Deutschland, Deine Rapper: Keine Liebe, die Zukunft

"Der Weg des Künstlers, das ist meistens ein Weg durch verrauchte Backstage-Räume, durch ekelhafte, kleine Hotelbetten, durch stickige Tourbusse und man muss bereit sein, all das in Kauf zu nehmen, um einfach nur Musik machen zu können."

Einfach nur Musik machen, das ist das erklärte Ziel von Prinz Pi. Wohin es mit seinem Label Keine Liebe Records in Zukunft gehen wird, weiß er selbst aber noch gar nicht richtig. Man sei schon auf der Suche nach neuen Signings, aber das sei gar nicht so einfach, wie er zuvor verriet.

Check auf Spotify (http://spoti.fi/KeineLiebe_IV) die zum Clip dazugehörende Playlist ab und blick gemeinsam mit Keine Liebe in die Zukunft. Im Westen Nix Neues? Hör selbst!

07.03.2016 - 17:46

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Was Apple Music pro Stream an Künstler*innen zahlt

Was Apple Music pro Stream an Künstler*innen zahlt

Von Michael Rubach am 23.04.2021 - 12:22

In einem Brief hat Apple Music sich kürzlich an Künstler*innen, Labels und Verlage gewandt. Auf dieses Schreiben bezieht sich unter anderem das Wall Street Journal. Thema: die Bezahlung im Streaming-Zeitalter. Zum ersten Mal legte Apple Music offen, mit welchen Zahlen Künstler*innen rechnen können.

Das zahlt Apple den Artists pro Stream

Die wohl meistverbreitete Info aus dem Brief: Im Durchschnitt bezahlt Apple Music einen Cent pro Stream. Dabei macht die Plattform laut eigenen Angaben keinen Unterschied zwischen Artists, die beim Major unter Vertrag stehen und Künstler*innen, die es unabhängig versuchen.

"Während andere Streaming-Services Independent-Labels einen wesentlich niedrigen Preis zahlen als den Major Labels, zahlen wir allen Labels den gleichen Preis. Das bedeutet, dass Artists ihre Musik nach Belieben vertreiben können, da sie wissen, dass Apple den gleichen Preis zahlt. [...] Wir glauben an den gleichen Wert aller Musik."

("While other services pay some independent labels a substantially lower rate than they pay major labels, we pay the same headline rate to all labels. This means artists can distribute music however they like, knowing Apple Music will pay the same rate. Sign with a label or stay independent; we believe in the value of all music.")

Außerdem gibt Apple an, dass 52 Prozent der Abo-Einnahmen an die Labels fließen würden. Das wäre gleichbedeutend mit 52 Cent pro Euro. Zum Vergleich: Spotify erklärt, dass zwei Drittel jedes Euros, der durch Abo-Einnahmen & die Nutzer*innen reinkommt, letztlich an die Rechteinhaber*innen geht. Ein Streaming-Dienst bezahlt die Artists generell nicht direkt. Stattdessen wandert das Geld zunächst zu den Labels, Verlagen und Co, welche dann wiederum die Künstler vergüten.

2020 hat Apple demnach Geld an fünf Millionen Künstler*innen ausgeschüttet. Dies seien eine Million Artists mehr als noch 2019. Seit 2017 habe sich zudem die Zahl der Künstler*innen, die mehr als 50.000 Dollar im Jahr generieren verdoppelt. Apple zählte 2019 um die 60 Millionen Abonnent*innen. Marktführer in dieser Hinsicht ist Spotify. Der Konkurrent aus Schweden kommt auf über 150 Millionen bezahlte Abos.

Dafür liegt Spotify offenbar in Sachen Bezahlung pro Stream im Hintertreffen. Es heißt, dass das schwedische Unternehmen im Vergleich zu Apple weniger als die Hälfte ausschüttet. Spotify hatte dahingehend im März eine Transparenz-Offensive mit dem Slogan Loud & Clear gestartet. Auf einer eingerichteten Website kann man sich seitdem über das Bezahlmodell informieren. Eine Aufschlüsselung der Entlohnung pro Stream findet man dort jedoch nicht. Stattdessen heißt es:

"In der Streaming-Ära zahlen die Fans nicht pro Song, daher glauben wir nicht, dass eine Rate pro Stream eine aussagekräftige Zahl ist, die analysiert werden muss."


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