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Corona-Krise: 257ers richten dringenden Appell ans Radio

Corona-Krise: 257ers richten dringenden Appell ans Radio

Von Michael Rubach am 27.04.2020 - 16:54

Ein ernstes Anliegen der 257ers: Die Jungs, die sonst keinen noch so absurden Gag auslassen, haben bei einem Autokino-Konzert in Düsseldorf einen eindringlichen Appell an alle hiesigen Radiosender formuliert.

257ers fordern Umdenken in der Radiolandschaft

Unter dem Motto #supportyourlocals sollen Musikfans einheimische Artists verlinken, die zukünftig im Radio laufen sollen. Es geht Shneezin und Mike in ihrer Ansprache um "Künstler, die aus der Gegend kommen; Künstler, die man noch nicht im Radio gehört hat." Darüber hinaus fordern die Jungs dazu auf, die Radiosender auf die Aktion aufmerksam zu machen – ebenfalls mit einer Verlinkung.



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#supportyourlocals Verlinkt alle die Bands, die ihr im Radio hören wollt und verlinkt gleichzeitig den Radiosender, den ihr ansprechen möchtet in den Kommentaren!! —-AN DIE RADIOSENDER—- Es gilt Zusammenhalt. Das wird gerade in und von Radiosendern vermittelt, wie sonst nur im social media. Aber es gibt auf der Welt keinen Menschen, der Musik liebt und als ein tägliches Muss für sich ansieht, der aber gleichzeitig so wenig Empathie entwickelt hat, um nicht längst verinnerlicht zu haben, was es heißt, zu helfen. Eure Hörerinnen und Hörer müssen nicht mehr sensibilisiert werden. Menschen, die Musik lieben und täglich konsumieren, kennen Schmerz, Leidenschaft aber auch Mitgefühl und Liebe. Vielmehr ist es jetzt an euch, ein Zeichen zu setzen. In diesen Tagen ist eure Reichweite einfach unvorstellbar wichtig für unsere Kultur und unsere Musik. Wir wissen, dass ihr nicht tatenlos zuseht und mit Sicherheit schon viele Projekte plant oder laufen habt, die genau unser Denken teilen. Leider hört man es aber, gerade bei den öffentlichen nicht so richtig an den Playlisten. Das Tagesprogramm bleibt einfach weitesgehend das Gleiche. Millionäre, denen es egal ist, wenn man 10 Jahre nicht mehr spielen würde, „man konnte sich ja was weglegen!“ (David Guetta) Wir forden ein Umdenken, auch wenn es nicht nachhallen wird, wenigstens für diese komische, ungewisse Zeit. Radiosender würden sich gleichzeitig bei der Jugend neu und besser positionieren, unserer Meinung nach. Ein „veraltetes Medium“ würde neu aufblühen und sich so auch gegen die Playlisten der Streaminganbieter stellen. Shuffle ohne Algorithmen. Wir wollen aber auch nicht unbetont lassen, dass es schon sehr viele Radiosender gibt, die mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Playlisten nicht nur noch an Spotify/Erfolg anpassen, sondern ein Gespür entwickelt haben, das zu ihrem Sender passt. Aber auch diese Sender könnten sich aktuell noch breiter aufstellen! NUTZT BITTE EURE REICHWEITEN Stellvertretend: @wdr

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Warum das Ganze? Shneezin und Mike haben wahrgenommen, dass viele Radiostationen auch in der Corona-Krise unverändert ihr übliches Programm abspulen. In diesen ungewissen Zeiten ist es für viele Künstler*innen jedoch umso wichtiger bei potenziell neuen Fans Gehör zu finden. Über eine Tour lässt sich aktuell schließlich kein zusätzliches Publikum erspielen.

Corona bedroht die Live-Kultur: Alternativen & Support-Möglichkeiten

Die Corona-Krise crasht den Festivalsommer. Aber nicht nur das: Bis Ende August sind alle großen Veranstaltungen abgesagt. Damit ist die Pandemie gleichzeitig eine Krise für die komplette Live-Musik und trifft damit natürlich auch Rapper. Jetzt stellt sich die Frage: Wird das alles wieder irgendwann normal?

Die Reichweite der Radiosender bekommt in der von Einschränkungen durchzogenen Corona-Welt einen größeren Stellenwert. Der Appell der Jungs richtet sich daher direkt an die betreffenden Sender:

"Vielmehr ist es jetzt an euch, ein Zeichen zu setzen. In diesen Tagen ist eure Reichweite einfach unvorstellbar wichtig für unsere Kultur und unsere Musik."

Ziel der Aktion sei es auch, für mehr Vielfalt im Radio zu sorgen. Die 257ers fordern die Sender dazu auf, sich "breiter aufzustellen" und sich nicht nur am Faktor Erfolg auszurichten. Vielmehr gelte es, die hiesige Szene zu supporten. Wie Shneezin und Mike anmerken, wird es David Guettas Kontostand kaum jucken, wenn seine Tracks ein bisschen weniger Airplay erhalten.


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