wie Hiphop schaut da natürlich ganz genau hin. Auch als Producer verewigten sich Bangalter und de Homem-Christo gleich mehrfach auf einer der progressivsten Rap-Platten der letzten zwanzig Jahre.

Daft Punk feiern Kanye Wests "Stronger"

Ein Track, der sich aus dem Pool der Zusammenarbeiten von Daft Punk mit anderen Musiker*innen regelrecht entgegenwirft, ist Kanye Wests "Stronger". Der 2007 releaste Song von Yeezys drittem Album "Graduation" geht auf ein Sample von Daft Punks "Harder, Better, Faster, Stronger" zurück. Das Pariser Duo erinnerte sich in einem Interview mit dem Billboard Magazin daran, wie sie "Stronger" zum ersten Mal im Radio wahrgenommen haben.

"Unser Song hatte einen guten Sound, aber als er Kanyes Platte auflegte, war der Sound wirklich fett. Es klingt wirklich groß. Es ist keine Zusammenarbeit im Studio, aber der Vibe der Musik, die wir separat machen, verbindet sich in dem, was er damit angestellt hat."

Daft Punks Original-Version basiert wiederum auf einem Sample von "Cola Bottle Baby" – einem Funksong von Edwin Birdsong (1979). Kanyes kreativer Ausbruch auf "Yeezus" (2013) ist ebenfalls eng mit Daft Punk verknüpft. Bei den ersten drei Tracks des Albums "On Sight", "Black Sinkhead" und "I Am A God" gehen Production Credits an Daft Punk.

Daft Punks Pharrell-Kollabos

Ein anderer Welthit von und mit Daft Punk ist "Get Lucky". Hier arbeiteten die Franzosen mit Pharrell Williams und Nile Rodgers zusammen. In gefühlt jedem Land der Erde stand dieser Track an der Spitze der Charts. Die weitere Pharrell-Kollabo "Lose Yourself To Dance" konnte daran nicht anknüpfen. Beide Singles landeten auf dem 2013 releasten Album "Random Access Memories".

Der mysteriöse Track mit Jay-Z

Der Daft Punk-Track "Computerized" fährt niemand Geringeren als Jay-Z für ein Feature auf. Das Ganze war als Single für den Disney-Film "Tron: Legacy" gedacht. Die Musik zum Science-Fiction-Movie kam dabei zwar vollends von Daft Punk – doch der Track mit Hova gelang nie auf offiziellem Weg an die Öffentlichkeit.

Der Chef für Soundtrack-Fragen bei Disney erklärte Jahre später, dass Daft Punk sich bei der Produktion dieser einzelnen Single regelrecht "gefoltert" gefühlt hätten. Als der Song irgendwann stand, wurde er als unpassend bewertet. Auf lyrischer Ebene sei dieser "zu verwurzelt im echten Leben" gewesen. Als Lead-Single für den Film erschien 2010 schließlich "Derezzed". Der Leak von "Computerized" erfolgte 2014.

Daft Punk erzählen "Something About Us" – 50 Cent & Cro fühlen es

Anteile von Daft Punks "Something About Us" aus dem Album "Discovery" (2001) finden sich in diversen Rap-Tracks wieder. 50 Cents "Detox"-artiges und bis heute nicht veröffentlichtes Album "Street King Immortal" wurde einst mit einer einer Single inklusive Kendrick Lamar-Part angeteast. 2013 droppten die beiden US-Rapstars "We Up". Später schob Fiddy in einem Interview hinterher, dass er den Track doch nicht auf "Street King Immortal" platziere.

Auch ein Deutschrap-Star hat sich näher mit "Something About Us" beschäftigt. Cros Platin-Single "Du" ist hörbar an die Nummer angelehnt. Die Liebe für Daft Punk hat sich Cro offenbar bis in die Gegenwart bewahrt. Beim Cover Artwork zu seinem kommenden Album "trip" werden Daft Punk-Einflüsse deutlich. Es sind diese "Random Access Memories"-Vibes.

Busta Rhymes präsentiert seine Technik auf "Technologic"-Sample

Mit "Touch It" hat ebenfalls eine der bekanntesten Nummern von Flow-Monster Busta Rhymes seine Wurzeln bei Daft Punk. Die Swizz Beatz-Produktion vom Album "The Big Bang" (2006) nutzt ein Sample von "Technologic". Der Song ist ursprünglich auf der Daft Punk-Platte "Human After All" (2005) zu finden. Für das Live-Album "Alive 2007" führten Daft Punk beide Versionen zusammen.

Nach dem Release von Busta Rhymes "Touch It" gingen direkt mehrere Remixe des Tracks Rennen. Auf einem versammelten sich diverse Big Names der damaligen Zeit. Mary J. Blige aktivierte sogar ihr Alter Ego Brooke Lynn. Weitere Parts kamen von Missy Elliott, Rah Digga, Lloyd Banks, Papoose und DMX.

Es ließen sich noch viele weitere Beispiele für den Impact von Daft Punk in der Popkultur finden. Wie kaum ein anderes Duo führte die Elektro-Formation Künstler*innen über Genregrenzen hinweg zusammen. Wenn die Welt irgendwann wieder ohne Beschränkungen tanzen darf, dann wird auch zu Daft Punk getanzt werden. Nun ziehen die Roboter-Ikonen einen Schlussstrich. Die eine Hälfte des Duos verschwindet am Horizont. Die andere Hälfte sprengt sich in die Luft. Daft Punk war einmal und ist dennoch für immer.


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