US-Rapper King Von (26) wurde in Atlanta erschossen

Er galt als einer der vielversprechendsten Newcomer aus Chicago: King Von. Mit nur 26 Jahren verlor er gestern bei einem Schusswechsel in einer Shishabar sein Leben. Insgesamt sollen drei Menschen durch die Schüsse tödlich verletzt worden sein.

King Von (26) erschossen

Der Schießerei soll ein Streit und ein Handgemenge mit dem Rapper Quando Rondo und dessen Crew vorausgegangen sein. Sicherheitskameras nahmen die Auseinandersetzung auf und schnell verbreiteten sich die Bilder im Internet.

Die Polizei beschreibt den Ablauf der Geschehnisse in ihrem Bericht so: Der Streit zwischen den beiden Gruppen eskalierte schnell und verlagerte sich nach draußen. Dort zog ein Beteiligter eine Waffe und feuerte mehrere Schüsse ab, von denen auch King Von erwischt wurde. Vor Ort waren zwei Polizisten, die nebenberuflich als Türsteher des Shisha-Clubs arbeiteten. Sie und ein dritter, zufällig in der Nähe patrouillierender Polizist, griffen direkt ein. Es kam zu einem weiteren Schusswechsel zwischen dem ursprünglichen Schützen und den anwesenden Polizisten. Mehrere Leute flüchteten, sie wurden jedoch im Laufe des Abends alle aufgrund erlittener Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Personen wurden direkt festgenommen.

Von soll mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden sein und kurz darauf an diesen erlegen sein. Kurzzeitig hielt sich im Internet das Gerücht, er wäre lediglich verletzt, hätte aber überlebt. Mehrere Quellen bestätigten jedoch, dass er im Krankenhaus verstorben sei.

Quando Rondo streamte auf Instagram live, wie er einen seiner Freunde, vermutlich den Schützen, ins Krankenhaus brachte.

Die Szene reagiert auf King Vons Tod

King Von war sowohl bei Lil Durks Only The Family-Label (OTF) unter Vertrag als auch bei Empire. Lil Durk soll vom Ableben seines Schützlings durch die Kommentare in einem Instagram-Livestream erfahren haben. Er war gerade in einem Auto am Feiern, als Fans seine Kommentare mit der News fluteten. Durk zeigte sich sichtlich bestürzt und beendete den Stream. Später postete er auf Instagram ein Andenken an Von.

Sein Label Empire veröffentlichte ebenfalls einen Nachruf an den talentierten jungen Künstler. In diesem wird unter anderem darauf hingewiesen, dass King Von stets bemüht war, an seine Heimat, das Viertel, welches den Namen O-Block trägt, zurückzugeben. Das letzte Woche erschienene Album von King Von trägt den Namen "Welcome To O Block".

Viele Fans vermuten dahinter allerdings auch den Grund für den frühzeitigen Tod Vons. Das ehemalige Zuhause von Michelle Obama gilt als der gefährlichste Ort in ganz Chicago. Zwischen 2011 und 2014 fanden hier die meisten Schießereien der gesamten Windy City statt. Der Name ist eine Hommage an den erschossenen 20-jährigen Odee Perry, dessen Tod eine Serie an Gewalttaten einläutete. Rapper wie Chief Keef oder Lil Reese stammen aus diesem Teil der Stadt. Lil Durks Cousin Nuski wurde hier 2014 erschossen.

Lil Durks Cousin OTF Nunu erschossen

Die Anwohner des Blocks versammelten sich am Abend von Vons Tod und hielten eine Gedenkfeier für den verstorbenen Rapper ab.

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50 Cent promotet seine Serie auf Kosten eines Toten

50 Cent promotet seine Serie auf Kosten eines Toten

Von Djamila Chastukhina am 08.09.2021 - 13:57

50 Cent wird aktuell stark in den sozialen Medien kritisiert, da ihm vorgeworfen wird, respektlos mit dem Tod des Schauspielers Michael K. Williams umzugehen. Vor allem auf Twitter wird er sowohl von Hatern als auch von Fans dafür verurteilt, nachdem er einen Instagram Post veröffentlicht, in dem er den Tod von Williams dafür nutzt, um seine Serie zu promoten.

50 Cent promotet seine Show auf Kosten von Michael K. Williams

Michael K. Williams ist vor allem für seine Rolle als Omar Little in der Serie "The Wire" bekannt. Im Alter von nur 54 Jahren ist er nun verstorben. Laut der New York Post wurde der Schauspieler am Montagnachmittag in seinem Penthouse in Brooklyn aufgefunden, die mutmaßliche Todesursache soll eine Heroin-Überdosis gewesen sein.

50 Cent widmet Williams einen Instagram Post, für den er stark kritisiert wird: Der Rapper teilt einen Artikel zum Tod von Williams, um damit Werbung für seine Serie "Power Book III: Raising Kanan" zu machen. Der 46-Jährige zieht Parallelen vom Tod des Schauspielers zu der Storyline seiner Show und erwähnt dabei den Konsum von Fentanyl, welches einen ähnlichen Effekt wie Heroin hat, jedoch weitaus gefährlicher ist.

"Verdammt, wenn ihr Raising Kanan noch nicht gesehen habt, checkt es aus. Dieses Fentanyl ist echt kein Scherz, es bringt die Kundschaft um. RIP Michael K. Williams."

("Damn if you didn’t see Raising Kanan check it out. that fentanyl is no joke, killing the clientele. RIP michael k. williams.")

***

Der Beef zwischen 50 Cent und Michael K. Williams

Viele nehmen an, dass der Grund für 50s Post der frühere Beef zwischen ihm und Williams sei.

Es begann, als 50 Cent im Jahr 2018 das Gerüchte verbreitete, Musikmanager Jimmy Henchman sei im Gefängnis angegriffen worden. Henchman wurde 2011 vor Gericht dafür verurteilt, einen Auftragskiller angeheuert zu haben, um Lowell Fletcher zu töten, der ein enger Freund von 50 Cent war.

Die Gerüchte des Angriffs auf Jimmy nahmen ihren Lauf, bis Williams sich dazwischenschaltete. Der Schauspieler veröffentlichte ein Video, in dem er beteuerte, dass es sich lediglich um Gerüchte handelte. Er behauptete auch, dass er mit dem Musikmanager und seinem Anwaltsteam in Kontakt stehe und dass es Henchman gut gehe.

"Ich habe eine kleine Nachricht für alle, die sich möglicherweise für das interessieren, was sie in den letzten Tagen in Bezug auf Jimmy Rosemond in den sozialen Medien gehört haben. [Die Gerüchte] sind völlig falsch. Ich spreche regelmäßig mit ihm und seinem Anwaltsteam und versichere euch, dass es ihm gut geht."

("I just stopped pass with a little message for anyone who may or may not be interested in anything they’ve heard in regards to Jimmy Rosemond on social media these past few days. [The rumors] are completely false y’all. I speak to him and his team of lawyers on a regular basis and I assure you he is fine.")

50 Cent war von dem Video nicht begeistert und fing an, Michael K. Williams öffentlich zu verspotten und zu beleidigen. Auf Instagram forderte er Williams ebenfalls dazu auf, sich nicht in die Sache einzumischen:

"Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten, was ist falsch mit dir?"

("Mind your business, the f*ck wrong with you?")

Mittlerweile hat der Rapper seinen Instagram-Post gelöscht und durch einen neuen ersetzt, in dem er die Kritik aufgreift, weiterhin jedoch lediglich Werbung für seine Serie macht.

RIP Michael K. Williams.

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Besuche die Website des DRK für kostenlose Sucht- und Drogenberatung oder wende dich an die bundesweite Sucht- und Drogen-Hotline unter: 01806 - 31 30 31.


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