FBG Duck: Rapper aus Chicago auf offener Straße erschossen

FBG Duck war einer der aufstrebenden jungen Artists aus Chicago. Mit gerade einmal 26 Jahren wurde er gestern auf offener Straße erschossen. Das Drive-By-Shooting fand in einer der besseren Gegenden der Windy City statt, auf einer Einkaufsmeile.

FBG Duck: Erschossen mit 26

Der Vorfall soll sich nach Berichten so zugetragen haben: Duck war gemeinsam mit zwei anderen Personen auf der Oak Street shoppen. Eine gute Gegend, in welcher auch Stores einiger Luxusmarken beheimatet sind. Dann sollen zwei Autos aufgetaucht sein, aus denen insgesamt vier Personen ausstiegen, die wohl direkt das Feuer eröffneten. Andere Zeugen wiederum berichten, dass scheinbar erst zwei Männer vor dem Geschäft gewartet hätten, wo sich das Ganze zutrug. Einer dieser Männer soll nach den ersten Schüssen den Tatort verlassen haben und in der Nähe weitere Schüsse abgegeben haben. FBG Duck wurde ins Chicago Hospital gebracht, wo man ihn für tot erklärte.

Während der Schießerei wurden auch zwei Unbeteiligte verletzt. Eine Frau, die in einem beistehenden Auto saß, wurde schwer verletzt und befindet sich aktuell noch in einem kritischen Zustand.

FBG Duck war dem manchen wahrscheinlich durch seine Hit-Single "Slide" ein Begriff. Diese hat aktuell über 53 Millionen Klicks auf Youtube. 2018 veröffentlichte Duck einen Remix zu dem Song, gemeinsam mit 21 Savage.

Kanye West: "314 soldiers died in Iraq, 509 died in Chicago"

Chicago ist bekannt dafür, einer der gewalttätigsten Orte in den USA zu sein. Vergleicht man die Zahlen der gefallenen amerikanischen Soldaten sowohl in Afghanistan als auch im Irak mit der Anzahl an ermordeten Personen in Chicago, übertrifft die Windy City sogar beide Kriegsschauplätze zusammen. Relativ hohe Armut und eine ausgeprägte Gang-Kultur haben wohl über Jahre dazu geführt, dass die Gewalt in Chicago außer Kontrolle geraten ist. Im Juni starb ein gerade mal 20 Monate altes Baby an Schusswunden, nachdem die Mutter ausgeraubt werden sollte. Zwischen dem 20. Juni und dem 05. Juli kamen in Chicago insgesamt neun Kinder unter 18 Jahren durch Schießereien ums Leben.

Auf viele Leute hat diese Gewaltspirale wohl eine magische Anziehungskraft. Der heute so erfolgreiche "Everyday Struggle"-Host und 6ix9ine-Bestie DJ Akademiks baute seine Karriere darauf auf, über die Gewalt und Gangkultur in Chicago zu berichten. Seine Videos wurden unter dem Namen "The War in Chiraq" veröffentlicht, ein weitverbreitetes Kofferwort aus Chicago und der englischen Schreibweise Iraks.

Von Künstlern aus Chicago wurde Akademiks bequeme Berichterstattung vom heimischen Sofa allerdings nicht nur positiv aufgenommen. Chicagos Vic Mensa geriet über diesen Umstand während eines Complex-Interviews in einen ausufernden Streit mit DJ Akademiks:

"Ich wollte dich ins Gesicht schlagen. Ehrlich. [...] In meinen Augen haben sich Leute wie du eine Followerschaft aufgebaut, indem sie Dinge sensationalisieren und sich lustig machen über Situationen, die für uns Alltag sind. [...] Warum denkst du, dass du das Recht hast deine Perspektive darauf zu geben, dass unsere Leute täglich sterben?"

("I wanted to slap you in your face. Honestly. [...] I really felt, as if people exactly like you sensationalized and made a following off of clowning situtations that we go through in real life. [...] What ever made you feel like you have the right or space to have a perspective, on our people dying on a daily basis?")

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18 Jahre später: Potenzieller Mörder von Run DMCs Jam Master Jay festgenommen

18 Jahre später: Potenzieller Mörder von Run DMCs Jam Master Jay festgenommen

Von Till Hesterbrink am 18.08.2020 - 14:49

Der Mord an dem ehemaligen Run DMC-Mitglied Jam Master Jay galt lange Zeit als einer der größten ungeklärten Mordfälle der Rapwelt. Jetzt könnte dies ein Ende finden. Zwei Männer wurden nun, 18 Jahre später, festgenommen. Einer der beiden soll der Todesschütze gewesen sein.

Ein Verdächtiger war ein Freund von Jam Master Jay

Aktuell wird scheinbar eine Person angeklagt, die den Mord an Jam Master Jay begangen haben soll, und eine Person, die den Täter angeblich schützte. Der Mörder soll Karl Jordan heißen und sein Komplize Ronald Washington. Zweiterer war eigentlich ein Freund des ermordeten Rappers und soll einige Tage vor dem Mord sogar noch auf der Couch des Run DMC-Mitglieds geschlafen haben. Aktuell sitzt er bereits im Gefängnis, jedoch für mehrere andere Raubüberfälle. Der vermeintliche Schütze Jordan wurde wohl am Sonntag festgenommen.

Wie die Süddeutsche berichtet, seien insgesamt noch mindestens vier weitere Menschen anwesend gewesen, als die tödlichen Schüssen auf Jay fielen. Darunter auch die beiden nun Angeklagten. Andere Zeugen verweigerten damals allerdings die Aussage, trotz der Aussicht auf über 60.000 US-Dollar Belohnung. Scheinbar waren Washington und Jordan damals in Kokainhandel verwickelt, wobei noch unklar ist, inwiefern dies mit dem ermordeten Jam Master Jay in Verbindung steht. Die amerikanischen Behörden gehen davon aus, dass ein misslungener Kokain-Deal die Schüsse zur Folge hatte.

Ronald Washington plädierte "Nicht Schuldig" bezüglich der Vorwürfe.

Jam Master Jay war Mitglied der legendären Gruppe Run DMC

Gegründet zu Beginn der 80er-Jahre schafften es Run, Jam Master Jay und DMC schnell, mit zu den einflussreichsten Wegbereitern des Hiphop zu gehören. Sie erhielten für ihr Debütalbum "Run-D.M.C." als erste Hiphop-Gruppe jemals eine goldene Schallplatte. Ihr Nachfolger-Werk "King of Rock" brachte ihnen sogar eine Platinplatte – ebenfalls die erste für eine Hiphop-Gruppe.

Ihren wahrscheinlich größten Hit landeten sie mit "Walk This Way", einem gemeinsamen Track mit der Rockgruppe Aerosmith. Rund DMC waren außerdem die zweite Hiphop-Formation jemals, die in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde.

2002 löste sich die Gruppe nach dem Mord an Jam Master Jay auf.

Das sind Snoop Doggs Top 10 Rapper

Snoop Dogg hat vor Kurzem in einem Interview mit dem "Breakfast Club" verlauten lassen, dass Eminem nicht in seiner Top 10 der besten Rapper aller Zeiten sei. Daraufhin gab es hitzige Online-Diskussionen und enttäuschte Eminem-Stans haben auf Instagram, Twitter und Co ihren Frust über Snoops Meinung rausgelassen.


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