Underdog Cru - Zu Viel Des Guten

Zu Viel Des Guten

Artist

Release Titel

Veröffentlichungsdatum

19 Mär 2002

Pressetext / Beschreibung

Die Underdog Cru aus Rostock legt nach ihrem 98er Debut „Maximum“ und der Single „Boombastisch“ nun das Follow-Up-Album auf die Ladentische der Nation. Seit ihrem Debut haben dir drei Underdogs durchaus dazugelernt und konnten jüngst ihre Livequalitäten auf der Tour mit Mark B & Blade unter Beweis stellen.

Mit „Zu Viel Des Guten“ wollen die Underdogs Rap aus Ostdeutschland auf der HipHop-Landkarte Deutschlands positionieren. Dies scheinen die Jungs auch mit dem etwas peinlichen Intro klarzumachen. („Ey ihr seid doch aus´m Osten oder? Neee also damit hab ich ein Problem!) Nach unzähligen „Ähhms“ und anderen Lauten hat man das Intro dann aber überstanden.

Ähnliches gilt dann leider auch für die ersten beiden Tracks „Unendliche Geschichten“ und „Bacardi Cola“, bei denen ich eigentlich erst dann zufrieden bin, wenn der CD-Player auf den nächsten Track skippt. Nun ja einige Bands nehmen eben auch scheinbar schwache Tracks auf den Anfang der CD, denn was sich danach bietet kann sich durchaus hören lassen. „Gegen den Rest der Strategen“, auf dem Ex-Rostockerin Pyranja und Groß A die Underdogs verstärken, klingt düster und trocken und baut, v.a. auch wegen der Atmosphäre, durchaus Druck auf. Ähnliches gilt für die Rhymes, denn Flowtechnisch hat die Underdog Crew seit ihrem Debut dazugelernt. Textlich hat man ebenfalls die guten Ansätze des Debuts weiterentwickelt, wobei bei beidem das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.

Ähnliches gilt auch für den nächsten Track „Im wahrsten Sinne des Wortes“, bei dem ebenfalls eine musikalische Atmosphäre aufgebaut wird, die nicht viel mit Freudenfesten zu tun hat. V.a. die dezent eingesetzten Streichersamples wissen zu gefallen. Das die Underdog Crew gerne mit Samples spielen hört man auch bei der ersten Single „Boombastisch“. Der Beat an sich ist recht durchschnittlich, jedoch wird durch die Flötensamples massig gute Laune produziert und auch die Raps laufen recht flüssig aus den Boxen. Die Hook eignet sich dann dank Mitgröhlfähigkeit wieder einmal mehr perfekt für den Liveeinsatz. Textlich bewegen sich die rund 20 Tracks irgendwo zwischen kritisch, düster und Partystimmung. Leider muss man an dieser Stelle auch anbringen, dass die Wortspiele teilweise sehr gezwungen klingen. Doch nichts desto trotz geht die Mehrzahl der Tracks klar, weshalb die Underdogs etwas über dem Durchschnitt liegen, aber eben auch nicht höher!

Bewertung:
3,5 von 6

Fazit:

„Zu Viel Des Guten“ ist ein würdiger Nachfolger der 98er Debut-LP. Die Ansätze der Debut wurden fort- und weiterentwickelt. Zwar hat die Underdog Cru noch nicht die erste Liga des deutschen Raps erreicht, aber dies war ja auch erst das zweite Album.

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