Rapping, deconstructed: The best rhymers of all time

Rakim, Biggie, Eminem, Kendrick Lamar: Sie gehören ohne Zweifel zu den besten Rappern der Welt, vielleicht sogar zu den besten Lyrikern aller Zeiten.

Warum das so ist, erklärt das oben eingebundene Video von Vox, und zwar extrem ausführlich und anschaulich. Genau das Richtige für jeden Silbenzähler (und alle, die es werden wollen).

Sehr schön erkennbar: Die Entwicklung der unterschiedlichen Reimstile und -formen sowie der historische Zusammenhang. Endlich haben wir es Schwarz auf Weiß.

Was Rakim im Vox-Video erzählt, stammt übrigens aus der ebenfalls extrem empfehlenswerten Doku Something from Nothing: The Art Of Rap.

20.05.2016 - 17:12

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Kommentare

Savas - Neongelb ?

Jawoll, viele der US-Rapper sind wirklich verdammt noch mal große Künstler, mit fetten "skills", an denen sie auch echt arbeiten. Bisschen spießig akademisch aufgedröselt in dem Clip ... aber: Eine schöne Würdigung dessen, was die brothas from the U.S.A. auf dem Feld "lyrics"geleistet haben. Da ist die "counterculture" miles ahead, vergleicht man das etwa mit den spröden Ausdünstungen aus dem Bereich heutiger "Hochkultur"-Literaten, die sich im Feld der "Lyrik" versuchen. Von den genialen Scatgesängen des Jazz bis zu den hochkomplexen Highspeed-Raps von Busta, Mystikal, Eminem & Co. ... einfach große Kunst, deren Wurzeln "street" sind.
Ich vermisse diese Dimsion bei den meisten deutschsprachigen Rap-Gehversuchen: Selten genug findet man da die "skills" in Bezug auf die Phonetik, das Tempo und die schwindelerregende Improvisation & die Freiheit im Umgang mit inhalten, wie sie die U.S.-brothas draufhaben. Ungroovige ******e leider, oftmals. Leude, Ihr seid zu faul, übt mal ein bisschen, schafft Euch mal richtig was drauf. Rap ist mehr als dumpf irgendwelche Diss-Texte runterzuleiern. Wobei: Ich kenne auch hier in Germany ein paar echte Talente, eines sogar persönlich sehr gut (dazu vielleicht bald mal Genaueres ... ;)), und es gibt auch ein paar prominente Namen, denen man hierzulande Respekt zollen sollte ... genug ... "Namen" werden hier nicht genannt, dazu bin ich als britischer Lumpenproletarier mit adeligen Vorfahren zu vornehm. ;)

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Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Von Michael Rubach am 12.06.2019 - 15:50

Vor über 10 Jahren wütete ein Brand in den Universal-Studios in Hollywood. Die umfangreiche Story "The Day the Music burned" im The New York Times Magazine legt nun nahe, dass dabei ein erheblicher Schaden entstanden ist, der bisher weitestgehend vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.

Eminem, 2Pac, 50 Cent & mehr: Hat das Feuer Musikgeschichte ausgelöscht?

Der Artikel der New York Times nennt das Feuer das "größte Disaster in der Geschichte der Musikindustrie". Warum die Journalisten Jody Rosen zu dieser Einschätzung gelangt, wird deutlich, wenn man auf die im Text aufgerufenen Zahlen schaut. Die Rede ist dort von 500.000 zerstörten Songaufnahmen.

Dabei handelt es sich um Recordings aus allen möglichen Genres und von dutzenden legendären Künstlern, deren Werk für immer aus der Musikhistorie ausradiert sein soll. Darunter fallen auch Master-Aufnahmen von 2Pac, Eminem, Snoop Dogg, 50 Cent, Nirvana und vielen weiteren Artists dieser Größenordnung.

Weiterhin führt der Artikel aus, dass es wahrscheinlich sei, dass viele Musiker gar nichts von diesen Ausmaßen wissen würden. Gegenüber Billboard gab Universal nach dem Brand zunächst an, dass "keine Verluste" dieser Art zu verzeichnen gewesen seien. Es hieß, dass ausschließlich Kulissen und Besucherattraktionen der Universal-Studios im Feuer Schaden genommen haben.

Vertrauliche Berichte von Universal, auf die sich Jody Rosen beruft, kommen offenbar zu einem anderen Ergebnis. Falls die Recherche der Journalisten so zutreffend sein sollte, sind ganze Diskografien von Künstlern von dem Großbrand betroffen gewesen. Es gäbe dann schlichtweg kein gemastertes Material mehr von 2Pac, auf das jemand heutzutage zurückgreifen könnte. Diese Musik wäre verloren.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Universal tritt in dem Artikel als eine Art Kronzeuge auf. Er erzählt, dass Universal bewusst über die Ausmaße des Feuers hinweggetäuscht habe:

"Das Unternehmen [Universal] wusste, dass es schockierte Reaktionen und Empörung hervorrufen würde, wenn die Leute die wahre Geschichte kennen [...] Es ist ein Geheimnis, bei dem ich mich schäme, ein Teil davon gewesen zu sein."

"Irreführend": Universal wehrt sich gegen die Berichterstattung

In einem Statement gegenüber der Branchenseite Variety kritisiert Universal den Artikel des New York Times Magazine. Konkret wirft man der Journalisten vor, nicht sauber genug recherchiert und eine fehlerhafte Story abgeliefert zu haben.

"Die Story enthält zahlreiche Ungenauigkeiten, irreführende Aussagen, Widersprüche und grundsätzliche Missverständnisse über den Umfang des Vorfalls und die betroffenen Vermögenswerte."

Weiter wirft Universal Jody Rosen eine selektive Berichterstattung vor. Sie sei auf Maßnahmen, die Universal zur Sicherung von Musik eingeleitet habe, schlichtweg nicht eingegangen.

"Tatsächlich werden zehntausende von Backing-Katalogen, die wir in den letzten Jahren bereits veröffentlicht haben, praktisch ignoriert – einschließlich [...] Master-Aufnahmen, von denen der Artikel behauptet, dass sie 'zerstört' wurden."

Inwiefern das Feuer tatsächlich einen gravierenden Einschnitt in die Musikgeschichte bedeutet, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Verschiedene Künstler sind schon auf den Artikel aufmerksam geworden und sorgen sich nun um ihr Songmaterial. Questlove von The Roots sieht in dem Brand bereits den Grund, warum er bisher nicht weiter an einem Projekt arbeiten konnte:

Questlove De La Rose on Twitter

For everyone asking why Do You Want More & Illdelph Halflife wont get reissue treatment https://t.co/Vs0ykRcyAK


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