Eminem - Revival

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Artist

Release Titel

Veröffentlichungsdatum

15 Dez 2017

Pressetext / Beschreibung

REVIVAL ist bereits das 9. Studioalbum von EMINEM: Gleich 19 Tracks vereint das neueste Werk des fünfzehnfachen Grammy-Gewinners aus Detroit, der als Executive Producer gleichermaßen auf seinen Entdecker/Mentor Dr. Dre und auf Rick Rubin setzt, mit dem er schon den Vorgänger The Marshall Mathers LP 2 (2013) aufgenommen hatte.

Eröffnungssong von REVIVAL ist die von Skylar Grey geschriebene Vorab-Single Walk On Water, die EMINEM mit Beyoncé aufgenommen hat – und die dank der sprachlichen Wucht des Rappers ganz ohne Beats auskommt. Ähnlich überlegen, wortgewandt und -gewaltig gibt sich der amtierende King of Rap im weiteren Verlauf des Albums, für das er neben Queen Bey noch etliche weitere Hochkaräter an seine Seite geholt hat: Weibliche Parts steuern u.a. Alicia Keys, Kehlani, P!nk und Skylar Grey bei, während EMINEM zusammen mit Ed Sheeran oder X Ambassadors auch ganz andere Sounds einbezieht und mit Phresher noch einen jungen MC aus Brooklyn ans Mic bittet.

Trackliste

01. Walk on Water ft. Beyoncé

02. Believe

03. Chloraseptic ft. Phresher

04. Untouchable

05. River ft. Ed Sheeran

06. Remind Me (Intro)

07. Remind Me

08. Revival (Interlude)

09. Like Home ft. Alicia Keys

10. Bad Husband ft. X Ambassadors

11. Tragic Endings ft. Skylar Grey

12. Framed

13. Nowhere Fast ft. Kehlani

14. Heat

15. Offended

16. Need Me ft. Pink

17. In Your Head

18. Castle

19. Arose

Audio / Video

Eminem - Walk On Water (Audio) ft. Beyoncé

Eminem - Untouchable (Audio)

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Hilfreichste Rezensionen

1

Meiner Meinung nach ist Eminem schon sehr lange nicht mehr der selbe der er mal war. Ich Feier ihn seit meiner Kindheit, The Eminem Show ist eins der besten Rapalben aller Zeiten. Danach kam meiner Meinung nach kein wirklich pumpbares Album mehr, MMLP 2 hat mir wieder ein wenig Hoffnung gemacht, die jetzt mit Revival wieder zerstört wurden. Die Beats sind null einprägsam und extrem wirr produziert, die Features sollen wahrscheinlich als Statement wirken, sind jedoch vollkommen peinlich (Ed sheeran und pink mit Eminem???).
Für mich wirkt das Album wie ein alter verbitterter Mann, der täglich über die "guten, alten Zeiten" redet und dabei garnicht merkt, wie sehr er allen damit auf den Sack geht. Grown-Man Rap geht auch anders, wie Jay Z letztens erst bewiesen hat, und eins seiner besten Alben seit langer Zeit Release hat.
Fazit:
Für mich absolut nicht hörbar, es hat mich beim ersten Hören erst fassungslos, dann traurig, und dann ange****t hinterlassen.

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Kanye West pinkelt auf Grammy-Award: Seine Offensive gegen die Musikindustrie

Kanye West pinkelt auf Grammy-Award: Seine Offensive gegen die Musikindustrie

Von Clark Senger am 17.09.2020 - 13:06

Kanye West ist grade auf einem heiligen Kreuzzug gegen die Musikindustrie, die er vorgestern als "modernes Sklavenschiff" beschrieben hat. Er selbst sei der "neue Moses" und heute Nacht hat er seinen Darstellungen ordentlich Nachdruck verliehen. Er hat zunächst mehr als 100 Seiten seiner Verträge mit Universal und Sony auf Twitter geteilt und später ein provokantes Bild mit Symbolkraft geliefert, das in Erinnerung bleiben dürfte: Er pinkelt in einem Video auf einen seiner 21 Grammy Awards, den er in einer Toilette versenkt hat. Reaktionen kommen auch aus dem Deutschrap-Kosmos.

Kanyes Kampf gegen die Musikindustrie

Das mag im zunächst für manche massivst over-the-top wirken, aber es stellen sich langsam immer mehr Menschen an Kanyes Seite. Der Inhalt, also seine Forderung nach gerechteren Verträgen und den Master-Rechten für entsprechenden Künstler*innen, scheint für einige nicht nur legitim, sondern auch notwendig zu sein.

Ganz konkret spricht er in diesem Zusammenhang die fehlenden Einnahmen durch Konzerte an, die durch die Covid-19-Pandemie wegbrechen und Löcher in die Taschen vieler Kulturschaffender reißt. Oftmals heißt es, Corona sei ein Brennglas, das uns zwingt, lange ignorierte Missstände endlich anzugehen. Diese Metapher passt auch hier:

Unter anderem Producer Kenny Beats supportet Yes Vorstöße. Er sagt, insbesondere Schwarze Künstler*innen bräuchten mehr Schutz in der Musikindustrie. Die meisten Labels hätten außerdem kein Problem damit, junge Menschen mit Verträgen in eine hartnäckige Falle zu locken.

Auch Hit-Boy, auf persönlicher Ebene kein Fan von Kanye, fühlt die Message. Seit dem Alter von 19 Jahren fühlt er sich in seinem Vertrag mit Universal Music Publishing gefangen. Seine Anwält*innen hätten diesen als den "schlimmsten Publishing Deal, den sie je gesehen haben" beschrieben.

Der Rapper Logic berichtet von ausbleibenden Zahlungen – etwa an Lil Wayne – auf die er nach wie vor von Def Jam wartet:

Kanyes Mittel haben häufig, so auch jetzt, eine unweigerliche Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Attitüde, die polarisiert. In der Form kann man aber erstens kaum Zurückhaltung von jemandem erwarten, der nicht nur einen Song namens "I Am A God" im Katalog hat, sondern sich auch schon als Yeezus oder eben New Moses bezeichnet hat. Zweitens ist es leider einfach so, dass man mit netten Hinweisen und Vorschlägen selten so schnell Fortschritte erzielt wie mit dem Brecheisen – Kanyes Werkzeuge sind seine Reichweite und sein damit einhergehender Einfluss. Zudem sollte man nie vergessen, dass seine bipolare Störung alles andere als ein Witz ist, über den man sich allzu sorglos amüsieren könnte (mehr dazu in unserem Artikel aus dem Juli).

Kanye Wests Twitter-Meltdown: Eine bipolare Störung ist kein Witz

Seit Kanye West seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl bekanntgegeben hat, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Statements, Auftritte, Postings...

Own your Masters, das ist die Message!

Kanye will sein Volk aus der ägyptischen/musikindustriellen Unterdrückung führen, in das Land, wo Geld durch Master-Rechte fließt – nämlich auf die Konten der Urheber*innen. Was er erschaffen hat, soll in der Zukunft seinen Kindern zugutekommen und nicht den Sprösslingen derer, die Musiker*innen in verlockende Verträge lotsen, deren Rattenschwanz sie nicht einschätzen können.

Einen Trend weg von der Bündelung diverser Rechte, Kompetenzen und Entscheidungsgewalten unter dem Dach der größten Labels meint man seit einiger Zeit beobachten zu können. Es ist sicher auch eine Typfrage, ob man die Vorzüge eines Majors über die komplette Unabhängigkeit stellt. Sido beispielsweise fühlt das 360-Grad-Paket schon seit langer Zeit:

Wenn Kanyes Plan aufgeht, bringt er die Industrie dazu, sich auf die Künstler zuzubewegen. Man darf aber in almanesker Korrektheit nicht vergessen: Unter jedem Vertrag, über den Kanye sich heute beschwert, steht seine Unterschrift. Ein solches Dokument sollte man nur mit Weitsicht unterschreiben und gerade in Kanyes Größenordnung auch durch Fachkundige prüfen lassen. Das David-gegen-Goliath-Narrativ von einem Milliardär zu hören, der nicht mehr mit Entscheidungen zufrieden ist, die er vor Jahren selbst getroffen hat, hat durchaus eine ironische Note.

Transparente DIY-Vertriebe wie beispielweise TuneCore, bei denen man 100 % seiner Einnahmen und Rechte behält, gewinnen auch für prominente Acts immer mehr an Attraktivität. Grade Einsteiger können bei solchen Modellen ein frühes Abhängigkeitsverhältnis umgehen und später überlegen, ob sie nicht doch einige Rechte gegen die Dienste eines Majors eintauschen möchten. Außerdem haben Künstler*innen und Managements 2020 ganz andere Optionen, mit Vertrieben, Labels oder Verlagen zusammenzuarbeiten als noch vor einigen Jahren.

Reaktionen auf der Deutschrap-Szene

Der deutschsprachige Rapkosmos zeigt sich bislang weitgehend erheitert von der jüngsten Twitter-Offensive. Die Jungs von K.I.Z antworteten (vermeintlich als Spaß), sie würden Kanye ihren Vertrag zuschicken. Celo & Abdi reagieren gewohnt humorvoll und wollen Ye zu 385i holen, sie würden ihre Rechnungen immer pünktlich begleichen.

Olson ist mehr der Pragmatiker:

Juju und RIN zeigen sich amüsiert:

Das letzte Wort in dieser Sache – und das verdeutlicht Kanye vehement – ist erst gesprochen, wenn er seinen Willen bekommen hat. Dass er sich in seinem Freiheitskampf als "Baby Putin" bezeichnet, wäre wohl unter normalen Umständen das Gesprächsthema. Nur ist seine Twitter-Aktivität von normalen Umständen weiter entfernt als Hit-Boy von einem zufriedenstellenden Publishing Deal und so bleibt dieser zynische Vergleich vorerst nur eine Erinnerung daran, dass Ye-Tweets mit Vorsicht zu genießen sind.


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