Bild.de berichtet über #waslos mit Bushido

Nachdem Bushido gestern die Bild analysiert hat, schlägt das Imperium zurück. Anhand von Bushido-Zitaten aus den aktuellen #waslos-Folgen wird Bushido implizit Sympathie für Salafisten unterstellt. Was aufgrund der Aussagen auch nicht weit hergeholt scheint. 

In einem ersten Artikel berichtete Bild.de vergangene Nacht, dass der von der Bild-Zeitung "Quassel-Imam" genannte Abdul Adhim Kamouss bei der Beerdigung von Bushidos Mutter gesprochen hat. Mit der Subheadline "Krass, ey – richtig schöne Predigt“ wird Bushido nebenbei lächerlich gemacht.

In einem weiteren Artikel erwähnen sie neben Bushidos Verhältnis zu dem Imam, dem nicht nur von der Bild "eine Nähe zum radikalen Islamismus" nachgesagt wird, die Aussagen Bushidos zum Bambi und dem berüchtigten Foto im Paris-Sweater. Die Aussagen zum Bambi für Integration fasst die Bild wie folgt zusammen: "Er steht also weiterhin zu seinen frauen- und ******enfeindlichen Äußerungen." Im nächsten Abschnitt wird der Instagram-Post Bushidos im Paris-Sweatshirt gezeigt. Dazu wird darauf hingewiesen, dass bei dem Anschlag auf Charlie Hebdo zwölf Menschen starben. Bild dazu: "Zum dritten Mal in einem Videointerview erklärt er, wie es dazu gekommen sei: zufällig."

Abschließend geht es erneut um den Imam. Die Bild: "2003 ermittelte der Generalbundesanwalt gegen ihn. Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er zeigte sich mit dem Hass-Prediger Pierre Vogel und es gibt ein gemeinsames Video mit dem Ex-Rapper und heutigen ISIS-Terroristen Deso Dogg."

Was die Bild uns mit der Zusammenstellung sagen möchte, wird nicht explizit gesagt. Die Punkte lassen sich aber recht leicht verbinden, oder?

Das Ergebnis: Der Mainstream denkt sich: "Wusste ich's doch, er ist ein Asi und ein Islamist." Der Bushido-Fan mag die Bild ein Stück weniger und denkt sich entweder: "Die konstruieren sich Islamisten-Vorwürfe, weil sie Bushido nicht mögen", oder sieht Islamismus als coolen Weg, gegen das System zu rebellieren. Ob man die Schuld jetzt der Bild wegen dem Stil ihrer Berichterstattung gibt oder Bushido wegen seiner Aussagen: einen Integrations-Bambi gewinnt damit niemand.

Die Bild-Analyse und die #waslos-Folgen (Private Schicksalsschläge & Karriererückblick und Pegida & Islam-Hass, Beef mit Kay One & mehr) eignen sich übrigens sogar als "Antwort" Bushidos auf die neuen Artikel. Er erklärt wiederum seine Sichtweise auf die Attentate in Paris und die Reaktion der Politik und der Öffentlichkeit. BILD dir eine eigene Meinung, ob Bushido mit Islamismus sympathisiert oder die Bild gegen Moslems hetzt. 

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Kommentare

Sauberes Statement Toxik. Das was die Bild macht ist echt nicht mehr okay.
Ich finde es Absolut schändlich das Bushido der Bild so ausgeliefert ist, Ich finde irgendjemand aus den Maine Stream Medien sollte mal objektiv berichten. Es ist allerdings schon mal gut das ihr das macht!!

Alles was die Bild berichtet ist wahr!!! Zumindest über bushido.

Also,wenn dann is doch Nike schuld

Großer Journalismus. Da springt man ihm sofort zur Seite. Aber wenn der seine Frau boxt schreibt ihr keine Zeile. Ihr hängt so tief mit drin und verkauft eure Integrität für ein paar Klicks. Geh arbeiten, Toxik.

Ich glaube du hast den Text missverstanden. Aber das sei mal dahingestellt. 

Zum Thema "Aber wenn der seine Frau boxt schreibt ihr keine Zeile.":

Richtig, wir haben darüber nicht berichtet. Das hatte folgenden Grund: Es gab schlichtweg keine einzige Quelle außer der Bildzeitung. Die Polizei hatte den von dir berichteten Vorfall nicht bestätigt. 

Wir haben daraufhin davon abgesehen die BILD als einzige Quelle für eine solche Behauptung zu nennen.

Dass ihr meinen Kommentar löscht,zeigt nur das ich im Recht bin. Ganz kleine Würste backt ihr mittlerweile. Ihr seid keine Journalisten. Ihr wisst nix von Ethik.

******t mal ruhig auf die Kommentare hier, man kann nicht von jedem Menschen einen gewissen Bildungsstandard oder einen differenzierten Blick erwarten.
Artikel ist soweit ganz gut geschrieben, wobei ich mich vielleicht an gewissen Stellen anders ausgedrückt hätte. Bis dann

"man kann nicht von jedem Menschen einen gewissen Bildungsstandard oder einen differenzierten Blick erwarten" und genau deswegen sollte z.B. dieser Artikel etwas differenzierter sein, damit solche Menschen dafür sensibilisiert werden, die sich sonst über einen Artikel keine weiteren Gedanken machen.

Ist Bushido's Mutter Moslem gewesen weil ein Imam auf der Trauerfeier gesprochen hat? Ich weiß, dass sie deutsche war. Was Bu angeht, er spielt meiner Meinung nach Doppelt. Wenn der Is tatsächlich hier ankommen würde, wäre er der Erste der den Menschen hier das Messer in den Rücken steckt. Der Islam wurde wirklich jahrhunderte un****rückt, ich hab viel darüber gelesen. Aber er denkt wohl ein guter Moslem zu sein, verlangt auch Verständnis für den IS zu haben.

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Bushido vs. Arafat Abou-Chaker: Ermittlungsakten & Zeugenaussagen geleakt

Bushido vs. Arafat Abou-Chaker: Ermittlungsakten & Zeugenaussagen geleakt

Von HHRedaktion am 12.08.2019 - 16:38

Der fortwährende Konflikt zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker ist um viele Details reicher. Die FAZ hatte exklusiven Zugriff auf über 200 Seiten Ermittlungsakten der Berliner Polizei – darunter seien Protokolle von abgehörten Telefonaten und Gesprächen sowie Zeugenaussagen von unter anderem Shindy, Ali Bumaye oder Bushido selbst.

Hiphop.de liegen Dokumente vor, die durch eine Internetseite schon vor der Veröffentlichung des FAZ-Artikels in die Öffentlichkeit gelangt waren. Die Inhalte der Dokumente decken sich mit den von der FAZ dargestellten Sachverhalten. Hiphop.de hat bei der Generalstaatsanwaltschaft Berlin um Auskunft zu diesen geleakten Dokumenten gebeten.

Bushido & Arafat Abou-Chakers Streit startet wohl beim Gartenzaun

Aus den Ermittlungsakten geht wohl hervor, dass sich das Verhältnis von Arafat Abou-Chaker und Bushido bei einer angedachten Baumaßnahme verschlechtert hat. Genau genommen soll es um den Bau eines Gartenzauns auf dem gemeinsamen Grundstück in Kleinmachnow gegangen sein. Bushido und seine Ehefrau Anna-Maria planten 2017 offenbar, einen solchen Zaun errichten zu lassen. Über dessen Verlauf auf dem Grundstück sei ein Streit entbrannt. Es heißt im Artikel der FAZ, dass Bushido daraufhin erstmalig eine Auflösung der Geschäftsbeziehung zu Arafat Abou-Chaker in den Raum gestellt habe. Zeugenaussagen ehemaliger EGJ-Künstler würden dies bestätigen.

Im Frühjahr 2018 distanzierte sich Bushido öffentlich von Arafat Abou-Chaker und gab das Ende der langen Partnerschaft bekannt.

Hat Bushido Arafat Abou-Chaker eine Generalvollmacht erteilt?

In den Protokollen, auf die sich die FAZ bezieht, gibt Bushido an, dass er Arafat Abou-Chaker eine Generalvollmacht ausgestellt habe. Darüber berichtete der Stern 2013 in der Story "Bushido und die Mafia". Allerdings habe Bushido diese Vollmacht nur erteilt, weil er zum Zeitpunkt einiger Immobilienkäufe nicht in Deutschland gewesen sei. Bei seiner Rückkehr habe er die Vollmacht widerrufen, die Arafat Abou-Chaker erlauben würde, den EGJ-Boss uneingeschränkt in allen Rechtsgeschäften zu vertreten.

Streit um ein Album von Kay One

Die FAZ berichtet zudem von weiteren Konfliktfeldern. So soll Arafat Abou-Chaker 2018 einen sechsstelligen Betrag für ein Album von Kay One aus dem Jahr 2012 bei Bushido in Rechnung gestellt haben. Dabei dürfte es sich um "Prince of Belvedair" handeln, das im Frühjahr des besagten Jahres erschien und über ersguterjunge releast wurde. Bushido bezeichnet die Ansprüche Arafats laut Gesprächsprotoll als verjährt.

Ein unterirdischer Pool- und Wellnessbereich vertieft den Konflikt

Medien berichteten im Juni übereinstimmend, dass die Bauaufsicht samt Polizeiaufgebot (und Bushido) bei Arafat Abou-Chaker anrückte. Der Auslöser für diesen Besuch liegt gemäß der FAZ im Verborgenen der Villa. Unterirdisch habe Arafat ohne die erforderlichen Genehmigungen einen Pool- und Wellnessbereich errichten lassen. Aus den Gesprächsprotokollen gehe hervor, dass Bushido von diesem Vorhaben wusste. Er sei über die Baupläne seines ehemaligen Geschäftspartners informiert gewesen.

Im Januar 2018 soll Arafat Abou-Chaker von Bushido Geld für den Bau des Pools gefordert haben. Die FAZ skizziert Bushidos Situation wie folgt: Der Rapper sei in einem Raum eingesperrt, bedroht und angegriffen worden. Neben Arafat Abou-Chaker seien nach Angaben von Bushido auch weitere Mitglieder der Familie Abou-Chaker vor Ort gewesen sein.

Um deutlich zu machen, dass eine geschäftliche Trennung nicht in Frage kommen werde, habe Arafat Abou-Chaker nach Informationen der FAZ Bushido "mit einer Flasche oder einem Stuhl geschlagen oder beworfen". Bushido erkläre darüber hinaus, dass zu diesem Szenario noch Veysel K. hinzugerufen wurde, damit dieser miterlebe, wie Arafat Abou-Chaker Bushido als seinen "Hund" bezeichne. In einem Stern-Interview aus dem September 2018 erzählte Bushido von ähnlichen Ausbrüchen Arafats.

Nach diesem Treffen habe Bushidos Ehefrau die Polizei eingeschaltet. In einem abgehörten Telefonat von Fußballstar Mesut Özil und Anna-Maria Ferchichi soll zudem deutlich geworden sein, dass Bushidos Ehefrau die "treibende Kraft" bei der Abkehr von Arafat Abou-Chaker sei. Mesut Özil und Anna-Maria Ferchichi waren in der Vergangenheit ein Paar. Sie habe den Spieler von Arsenal London um finanzielle Hilfe gebeten, da sie durch die Entwicklungen zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker, nicht auf eine funktionierende Kreditkarte zurückgreifen könne.

Trennungsgespräche von Bushido & Arafat Abou-Chaker wurden wohl von der Polizei abgehört

Die FAZ führt aus, dass die Polizei Arafat Abou-Chaker unter anderem verdächtigt, Verabredungen zur schweren räuberischen Erpressung und zum Totschlag getroffen zu haben. Daher seien die Trennungsverhandlungen mit Bushido abgehört worden. Laut den Ermittlern standen mögliche Gewalttaten gegen Veysel K., Farid Bang, Kollegah und Bushido selbst im Raum. Letzterer sollte gemäß den Vorwürfen gewaltsam dazu gebracht werden, die Geschäftsbeziehung zu Arafat Abou-Chaker nicht zu beenden. Wegen des Verdachts auf Anstiftung zur Entführung und Verabredung eines Verbrechens wurde Arafat Abou-Chaker im Januar in Berlin verhaftet – kurze Zeit später jedoch freigelassen.

Bestätigt haben sich die Vorwürfe und Verdachtsmomente gegen Arafat Abou-Chaker auch nach dem Abhören des Gesprächs mit Bushido indes nicht. Die FAZ schreibt, dass Arafat Abou-Chaker und Bushido sich nicht gestritten, sondern sich stattdessen "entspannt" über "Autowäschespezialisten" ausgetauscht haben sollen.

Shindy sagt gegen Arafat Abou-Chaker aus

Die Zeugenaussage von Shindy liefert eine weitere Sichtweise auf diese komplexe Angelegenheit. Der nun ehemalige EGJ-Künstler stand nach dem Bruch bei ersguterjunge zwischen den Stühlen und sah sich eine lange Zeit mit einer unklaren Vertragssituation konfrontiert. Es schien so, als würden sowohl Arafat Abou-Chaker als auch Bushido um den Künstler Shindy ringen. In "Road2Goat" rappt er:

"Als die beiden mit dem Streit in jeder Zeitung sind / Kämpfen sie ums Recht auf Shindy, als wär' ich ein Scheidungskind"

Der Bietigheim-Bissinger beschreibt gemäß des FAZ-Artikels gegenüber der Polizei, dass Arafat Abou-Chaker eines Tages in seiner Heimatstadt aufgetaucht sei, um eine Million Euro von ihm zu fordern. Shindys sagte wohl zudem aus, dass er von Arafat "ausgebremst, angeschrien, bedroht" worden sei. Hierbei könnte sich Shindy auf einen Vorfall beziehen, der im Mai 2018 für Schlagzeilen sorgte.

Laut Bild-Zeitung: Auf Shindy soll ein Angriff verübt worden sein

Die Wege von Bushido und seinem langjährigen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker haben sich bekanntlich getrennt. Wie es mit den Künstlern neben Bushido auf dem Label ersguterjunge weitergehen würde, blieb zum Teil unklar. Shindy hat sich beispielsweise bisher öffentlich nicht zu der aufgelösten Beziehung geäußert. Trotzdem rückt er nun in den Fokus der Presse.

Arafat Abou-Chaker soll von Bushido einen Diss gegen Kollegah & Farid Bang gefordert haben

Des Weiteren bezieht sich die FAZ auf Aussagen Bushidos, die auf den Beef mit Kollegah und Farid Bang eingehen. Arafat Abou-Chaker habe demnach eine Reaktion von Bushido auf die Provokationen und Disses der "JBG 3"-Rapper eingefordert. Bushido soll in den Vernehmungen erklärt haben, dass er von Arafat Abou-Chaker zu einem Disstrack samt Video gedrängt worden sei. Bushido habe jedoch "keine Lust" auf eine solche musikalische Antwort verspürt. Ali Bumaye - der auf "JBG 3" gedisst wird - habe sich durch dieses Verhalten im Stich gelassen gefühlt.

Ein Album voller Deutschrap-Historie: "JBG 3"-Lines unter der Lupe

Ey Yo - wir wollen hier sicherlich keine ausufernden Geschichtsstunden abhalten, aber JBG 3 geizt nicht gerade mit Lines, die sich nur mit dem entsprechenden Hintergrundwissen vollkommen erschließen. Da niemand allwissend sein kann und wir unseren Bildungsauftrag sehr ernst nehmen, erklären wir kurz, was es mit diversen Zeilen auf sich hat.

Die Vertragssituation soll für EGJ-Signings oft unklar gewesen sein

In den Verhören wird wohl auch ein wenig Licht auf die geschäftliche Seite bei EGJ geworfen. Wie die FAZ schreibt, sei es für die einzelnen Artists teilweise unklar gewesen, ob sie nun einen Vertrag mit Arafat Abou-Chaker oder mit Bushido abgeschlossen haben. Mündliche Absprachen, zerrissene Dokumente und Unterschriften bei Arafat und Bushido haben demzufolge zu einer generell undurchsichtigen Gesamtsituation beigetragen.

Aus weiteren Protokollen gehe hervor, dass sich auch Personen auf die Seite von Arafat Abou-Chaker gestellt hätten. Laut ihren Aussagen sei Bushidos Verhalten eine Art Inszenierung, um aus einer Opferrolle heraus bessere Karten in möglichen Folgeprozessen zu besitzen. Außerdem spiele Bushido mit der Dämonisierung Arafats seine eigene Position in einem "Unterdrückungssystem" herunter.

Die FAZ spekuliert abschließend, dass die Auswertung von Arafat Abou-Chakers beschlagnahmtem Handy zu strafrechlicht relevanten Erkenntnissen geführt haben könnte. Hierbei stünden aber keine Gewalttaten im Fokus – möglicherweise jedoch Steuerverbrechen.


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