Nach Vorfall in Leipzig: Kollegah zieht offenbar Einspruch zurück und zahlt hohe Geldstrafe

Im März 2017 kam es bei einem Kollegah-Konzert in Leipzig zu einem Zwischenfall auf der Bühne: Der Düsseldorfer schlug einen Fan nieder und wurde daraufhin wegen Körperverletzung angezeigt. Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig, Kollegah müsse 18.000 Euro Strafe zahlen, legte der Rapper kurz darauf Einspruch ein. Jedoch soll vergangenen Dienstag ein Gerichtssprecher mitgeteilt haben, dass die Verteidigung den Einspruch nun zurückgezogen habe.

Im August sprach Kollegahs Anwalt noch von Notwehr: Der Rapper sei von dem Fan provoziert und beleidigt worden. Zur Verhandlung, die für den 12. März 2018 angesetzt war, wird es nun jedoch wohl nicht mehr kommen: Die Einspruchsrücknahme bedeutet, dass Kollegah die 18.000 Euro Strafe zahlen muss.

Eigentlich hätte es auf der Bühne in Leipzig lediglich zu einem Rap-Battle zwischen zwei Fans kommen sollen. Nachdem einer der Supporter jedoch versuchte, Kolles Brille zu ergattern, folgten ein Tritt und ein Schlag des Rappers. 

Eklat auf "Imperator"-Tour: Kollegah schlägt Fan nieder

Von David Büchler am 03.01.2018 - 15:15 Bereits am 4. Mai 2016 wurde beschlossen, was 2018 real wird: Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft. Doch erstmal wird sich nicht viel ändern. Die Ausgabe der Banknote wird zwar Ende des Jahres eingestellt, die Scheine, die bereits im Umlauf sind, behalten jedoch ihre Gültigkeit und können zeitlich unbegrenzt bei den Nationalbanken der Euro-Länder eingetauscht werden.

Kollegah kommentiert erstmals den Vorfall in Leipzig

Kollegah veröffentlicht den zweiten Videoblog zu seiner Imperator-Tour. Bei der Auftaktveranstaltung in Leipzig kam es am Samstag zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Fan. Im Video von gestern Abend sehen wir jetzt, wie der Alpha Music Empire-Chef zum ersten Mal öffentlich den Vorfall in Leipzig kommentiert.

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Kommentare

also 18000 bräuchte ich auch , wann ist ein kollegah konzert in meiner stadT????......

okay gewalt stinkt aber ich finde auch das kein mensch das recht hat jemanden anderen etwas weg zu nehmen was ihm nicht gehört. Nimmt mir oder Dir jemand die brille weg liegt der mistkerl flach....find ich ungerecht aber naja..kollegah wird sich schon noch die ein oder andere sonnenbrille leisten können ;-)

du hörst den falschen musikstil....

sagt mir bitte ein musikstil der gewaltvoller(verherlichender) als rap ist .danke

Black Metal, Goregrind.. Naja, bei Black Metal hat sich durch die Komerzialisierung gebessert, aber es gab Zeiten in denen deswegen getötet wurde und Kirchen gebrannt haben. Ich sage nur Burzum..

Also für 18000€ würde ich mir vom Boss auch gerne eine aufs Maul hauen und einmal treten lassen :D

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(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

(K)ein Besuch des EGJ-Camps bei Kollegah & Farid Bang: Berlin-Konzerte im Wandel der Zeit

Von Michael Rubach am 19.01.2018 - 13:06

Mit dem kommerziellen Erfolg von Rap hat sich viel verschoben. Die Stars der Szene sind auch im Live-Geschäft oben angekommen und spielen nicht mehr vor einem Expertenpublikum in kleinen Kellern. Damit gehören ebenso alte Verhaltensweisen der Vergangenheit an. Wenn Ali Bumaye die Columbiahalle besuchen möchte, um sich mit Kollegah und Farid Bang auszutauschen, geht das nicht mehr so einfach. EGJ-Kollege AK Ausserkontrolle hat festgehalten, wie die Polizei den Eintritt verwehrt und Ali selbst von einem Platzverweis ausgeht.

HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate

17.1k Likes, 941 Comments - AK AUSSERKONTROLLE (@ak_ausserkontrolle_offiziell) on Instagram: "HAHAHA A.C.A.B #wasmansoallesimnetzfindet #sovielzumthemaboss #nohate"

2009 war es noch ohne größeren Widerstand möglich, die Konzerte von ungebetenen Gästen zu besuchen. Auf der damaligen "Mittelfinger Hoch"-Tour von Selfmade Records kam es zu handfesten Auseinandersetzungen. Mehrere Personen stürmten den Gig von Shiml, Casper, Montana Max, Favorite und Kollegah. Die Polizei tauchte zwar auch auf, aber erst nachdem die Situation eskalierte. Zu dieser Zeit stand Kollegah sehr im Fokus, da er mit "Fanpost" einen vielbeachteten Disstrack gegen Fler veröffentlichte.

Im Jahr 2016 hatten sich die Verhältnisse nicht wesentlich verbessert. Mit viel öffentlichem Radau um eine Cola Light auf dem Alexanderplatz wurde die Berlin-Düsseldorf-Fehde neu aufgewärmt. Es folgten "Fanpost 2" und eine Vielzahl an Staatsbediensteten, die für die Sicherheit beim Kollegah-Gig auf seiner "Imperator"-Tour sorgten. Dort rappte Kollegah dann sogar seinen Disstrack. Fler hat sich im letzten Jahr aus all diesen Streitigkeiten zurückgezogen. Statt Angriffsziel ist er Kollabo-Partner für Kollegahs engste Verbündete.

Die Rap-Welt dreht sich immer schneller und Locations, Konstellationen und Setlisten sind grundlegend anders. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die ausgewählten Songs des "JBG"-Duos in der Columbiahalle auf die alten Ungereimtheiten verzichten. Vorwiegendes Diss-Ziel von "JBG 3" war das EGJ-Camp, wobei sich vornehmlich über Bushido, Ali Bumaye, Shindy und Laas Unltd. ausgelassen wurde. Da verwundert es kaum, dass der Auftreten des Battle-Kontrahenten nicht unkommentiert bleibt.

Sowohl Farid Bang als auch Kollegah positionieren sich auf Instagram und kommentieren den Konzertbesuch von Ali Bumaye indirekt. Farid Bang formuliert die bekannte Line von Shindy um, die er einst live bei der Performance von "Stress mit Grund" rappte. Gleichzeitig bezieht er sich auf eine bestehende Zeile aus "JBG 3":

Kollegah teilt ein Foto, das ihn und Farid Bang bei der Signatur eines T-Shirts zeigen. Dieses fällt durch den besonderen Schriftzug auf. Über einem Dönerspieß findet sich dort das Wortspiel "Ali can eat" aus dem Track "Ave Maria":

Damals wie heute besteht ein Zwist zwischen Rappern aus der Bundeshauptstadt und Berufskollegen aus Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der veränderten Medienlandschaft und der gestiegenen Popularität ist es nicht mehr ohne Weiteres möglich, Differenzen von Angesicht zu Angesicht zu klären. Durch die große Öffentlichkeit weiß auch die Staatsmacht Bescheid. Früher gab es noch Direktkontakt, heute läuft das Ganze übers Netz und Social Media. Wichtig bleibt, dass es nicht auf eine eklige Ebene zurückrutscht, bei der tatsächlich jemand zu Schaden kommt.


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