DMX verstirbt im Alter von 50 Jahren

Lange waren die Familie und Fans von DMX am Bangen, ob der legendäre Künstler den Herzinfarkt in Folge einer Überdosis überstehen würde. Nun gibt es die traurige Gewissheit: DMX ist im Alter von gerade einmal 50 Jahren verstorben.

Tod: DMX stirbt im Alter von 50 Jahren

Nachdem DMX in den letzten Tagen nur noch von Maschinen am Leben gehalten wurde, begannen nun seine Organe zu versagen. Die Ärzte konnten während der gesamten Zeit keine Verbesserungen der Gehirnaktivitäten feststellen.

Gegenüber TMZ gab die Familie des Rappers ein Statement:

"In tiefer Trauer müssen wir verkünden, dass unser geliebter DMX, bürgerlich Earl Simmons, im Alter von 50 Jahren im White-Plains-Krankenhaus in Anwesenheit seiner Familie verstorben ist, nachdem er die vergangenen Tage auf lebenserhaltende Maßnahmen angewiesen war. Earl war ein Krieger, der bis zum Schluss kämpfte."

("We are deeply saddened to announce today that our loved one, DMX, birth name of Earl Simmons, passed away at 50 years old at White Plains Hospital with his family by his side after being placed on life support for the past few days. Earl was a warrior who fought till the very end.")

Kurz werden im Statement auch X' Legacy als Rapper und der Support der Fans thematisiert:

"Earls Musik hat unzählige Fans auf der ganzen Welt inspiriert und sein ikonisches Vermächtnis wird für immer leben. Wir schätzen all die Liebe und den Support in dieser unfassbar schweren Zeit. Bitte respektiert unsere Privatsphäre, während wir den Verlust unseres Bruders, Vaters, Onkels und des Mannes, den die Welt als DMX kannte, betrauern. Wir werden Informationen über seinen Gedenkgottesdienst teilen, sobald die Details feststehen."

("Earl’s music inspired countless fans across the world and his iconic legacy will live on forever. We appreciate all of the love and support during this incredibly difficult time. Please respect our privacy as we grieve the loss of our brother, father, uncle and the man the world knew as DMX. We will share information about his memorial service once details are finalized.")

DMX: Seine Erfolge & sein Leidensweg

Um die Jahrtausendwende war DMX einer der Top-Acts der Rapwelt und releaste über Ruff Ryders und Def Jam von 1998 bis 2003 gleich fünf Nummer-1-Alben in Folge, die allesamt mindestens Platin in den Staaten erreichten. In dieser Zeit entstanden auch Hits wie "X Gon' Give It To Ya", "Ruff Ryders Anthem" oder "Party Up", die allesamt ihren Weg ins kollektive Gedächtnis von mehr als nur einer Generation gefunden haben. 1999 performte er unter anderem "Ruff Ryders Anthem" vor einem bis zum Horizont reichenden Publikum beim Festival Woodstock III – Gänsehaut garantiert:

Danach nahmen sowohl die Frequenz der Releases als auch die Erfolge des New Yorkers ab. "Undisputed" (2012) sowie "Redemption of the Beast" (2015) konnten nicht an alte Zeiten anknüpfen. 2019 wurde bekanntgegeben, dass Def Jam und X erstmals seit 2003 wieder gemeinsame Sache machen würden. Seitdem war es ruhig um die erneute Zusammenarbeit – was das für posthume Releases bedeuten könnte, ist unklar.

Earl Simmons hatte neben seiner lebenslangen Asthmaerkrankung schon seit der Jugend mit einer Abhängigkeit von Crack zu kämpfen. Als der körperliche Missbrauch durch seine Mom und ihre wechselnden Freunde ihn immer häufiger auf die Straßen New Yorks trieb, wie X in seiner Biografie festhielt, kam er wohl eher versehentlich mit der Droge in Kontakt, die Amerika in den 80ern unwiderruflich überschwemmt hatte. Erstmals soll er sie in einem Joint geraucht haben, der mit Crack versetzt war. Die Sucht, mit der er relativ offen umging, begleitete ihn sein Leben lang.

DMX hinterlässt 15 Söhne und Töchter sowie etliche Rap-Hymnen für die Ewigkeit. Rest in Peace!

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50 Cent promotet seine Serie auf Kosten eines Toten

50 Cent promotet seine Serie auf Kosten eines Toten

Von Djamila Chastukhina am 08.09.2021 - 13:57

50 Cent wird aktuell stark in den sozialen Medien kritisiert, da ihm vorgeworfen wird, respektlos mit dem Tod des Schauspielers Michael K. Williams umzugehen. Vor allem auf Twitter wird er sowohl von Hatern als auch von Fans dafür verurteilt, nachdem er einen Instagram Post veröffentlicht, in dem er den Tod von Williams dafür nutzt, um seine Serie zu promoten.

50 Cent promotet seine Show auf Kosten von Michael K. Williams

Michael K. Williams ist vor allem für seine Rolle als Omar Little in der Serie "The Wire" bekannt. Im Alter von nur 54 Jahren ist er nun verstorben. Laut der New York Post wurde der Schauspieler am Montagnachmittag in seinem Penthouse in Brooklyn aufgefunden, die mutmaßliche Todesursache soll eine Heroin-Überdosis gewesen sein.

50 Cent widmet Williams einen Instagram Post, für den er stark kritisiert wird: Der Rapper teilt einen Artikel zum Tod von Williams, um damit Werbung für seine Serie "Power Book III: Raising Kanan" zu machen. Der 46-Jährige zieht Parallelen vom Tod des Schauspielers zu der Storyline seiner Show und erwähnt dabei den Konsum von Fentanyl, welches einen ähnlichen Effekt wie Heroin hat, jedoch weitaus gefährlicher ist.

"Verdammt, wenn ihr Raising Kanan noch nicht gesehen habt, checkt es aus. Dieses Fentanyl ist echt kein Scherz, es bringt die Kundschaft um. RIP Michael K. Williams."

("Damn if you didn’t see Raising Kanan check it out. that fentanyl is no joke, killing the clientele. RIP michael k. williams.")

***

Der Beef zwischen 50 Cent und Michael K. Williams

Viele nehmen an, dass der Grund für 50s Post der frühere Beef zwischen ihm und Williams sei.

Es begann, als 50 Cent im Jahr 2018 das Gerüchte verbreitete, Musikmanager Jimmy Henchman sei im Gefängnis angegriffen worden. Henchman wurde 2011 vor Gericht dafür verurteilt, einen Auftragskiller angeheuert zu haben, um Lowell Fletcher zu töten, der ein enger Freund von 50 Cent war.

Die Gerüchte des Angriffs auf Jimmy nahmen ihren Lauf, bis Williams sich dazwischenschaltete. Der Schauspieler veröffentlichte ein Video, in dem er beteuerte, dass es sich lediglich um Gerüchte handelte. Er behauptete auch, dass er mit dem Musikmanager und seinem Anwaltsteam in Kontakt stehe und dass es Henchman gut gehe.

"Ich habe eine kleine Nachricht für alle, die sich möglicherweise für das interessieren, was sie in den letzten Tagen in Bezug auf Jimmy Rosemond in den sozialen Medien gehört haben. [Die Gerüchte] sind völlig falsch. Ich spreche regelmäßig mit ihm und seinem Anwaltsteam und versichere euch, dass es ihm gut geht."

("I just stopped pass with a little message for anyone who may or may not be interested in anything they’ve heard in regards to Jimmy Rosemond on social media these past few days. [The rumors] are completely false y’all. I speak to him and his team of lawyers on a regular basis and I assure you he is fine.")

50 Cent war von dem Video nicht begeistert und fing an, Michael K. Williams öffentlich zu verspotten und zu beleidigen. Auf Instagram forderte er Williams ebenfalls dazu auf, sich nicht in die Sache einzumischen:

"Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten, was ist falsch mit dir?"

("Mind your business, the f*ck wrong with you?")

Mittlerweile hat der Rapper seinen Instagram-Post gelöscht und durch einen neuen ersetzt, in dem er die Kritik aufgreift, weiterhin jedoch lediglich Werbung für seine Serie macht.

RIP Michael K. Williams.

Wenn du oder jemand, den du kennst, mit Suchtproblemen zu kämpfen hat, steht Hilfe zur Verfügung.

Besuche die Website des DRK für kostenlose Sucht- und Drogenberatung oder wende dich an die bundesweite Sucht- und Drogen-Hotline unter: 01806 - 31 30 31.


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